Stromboli 2011 - Aufstieg auf den Vulkan

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2 Antworten

Der Veranstalter hat recht, die werden immer bekloppter. Schon seit einiger Zeit gilt eine Regel des Zivilschutzes, dass der Aufstieg auf den Gipfel nur noch in Begleitung von Bergführern möglich und erlaubt ist. Freier Zugang ist nur noch bis etwas 400 m Höhe; da sieht man aber noch nicht viel.

Der Stromboli hat anscheinend sein Ausbruchsverhalten in den letzten Jahren etwas geändert und daher auch immer mal eine heftigere Eruption (nach längerer Pause). Aber das rechtfertigt die getroffenen Massnahmen nicht. Gefährlich wird der Vulkan, wenn er seine Ausbruchstätigkeit für Wochen/Monate aussetzt, dann rummst es hinterher umso heftiger. Bei regelmässigen Ausbrüchen (alle viertel/halbe Stunde) kann sich gar kein Druck aufbauen, der heftige Eruptionen auslöst.

Nutzt Dir aber alles nix. Der Zugang ist limitiert; das Ganze wird überwacht, und die einzige Chance ist Dich einer Gruppe anzuschliessen, oder für Dich allein (oder Kleingruppe) einen Bergführer anzuheuern. Die Gruppentouren sehen eine halbe Stunde am Gipfel vor, bei normaler Ausbruchstätigkeit reicht das für ein bis zwei Ausbrüche. Zugunsten der Guides nehme ich mal an, dass sie nicht mit Stopuhr oben stehen, sondern schon einen Ausbruch abwarten, so dass Du nicht völlig leer ausgehst. Aber anscheinend ist es so, dass die Anzahl Personen, die gleichzeitig am Gipfel sein dürfen, durch Verordnung begrenzt ist und daher die Aufenthaltsdauer knapp gehalten wird, um möglichst viele Besucher durchschleusen zu können.

Ich kenne den Stromboli noch aus den Zeiten, als ein freier Zugang möglich war und habe zwei Mal auf dem Gipfel übernachtet. Unvergesslich. Aber so einen Quatsch wie jetzt würde ich mir nicht antun. Erst recht nicht mit Helm. Bei 35 Grad durch die Macchia, wo einem maximal ne Fliege auf den Kopf fallen kann, Schutzhelmpflicht. Gibt mehr Ausfälle durch Hitzschlag als der Vulkan je produzieren kann.

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Kommentar von Seehund
16.02.2011, 14:16

DH!

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Hallo,

AnhaltER1960 hat schon alles geschrieben, diese Regelung kann man nur als unsinnig bezeichnen. Das Verhältnis zwischen Aufwand und (potenziellem) Erlebnis ist sehr schlecht. Ich würde unter diesen Umständen auf Stromboli verzichten, soll die Nationalparkverwaltung doch sehen, wozu diese Regelungen führt. Natürlich ist das Abzocke: Entweder es ist gefährlich und dann muss man komplett sperren, oder man kann es eben bei der alten Regelung belassen.

LG

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