Sollte man sich weigern, Malarone als Malaria-Prophylaxe zu nehmen?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Mich irritiert deine Eingangsfrage, was heißt den bitte, ob man sich weigern sollte? Möchtest du damit der Pharmaindustrie eins auswischen oder deinem Arzt oder...? Kein Mensch zwingt dich, eine Malariaprophylaxe einzunehmen oder dich bei Malariaverdacht mit was auch immer zu behandeln!

Wie bei allen Medikamenten können Nebenwirkungen auftreten, muss aber auch nicht sein. Wenn einer hier schreibt, er hatte keine Probleme während der Einnahme, kann das bei dir schon wieder ganz anders sein oder umgekehrt. Wie du darauf reagierst, musst du schon selbst an dir erproben. (Malarone gilt übrigens allgemein als relativ gut verträglich).

Ich würde mich an deiner Stelle wirklich mit einem Tropenmediziner darüber unterhalten und danach abwägen, ob du eine Prophylaxe einnehmen möchtest oder nicht; auch das Reiseziel und das jeweilige Risiko sollte wohl in die Entscheidung miteinfließen.

Ich habe in malariagefährdeten Gebieten noch keine Prophylaxe genommen, mein Mann schon. Er hatte keine Nebenwirkungen, ich hatte auf vorbeugende Maßnahmen wie Moskitoschutz gebaut, der aber natürlich auch nicht 100%ige Sicherheit gewährleisten kann. Eine wirklich sehr individuelle Entscheidung...

Die Frage musste ich mir auch schon öfters stellen. Ich denke nichts zu nehmen ist auch gefährlich, habe aber auch keine Lust auf die bleibenden psychischen Schäden. Wenn du weißt, dass du dich nicht in gefählriche Gebiete begiebst und immer in der Nähe eines guten Krankenhauses befindest, reicht auch keine Profylaxe. Wenn nicht, so rate ich zumindest eine schwächere Medizin, wie "Savarone" zu nehmen und Malarone immer dabeizuhaben. Begibst du dich aber wirklich in Sumpfgebiete, dann hilft nichts, als die harten Drogen :-)

Wann beginnt denn der sogenannte Notfall ? Also Symtome kann der eine oder andere sicherlich deuten. Ob die dann wirklich eine Malaria ist steht ganz woanderst ! Für die eigene Sicherheit auf jeden Fall die Pillen einwerfen. Es kommt natürlich auch immer darauf an wohin ! Ich empfehle auch Vorsichtig zu sein mit Lariam in Verbindung mit Tauchen (bei mir hat es Panik und Angstzustände ausgelöst). Malarone hatte ich gut vertragen.

Ich schließe mich da voll den Ausführungen von Lotusteich an. Ich habe auch noch nie Malaria-Prophylaxe Mittel vorbeugend eingenommen. Auch nicht in malariagefährdeten Gegenden. Ich nehme immer Malarone als Standby Arznei mit. Für mich ist das ausreichend. Ob dies auch für dich ausreicht, mußt du selbst entscheiden. Wenn du dir nicht sicher bist, frage auf jeden Fall einen Tropenmediziner um Rat.

Was möchtest Du wissen?