Stierkampf in Spanien wirklich sehenswert, oder einfach nur brutal?

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5 Antworten

Auf jeden Fall muss man sich vorher schlau machen um was es eigentlich geht, gänzlich unvorbereitet sollte man keine corrida besuchen. Mehr dazu hier www.taurosidona.de. Auf alle Fälle sollte man nicht etwas verurteilen bevor man es gesehen hat und sich nicht mit den Hintergründen befasst hat und sein "Wissen" nur von den meist falschen Kommentaren deutscher Zeitungen hat.

Aber Finger weg von Veranstaltungen an der Küste die nur für Touristen sind, das ist Abzocke. Man er kennt es sehr gut an den Plakaten, eine "echte" corrida de toros wird nie auf englisch oder deutsch auf den Plakaten beworben.

Beides! Aber auch in Spanien ist der Stierkampf mittlerweile sehr umstritten. Ewig wird sich die traditionalistische Bewegung, die den Stiekampf als Kulturgut ansieht und verteidigt auchn nicht halten können, denn es ist wirklich Quälerei, wenn die Matadore auch noch so eine gute Show liefern.

Auf der einen Seite ist es die Neugierde und die Lust etwas Verbotenes und Brutales zu sehen, aber die Vernunft und die Verbundenheit mit den Tierschützern sollten stärker sein, so dass Du nicht die Bewegung mit deinem Eintrittsgeld unterstützt.

Hallo,

in Katalonien ist Stierkampf zum Glück ab 2012 verboten.

http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/stierkampf-verbot-katalonien-verbietet-stierkaempfe-_aid_535372.html

Es ist zu hoffen, dass andere Regionen nachziehen.

Ich persönlich würde mir keinen Stierkampf ansehen wollen.

Wenn mein Mann diesen Wunsch äußern würde, müsste ich mich fragen, ob ich überhaupt den "Richtigen" geheiratet hätte ...

Sorry, ist jetzt wohl etwas persönlich. Doch über "sowas" kann ich mich aufregen.

Der Stierkampf in Katalonien wurde nicht wegen Tierquälerei verboten sondern aus polititschen Gründen, Katalonien will ja eigenständig sein und sich von "spanischem" lösen. Der Stierkampf wurde seinerzeit von Franco als etwas "typisch spanisches" gefördert und als das gilt er natürlich heute noch. Ausserdem steht man im Ausland natürlich gut da. Es haben sich Orte an der Küste reisserisch als "stierkampffreie Zone" gebrüstet, in denen nachweislich sowieso noch nie eine corrida stattgefunden hat - macht sich aber gut in der B...-Zeitung. Dass es Katalonien nicht um die Tiere geht beweist dass Stierspiele, die wesentlich brutaler sind und wirkliche Tierquälerei, die auch von Stierkampffans abgelehnt werden, von denen die Touristen aber nichts wissen, nicht verboten wurden. Weiter wurde vor kurzem die Wildschweinjagd mit Pfeil und Bogen in Katalonien ausdrücklich erlaubt. Dazu kommt dass das Stierkampfverbot Katalonien 300 Millionen Euro kostet an Vertragsbrüchen etc., die aber im Moment der Krise gar nicht da sind. Es kommen nun schon die ersten Stimmen auf, das Verbot wieder aufzuheben.

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@Revolera

Danke für Deine Erklärung.

Mir als Tierfreund und Mitglied im Tierschutzverein sind die Gründe für Tierquälerei eigentlich egal.

Vor Jahren, als wir noch jung und unwissend waren, haben wir uns in Portugal mal einen Stierkampf angesehen. Dort wird das Tier erst nach dem Kampf außerhalb der Arena getötet.

Ich fand dieses Spektakel aber so schlimm und unerwartet blutig, dass ich nur heulend flüchten könnte.

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@RomyO

Da hast du recht, die Stierkämpfe in Portugal sind abzulehnen weil der Stier erst später getötet wird. D.h. durch das Nachlassen des Adrenalins empfindet er Schmerz bis dahin. Aber gerade als Tierschützer musst du dir im Klaren sein dass es diese Stiere - die fünf Jahre ein herrliches, friedliches Leben auf riesigen Weiden führen, was sonst kaum ein Rind kann - gar nicht erst existieren würden, da es keinen Sinn macht diese Rasse zu züchten. Ausserdem würde mit Abschaffen dieser Zuchten eben diese Weiden verschwinden auf denen noch allerlei anderes Getier sein Leben geniesst - Vögel (vom Geier bis zum Storch usw.), Insekten, Chamäleone usw.

Und ich hoffe doch du bist Vegetarier ;-)

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Hallo,

ich bin kein Fan des Stierkampfes, bin mir andererseits aber bewusst, dass die Stierkampfzucht in weiten Teilen Spaniens dank extensiver Wirtschaftsweise eine Landschaft erhält, die vielen bedrohten Tieren und Pflanzen eine Heimat bietet. Tja- Tierschutz und Naturschutz passen oft nicht zusammen.

Ein schöner Anblick ist es nicht, aber wer sich beschwert, sollte andererseits mal in einen Tiertransporter schauen, was ich öfters schon getan habe, und dann erst einmal vor der eigenen Haustür kehren..... Der kulturelle Aspekt ist allerdings auch nicht wertlos.

Ich habe es mir einmal angesehen und danach nicht mehr. Ich würde vorschlagen, dass Du dir selbst ein Urteil bildest. Wenigstens musste der Stier nicht im Maststall dahinvegetieren...

LG

Der Stierkampf in Spanien ist einfach nur brutal!

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