Stornogebühren bei Reiserücktritt bei Reise, die erst in 3 Monaten stattfindet

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4 Antworten

hallo,

alle anderen haben die frage schon gut beantwortet. du musst die agb zugeschickt bekommen, bzw wenn du über eine website buchst irgendwo meistens ein häkchen setzen dass du die agb gelesen hast. wenn du die agb erst nach zahlung bekommen hast, ist das tendenziell nicht gültig. ich würde den vermieter zuerst um kulanz bitten, und wenn das nicht funktioniert ggf einen anwalt einschalten. es reicht nicht, wenn die agb irgendwo auf der homepage stehen - du musst irgendwie bestätigen, dass du die agb gelesen hast vor buchung sonst KANN die buchung ungültig sein.

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Kommentar von jacky91t
25.03.2013, 17:59

"es reicht nicht, wenn die agb irgendwo auf der homepage stehen - du musst irgendwie bestätigen" - sorry, aber das ist falsch, und bei einer Emailbuchung schon mal drei mal (da gibt's keine Häckchen)l.

Rein rechtlich reicht es, wenn man die Möglichkeit hat, die AGB einzusehen. Man muss sie nicht extra bestätigen. Dieses Bestätigen lassen machen die Anbieter, damit sie eben einen direkten Nachweis haben, dass der Kunde die AGB sehen konnte, rein vom Gesetz her wird dies aber nicht verlangt.

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Hi, die Frage ist zunächst: wer und was ist der Vermieter? Eine Privatperson? Eine Firma? Ein Reiseveranstalter? Dann: wo liegt die Wohnung (Deutschland / Ausland)? Wo hat der Vermieter seinen Sitz?

Grundsätzlich ist es bei Vermietungen von Ferienapartments (je nach genauer Konstellation) durchaus möglich, dass das Reiserecht gar keine Anwendung findet, sondern das Mietrecht - und in diesem könnten die Ersatzzahlungen sogar noch höher sein.

Wenn das Reiserecht Anwendung findet und die AGB grundsätzlich gelten, ist natürlich die Frage, ob diese wirksam in euren Vertrag eingebunden wurden. Dazu reicht es, dass du die AGB hättest kennen können - sie müssen dir dazu nicht unbedingt zugeschickt worden sein, sondern es reicht, wenn sie beispielsweise auf einer dir bekannten Homepage des Vermieters einsehbar waren.

Insofern: du siehst, die ganze Rechtsmaterie ist immer ziemlich kompliziert, es kommt auf Kleinigkeiten an, und genau deshalb kann und darf dir hier ein verbindlicher Rat nicht gegeben werden, sorry.

Meiner Meinung nach gibt es nur die Möglichkeit, das ganze mit einem Anwalt oder dem Verbraucherschutz zu besprechen, oder aber die Stornosumme so zu akzeptieren und die Sache auf sich beruhen zu lassen (man kann ja auch versuchen, dem Vermieter in einem netten Gespräch zuweilen irgendeine Kulanzregelung für eine Anrechnung der Summe bei einer künftigen Anmietung abschwatzen, o.ä.).

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Kommentar von lanzelottchen
25.03.2013, 17:15

Vielen Dank für eure Hilfe. Wir haben ihn letzte Woche angeschrieben und darauf verwiesen, dass wir die AGB nicht kannten bzw. nicht zugestimmt hatten und die Bearbeitungsgebühr (es war gar keine Stornogebühr wie ich in der Überschrift geschrieben hatte) deshalb auch nicht zahlen möchten. Bis jetzt hat er noch nicht reagiert, aber das muss ja kein schlechtes Zeichen sein. Danke an ALLE!!!

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Ich würde dem Vermieter eine Mail schreiben und freundlich darauf hinweisen, daß die AGBs, auf die er sich bezieht, Dir erst zugegangen sind, als er Dir die Bestätigung geschickt hat - er Dich hätte vorher auf diese Bearbeitungsgebühr hätte hinweisen müssen.

Da es ja keine Stornierungkosten sind, sondern Bearbeitungsgebühren, sehe ich das als einzige Möglichkeit! Ansonsten könntest Du auch mal beim nächsten Verbraucherschutzbüro nachfragen!

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Die Zahlung der Bearbeitungsgebühr ist also vertraglich geregelt und somit zur Zahlung fällig! Da musst du halt zahlen oder du schlägst dem Vermieter einen anderen Gast vor den der Vermieter jedoch nicht akzetieren muss. Zahlen musst du immer, sei es die Umbuchungsgebühr. Versuche auch doch die Reise im http://stornopool.de/ zu verkaufen. Das ist keine Rechtsauskunft! MfG

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Kommentar von lanzelottchen
21.03.2013, 17:11

O.K., ich habe aber auf einer Seite Folgendes gelesen: * Auch unwirksam sind die Klauseln, die die Pauschalen vorsehen, ohne dass dem Reisenden die Möglichkeit gegeben wird, nachzuweisen, dass die Aufwendungen des Veranstalters geringer waren. Unwirksam waren z.B. "isteine Pauschale/ein Betrag von zu zahlen", "beträgt die Pauschale", "fällt eine Pauschale von mindestens ...", "in jedem Fall ist eine Pauschale in Höhe von...", "es gelten folgende Stornierungskosten"

*

Passt das nicht auf meinen Fall?

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