Sicherheit in Buenos Aires

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3 Antworten

Ich war letztes Jahr für 5 Monate in Südamerika (Argentinien, Peru, Bolivien) und 1 Monat in Mittelamerika (Costa Rica) unterwegs , davon 2 Monate in Argentinien, davon 4 Wochen in Buenos Aires - ohne Trillerpfeife, ohne Pfefferspray, allein und ohne Angst (und ich bin immerhin schon weit jenseits der 60 und bin auch abends mit der U-Bahn nach Hause gefahren!)! Angst ist immer ein schlechter Ratgeber...

(Taschen-)Diebstähle gibt es wahrscheinlich dort soviel oder sowenig, wie in allen touristischen oder Großstädten überall auf diesem Erdball! Dagegen hilft umsichtiges Verhalten (auch was die total unnötig mitgenommenen Wertsachen betrifft!) und gewisse Sicherheitsvorkehrungen! Es gibt gutes Reisegepäck, wo man die wichtigen Dinge direkt am Körper tragen kann (z.B. die PacSafe-Hüfttaschen, die mehrfach gesichert sind), der Preis dafür sollte einem für so eine lange Reise schon wert sein!

Ich bin nirgendwo betrogen worden, im Gegenteil, mir wurden 2x verlorene bzw. vergessene Gegenstände ins Hostel nachgeliefert! Ich habe nirgendwo während meiner fast ausschließlichen Hostel-Aufenthalten von Vergewaltigungen oder gar Entführungen gehört (auch nicht von den mehr als zahlreichen jungen und mehrheitlich allein alleinreisenden Frauen).

Das man sich als Tourist nicht gerade in die Gegenden begibt, wo es gefährlich sein könnte (in Buenos Aires rund um den Retiro-Bahnhof, in einigen Teilen von San Telmo und in einigen Außenbezirken) versteht sich von selbst - dort gibt es i.d.R. auch garnichts, was interessant sein könnte!

Statt "sich wehren zu können" empfehle ich eher, sich ein wenig zurückhaltend zu kleiden und sich unauffällig, freundlich und höflich zu benehmen, nicht ständig heraus zu kehren, wie toll man ist und den Einheimischen zu zeigen, wie arm sie dagegen! Auch in Südamerika gilt "wie man in den Wald hinein ruft, schallt es zurück"!

Eine blonde 'Mähne' kann man vielleicht zu einem Zopf flechten oder als Pferdeschwanz zusammen binden! Und man sollte auf das teilweise recht machohafte Gehabe der Männer einfach nicht eingehen - in einigen Monaten kann man allein oder auch zu zweit nicht eine jahrhundertelange Kultur verändern, auch nicht mit noch so vielen Diskussionen!

Ganz besonders "beliebt", sind übrigens überall dort die "cheap people", die alles am Besten umsonst haben möchten...

In Südamerika würde ich derzeit nur von Venezuela ganz und gar abraten, von Teilen Ecuadors und Brasilien würde ich mir sehr überlegen! Alles andere kann man, noch dazu zu zweit, relativ entspannt bereisen!

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fredix 07.01.2013, 16:56

, ich gebe ihnen völlig Recht Angst ist kein guter Ratgeber bzw. Reisebegleiter, all die wilden Geschichten hemmen auch in keinsterweise unsere Reiselust, leider ist es aber so dass solche Dinge passieren können auch wenn sie villeicht doch nicht an der Tagesordnung sind, und ich es für ziemlich naiv halte wenn man sich im Vorfeld keine Gedanken darüber macht bzw. sich blauäugig ins Abenteuer stürzt.

Ich danke ihnen für ihre umfangreiche und hilfreiche Antwort :-)

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Roetli 07.01.2013, 18:23
@fredix

Stimmt - nicht blauäugig ins Abenteuer stürzen, aber stets mit dem rechten Augenmaß reisen :-)!

Viel Spaß - Südamerika war der absolute Höhepunkt meiner 15-monatigen Weltreise! Es wird Euch bestimmt auch gefallen!

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Angst ist wirklich nicht angebracht und sollte man nicht haben. Einfach ein bisschen vorsichtig sein, nicht paranoid werden. Sich auf sein Gefühl verlassen. Die Wertsachen nicht rumliegen lassen und nicht zu viel zeigen. Nicht zu viel Bargeld auf sich haben, und nur kleine scheine. Alles über 50$ Scheine regt Aufmerksamkeit auf sich und ist so wieso auch schwierig zu zahlen. :) Wenn ihr längere Busfahrten vor euch habt, macht die immer am Tag, ( ist ja sowieso auch viel schöner weil man so die super schönen Landschaften sieht) und schaut auch dass ihr nicht zu spät am Ziel ankommt, also vor Nachteinbruch. Nehmt nur die offiziellen Taxis. Fragt in eurem Hostel/Hotel wo es sicher ist und wo nicht. Lasst euch ein Taxi bestellen.

Ich bin schon das dritte Mal in Südamerika. Und ich hatte nie Probleme, nie Angst. Die Leute hier sind freundlich und extrem hilfsbereit, aber vielleicht ist dies auch weil ich Spanisch spreche. Ich denke das ist halt schon ein grosser Vorteil. Man wird dann nicht als normalen Gringo angeschaut. Ich bin jetzt seit fast drei Monaten hier in Guayaquil, wird überall als sehr gefährlich beschrieben und gewarnt. Ich sehe das nicht. Ich geniesse es hier sehr und bewege mich fast wie zu Hause in der Schweiz....

Geniesst Südamerika und habt echt nicht zu fest Angst

Saludos Tom

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Ich kann dir nur raten, dich in manchen Gegenden nicht als Ausländer zu erkennen zu geben und nachts nur mit dem Taxi zu fahren!

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Roetli 08.01.2013, 20:16

Wann warst Du denn das letzte Mal in Buenos Aires bzw. Argentinien???

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