Seid ihr schon mal länger durch Gegenden gereist in dem weder ihr sie noch sie euch verstanden?

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5 Antworten

Wir waren in u.a. in Russland, Myanmar, Kambodscha, Gambia, und dort in Gegenden in denen keine sprachliche Verständigung möglich war. Das ist zwar manchmal etwas anstrengend, aber wir haben uns mit Händen und Füßen und kleinen Zeichnungen auf Papier oder auf der Erde, immer verständigen können. Das funktioniert überall auf der Welt, nur keine Angst. Die Menschen in den Gastgeberländern sind sehr interessiert an uns und unserer Lebensweise. Da finden sich immer Themen zur nonverbalen Unterhaltung.

Schon öfter und ich bin immer irgendwie durchgekommen. Na klar kann es schon anstrengend werden, aber es hat bis jetzt immer funktioniert. Es sind auch ein paar witzige Anekdoten dabei, wenn man z.B. Rasierschaum kaufen will und Zahnpasta bekommt. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass es die Menschen respektlos finden.

Oh ja, ich erinnere mich ... Die erste größere Reise ohne Eltern: 4 Wochen lang mit der besten Freundin per Inter-Rail durch Südeuropa.

In Belgrad waren wir ganz erschrocken, dass wir plötzlich gar nichts mehr lesen konnten. Unser erster Kulturschock! Die kyrillischen Buchstaben waren aber gegenüber den griechischen noch recht leicht zu entziffern (dafür waren wir allerdings dort darauf gefasst, dass es eine andere Schrift gibt).

Außer unserem Schul-Englisch konnten wir gar nichts, waren aber sehr lernbegierig. Überall, in jedem Land, hatten wir im Nu ein paar gängige Floskeln drauf: Danke, bitte, Entschuldigung, guten Tag .... wir merkten auch ganz schnell, dass Lachen wirklich international ist und überall verstanden wird. MIt Händen und Füßen und ein wenig Phantasie kann man sich mit jedem Menschen verständigen (wenn beide das wollen).

Inzwischen gehört das mit zu meinen Highlights, mich mit anderen Menschen jenseits aller Sprachgrenzen zu unterhalten. Dank Organisationen wie Couchsurfing oder Hospitality-Club ist das sogar innerhalb der eigenen vier Wände möglich. Es macht zunehmend viel Spaß. Probier´s doch einfach mal aus.

Ach ja, zurück zu Deiner Frage: Es ist aufregend, kann anstrengend sein, wenn Du´s mit ganzem Bemühen angehst ist´s das Gegenteil von respektlos .... und es macht riesig viel Spaß!

Ich schließ mich Anton da völlig an. Wir waren auch in der lybischen Wüste unterwegs oder auf indischen Bauernhöfen, wo man wirklich nur noch mit Gestik weiter kommt. Aber das macht Spaß! Die Menschen finden das überhaupt nicht respektlos und es immer wieder wahnsinnig spannend zu sehen, wie gut man auch ohne Sprache zurecht kommt.

Im Iran etwa war ich unterwegs, ohne ein einziges Wort in Farsi zu kennen und das keineswegs in Teheran, sondern über Land und quer durch die Wüste..

Meist fand sich jemand, der zumindest etwas Englisch radebrechen konnte und zusätzlich kommt man gerade in eher südlichen Ländern auch mit "Händen und Füssen" ganz gut zurecht.

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