Sollte man von Venedig aus auch Touren ins Umland und nach Udine machen?

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5 Antworten

Das Umland von Venedig hat sehr viele interessante Ziele, die einen Besuch wert sind. Ganz besonders hat mir Caorle mit seiner historischen Altstadt, der schoenen Strandpromenade und dem interessanten Fischerhafen gefallen (einige Fotos anbei). Ein Besuch in Grado ist ebenfalls empfehlenswert. Triest, der Mittelmeerhafen des Kaiserreiches Oesterreich-Ungarn, sollte ebenfalls im Reisprogramm enthalten sein. Das Stadtbild wurde wesentlich aus der Epoche Oesterreich-Ungarn gepraegt. Falls die Zeit noch reicht, sollte Undine in das Besuchsprogramm ebenfalls mit aufgenommen werden.

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Kommentar von tintoretto
10.06.2012, 18:15

du fragst mich (via Kompliment) welche Städte du - in unmittelbarer Umgebung deiner "Heimat" nicht kennst - scheinbar alle! denn wenn mir jemand sagt, in San Siro zu leben, aber Udine, Vicenza, Belluno etc. nicht zu kennen, dann sträuben sich bei mir die Nackenhaare.

Trotzdem: Saluti!

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Ja, da scheiden sich die Geister. Aber mal ehrlich, wir kennen doch alle die Hotelpreise in Venedig. Wer denkt da allen Ernstes daran, mehrere weitere Tagesausflüge zu machen, wo es doch in der Lagune selbst genug für 14 Tage zu sehen, staunen und genießen für alle Geschmäcker von Kultur bis Natur gäbe? Brenta oder Chioggia - o.k., aber alles Andere verdient meiner Meinung nach eine eigene Reise. Schließlich entfalten viele schöne Orte einen besonderen Reiz, wenn die Tagesausflügler weg sind und man abends gemütlich bei einem Glas Wein in einer Altstadtgasse sitzt oder auf den nun wieder friedlichen Hafen schaut. Wenn ich natürlch in Venedig kostenlos bei Freunden wohnen würde und 3 Wochen Urlaub hätte, wäre das schon was anderes.

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Das hängt nun in erster Linie davon ab, wieviel Zeit man insgesamt hat. Man kann in Venedig selbst schon ohne Reue gut Zeit verbringen und auch unterschiedlichen Interessen frönen - in der Stadt selbst kommt vielleicht nur das Grün etwas kurz. Aber mit Lido, Murano und weiteren Inseln in der Lagune hat man schon genügend Gelegenheiten für Landpartien, da gäbs noch die Friedhofsinsel, die vormalige Pest- und Irrenhausinsel, die Gemüseinsel.

Was aber aus meiner Sicht gegen konventionelle Ausflüge spricht, ist das Atmosphärische. Venedig ist entschleunigt. Es ist eine Stadt, in der man sich wie im Mittelalter fortbewegt, zu Fuss oder mit dem Boot (ok, jez sind es meist Motorboote). In Venedig siehst Du nichtmal Autos. Dieses heutzutage seltene Erlebnis würde ich nicht durchbrechen.

Wenns ein Stück weiter gehen sollte, Chioggia wäre eine Kleinstadt am Südrand der Lagune, die eine (Boots)tour wert wäre. Oder Richtung Festland auf der Brenta schippern, wo die venezianischen Granden ihre Landsitze hatten/?haben. Da stehen Meilensteine der Architekturgeschichte wie Palladios Villa Rotonda.

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Kommentar von tintoretto
10.06.2012, 18:30

mein lieber AnhaltER1960 - ich mag und schätze deine Antworten - und du weisst das auch - sehr! ---- Das "Grün" kommt bei uns nicht zu kurz - falls du den Centro Storico meinst.... es gibt die Giardini - jene von Napoleon geschaffenen "Schleifungen" der Palazzi - für seine - "gedachten" Exerzierplätze, die sich - aufgrund seiner Übernommenheit - nun als Kinderspiel- und Senioren-Plätze ausgesprochen gut ausnehmen, oder der Giardini Popodopoli auch den Touristen als "Sitz- und Jausenplatz" anbieten - abgesehen davon haben wir hier gerne - oft und auch häufig Innenhöfe, die sich sehr gerne als gutgezüchtete und sorgfältig bewahrte "Giardini segreti" offenbaren.....

Ich danke dir herzlichst für die Erwähnung von San Clemente, der "Insel der Irren" - gerade weil auf dieser heute soviele wundervolle Seminare für Kunstbegeisterte stattfinden.

Danke, für die Erwähnung von San Erasmo - der Insel, die hier sogar in WIKI meist nur aufgrund ihrer Häufigkeit von Mücken diversester Art Niederschlag findet.

Dafür, lieber AnhaltER1960 darf ich danken..... und für die Erwähnung der "Entschleunigung" - kleine Anekdote .... Luca, ein Feuerwehrmann, lebt in Mestre und kommt immer per Rad über die Liberta bis zur Feuerstation gegenüber der Foscari.... ich weiss nicht, wie oft mir schon alte Venezianer andeuteten, dieser "Junge Mann" - er ist 48 Jahre alt - "hetze wie ein Irrer durch die Stadt".....

Ich wünsche dir ein wunderschönes "Fine di Settimana"....

Ciao!

Tintoretto.

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Guten Tag aus Venedig - wenn du meinst, dass dir die Stadt schon "zu wenig Neues zu bieten hat" - bin ich sicher, du lebst bereits länger als 2 Jahre hier.

Dann solltest du dich vielleicht mal an die "Brenta" ranmachen - an die wundervollen Palladio-Villen - von der Rotonda bis zur Villa Barbaro/Maser - um derenthalben Palladio stinkesauer auf Veronese war, da dieser seine - Palladios - klare, griechische Linien mit all den wundervollen Fresci "zerstörte".... oder mal nach Treviso - in teatro olimpico, nach Padua , die alte "Rennbahn" inmitten der Stadt, die seit der Spätrenaissance hervorsticht als Platz derer, die für Venetien "Geschichte" schufen.... oder die Werke von Giotto?

Nimm dir Zeit für die wundervollen Weingüter, die es hier gibt..... du wirst noch mehrere Male wiederkommen "müssen" - wetten?

http://www.villadimaser.it/en

.... nicht nur des Weines wegen! ;-)

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Hallo,

zu Venedig, bzw. zum ehemaligen Reich, gehört auch die "Terra Firme", also das Festland.

Dort gibt es eine Reie von echten Hauptsehenswürdigkeiten, nämlich die wunderbaren Villen von Andrea Palladio- gehört für mich zu Venedig dazu. Natürlich ist es immer schade, Zeit abknapsen zu müsen, aber wenn, dann dafür. Palladio war ein stilprägender Ausnahmearchitekt des 16. Jh.- Sein Einfluss ging bis in das 20. Jh.

Mehr hier: http://www.villevenete.net/touristische-routen/villen-des-palladio.html

LG

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