Sollte oder kann man El Nino bei der Reiseplanung für Andenländer mit einbeziehen?

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3 Antworten

Seehund hat dir ja schon eine super Antwort gegeben und ich kann mich der Aussage nur anschließen, dass du deine Reiseplanung nicht von dem El-Nino-Phänomen abhängig machen solltest. Die Folgen dieses Wetterumschwungs sind meist v.a. für die Fischer verheerend und natürlich kann das Wetter so verrückt spielen, dass auch die sonstige Bevölkerung darunter leidet. Aber du solltest dir darüber wirklich keinen allzu großen Kopf machen, denn die Reise wird trotzdem sicher super!

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Hallo,

das mit der Vorhersage ist so eine Sache. Zwar gibt es die sogenannte SOI - Metrik und entsprechende Vorhersagemöglichkeiten. Allerdings ist damit nur eine relative Vorhersagegenauigkeit verbunden, d.h. nach dem Motto "El Nino wird/wird nicht auftreten und wenn ja dann eher stark oder schwach". Eine konkrete Witterungsprognose ist damit nicht verbunden (weil es das eben nicht gibt), das ist dann so, als wenn die Meteorologen bei uns sagen, dass der kommende Sommer eher kalt oder warm wird.

In den Andenländern äussert sich das Phänomen differenziert: In den Anden selbst und an den Küsten ist mit milderen Temperaturen und Regen zu rechnen, während im anschließenden Amazonasbecken eher Trockenheit herrscht.

Ich halte El Nino nicht unbedingt fü einen Faktor, der einen von einer Reise abhalten sollte. So kann es auch schöne Effekte geben, wie dass die Atacamawüste/Peruanische Küstenwüste blüht, was man, wenn man den Normalzustand kennt, kaum glauben kann. Für die Meerestiere ist es schlim, so findet man an den Stränden aufgrund der fehlenden Fischschwärme häufiger abgemagerte/verhungerte Robben, Delfine und Seevögel. Die Meerwassertemperaturen sind dann milder.

Kurz gesagt: Deinen Flug wirst Du darauf nicht abstimmen können, höchstens bezüglich des Reisejahres, d.h., wennDu das Phänomen meiden möchtest, solltest Du deine Reise um min. ein Jahr verschieben (...das "Christkind" kann nämlich beharrlich sein).

Mache dir nicht zuviele Sorgen, das Phänomen ist eben Teil der Natur. Ich bin schon in El Nino-Jahren dort gewesen und habe es nicht bereut. Von Trockentälern/Flusstälern etc. würde ich mich, bei starken Ereignissen, dann als Camper fernhalten. Man darf einen normalen El Nino nicht mit besonders starken Ereignissen, wie 1998, verwechseln.

Konkret möchte ich mich zu 2011/12 noch nicht äussern, aber darauf hinweisen, dass es eben auch das Gegenphänomen La Nina gibt... Zur Vorhersage siehe: Nature, Vol. 428, S. 733–735 (Das ist sowas wie eine Fußnote- lieber Karl-Theo ;-) )

Ist aber recht starker Tobak bzgl. Verständlichkeit (englisch).

Bei starken Ereignisssen sollte man die Angaben/Verhaltensregeln der Behörden beachten.

Besser verständlich und für eine grobe Einschätzung nutzbar: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/analysis_monitoring/lanina/ (englisch)

LG

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Lueneburgheidi 02.03.2011, 17:12

Danke, das hilft mir schon mal weiter – und richtig zitiert hast Du auch, vielleicht wirst Du ja noch Minister ;-)

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Seehund 03.03.2011, 09:37
@moglisreisen

Gern geschehen- das mit dem Minister lasse ich aber mal besser bleiben.... ;-)

LG

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Ja, El Niño ist eine Sache, aber was machst du , wenn wie in diesem Jahr LA Niña herrscht? Da sieht das alles ganz anders aus. Überschwemmungen dort, wo sonst viel Trockenheit herrscht.

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Seehund 03.03.2011, 13:55

Wie meinst Du das räumlich konkret, also wo treten diese dann konkret auf? Nichts für ungut, aber in den Andenländern, genauer der Pazifikküste dort, kommt es dann zur Trockenheit, ebenso in den Anden- also in Gegenden, wo es ohnehin schon mehr oder weniger trocken ist. Die Auswirkungen merkt man dann vor allem in relativ feuchten Gebieten wie dem Titicacaseebecken. Mehr Regen hat man bei La Nina dann in Australien zu erwarten.

LG

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Roetli 05.03.2011, 15:41
@Seehund

Selbst hier in Patagonien genießen wir die Auswirkungen von 'La Nina' gerade - warm und trocken und überhaupt genau richtig für unseren Aufenthalt hier!

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Seehund 06.03.2011, 16:28
@Roetli

...und eben keine Überschwemmungen, das ist El Nino, zumindest in den Andenländern. Hängt natürlich davon ab, auf welcher Seite des Kontinents man sich befindet.

LG

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