Sind 5% Bearbeitungsgebühr rechtens?

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4 Antworten

Gehen wir doch mal die Fakten durch.

Sie haben eine Reise gebucht, haben den Vertrag unterschrieben und damit die Vertragsbedingungen akzeptiert. Selbst wenn Sie am nächsten Tag wieder storniert hätten, wäre der Veranstalter berechtigt gewesen 15% Stornogebühren von Ihnen zu verlangen und hätte sie erfolgreich einklagen können.

Daß Ihnen auf Kulanzbasis nur 5% angeboten werden, darüber sollten Sie sich freuen und nicht noch mehr erwarten, denn Sie kommen durch Ihre Unterschrift eh nicht aus dem Vertrag raus.

Ach ja, noch ein Satz zum Einwand soviel Geld für die Ausstellung der Rechnung und Porto ... Was meinen Sie wie hoch der Stundenlohn des für Sie und Ihre Reise zuständigen Mitarbeiters und die Kosten für die elektronischen Helfer sind ?

Sie haben Kosten verursacht und diese werden durch die Gebühren gemindert im Falle einer Stornierung. Und wenn Sie nicht zahlen wollen, dann besorgen Sie doch einfach eine Ersatzperson, die Ihre Reise übernimmt. Dies ist ja laut Vertragsbedingungen auch möglich.

Michael

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Ganz verstehe ich das nicht. Der Veranstalter hat über seine AGB 15 % Stornogebühr bei langfristigen Stornierungen vereinbart ? Die Du moniert hast und seine tatsächlichen Aufwendungen sehen wolltest und im Ergebnis senkt der Veranstalter seine Forderung auf 5 %, tituliert als Bearbeitungspauschale ?

Nun, wenn das so ist, lies den Vertrag (also die AGB) nochmal genau. Da steht meist nicht nur ein Prozentsatz zu den Stornogebühren, sondern auch ein Satz, wonach (sinngemäss) es den Vertragspartnern unbenommen sei auch einen höheren oder niedrigeren Satz nachzuweisen. Also kannst Du nun ein Fass aufmachen, dem Veranstalter vorrechnen, dass sein Aufwand, selbst bei Ansetzen grosszügiger Stundensätze, niedriger war und, sagen wir, 2,7 % der Reisesumme betrug. Dann lägst Du, angenommener Reisepreis 1700 Euro, statt bei 85 Euro noch bei 45 Euro. Wow, das hätte sich nu tierisch gelohnt - willst den Aufwand wirklich tun, mit dem Risiko, der Veranstalter rechnet Dir was ganz Anderes vor ?

Ich denke, mit 5 % bist Du fair bedient. Zahl und buche das unter Lehrgeld ab. Lektion diesmal: Standardreisen, erst recht in einer relativen Saure-Gurken-Zeit wie Anfang Dezember, muss man nicht ein volles Jahr im Voraus buchen. Da kann man durchaus warten, bis man klarer sieht, obs wirklich passt.

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Kommentar von Maria80
14.01.2012, 23:33

Vielen Dank für die Infos und Kommentare. Vielleicht gibt es noch weitere Alternativen für die 5% Bearbeitungsgebühr?

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Hallo,

auch wenn Dich das nicht glücklich macht- ein Blick in die AGB des Unternehmens dürfte für Klarheit sorgen. Selbst wenn man diese für anfechtbar hält, dürfte eine Klage kaum lohnen. Das Unternehmen dagegen kommt dir irgendwann mit einem Inkassobüro, was weitere Kosten nach sich zieht. Die Belegungsquote der Hotels spielt keine Rolle, wenn die 5% gem. AGB schon eine Kulanzleistung darstellen, sehen ich auch deswegen schlechte Chancen für dich.

LG

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Kommentar von Maria80
14.01.2012, 19:29

Hallo,

die 5% stehen nicht in den AGBs. Der Reiseanbieter schrieb selber in seiner Anzahlungsmitteilung: "Wir bitte Sie die Anzahlung in den nächsten Tagen zu überweisen... Nur so können wir ihren Platz auf der Reise garantieren."

Allgemein frage ich mich, ob 5% vom Gesamtreisepreis, als Bearbeitungsgebühr, für eine Anzahlungsrechnung unangemessen sein könnten?

Mit Grüßen Maria

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falls du noch mehr Antworten suchst, stelle die Frage doch noch einmal auf finanzfrage.net - die Leute da kennen sich auch sehr gut aus ;)

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