Schöne Bibliotheken in Deutschland?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Geheimtipp: eine der größten Privatbibliotheken Europas im Schloss Laubach/Hessen

"Die Bibliothek im Laubacher Schloss ist mit rund 120.000 Titeln eine der größten europäischen Bibliotheken in Privatbesitz und birgt unvorstellbare Schätze. Die ersten Ankäufe gehen zurück auf die Mitte des 16. Jahrhunderts, auf die Zeit von Friedrich Magnus zu Solms-Laubach (1521-1561). Durch den frühen Tod seines Vaters Otto (1496-1522), der die Abspaltung einer eigenständigen Adelslinie von Solms-Lich bereits eingeleitet hatte, kam es allerdings erst 1548 zur endgültigen Teilung der Linien in Solms-Lich und Solms-Laubach – es entstand die eigenständige Reichsgrafschaft Solms-Laubach. Als erster Solmser nahm Friedrich Magnus seinen festen Wohnsitz in der Stadt. Für Laubach, nun mehr selbständig, der Beginn zahlreicher, bis heute bedeutender Entwicklungen.

So datieren erste Ankäufe für die Bibliothek aus dieser Zeit. Sie diente als Wissensgrundlage der 1555 ins Leben gerufenen Lateinschule, ebenso wie sie – gewissermassen als "Staatsbibliothek" – für Wissenschaft und (Kunst-)Handwerk in der kleinen Residenz Bedeutung hatte.

Der Gründer der Bibliothek, Graf Friedrich Magnus, war selbst oberster Hofmarschall des Kurfürsten August von Sachsen und erwarb sich in dieser Funktion große Verdienste um die Universität Wittenberg. Hier lernte er seinen späteren Freund, den bekannten Reformator Philipp Melanchthon, kennen – eine für Laubach bedeutende Bekanntschaft, führte Friedrich Magnus die Refomation doch bereits 1544 auch in seiner Stadt ein.

Dem Geiste religiöser Aufklärung und strenger Gläubigkeit blieben seine Nachfahren treu. So ist es auch zu erklären, dass die Bibliothek in allen Jahrhunderten nicht nur mit großem Aufwand erhalten, sondern stets ausgebaut und erweitert wurde.

Dank Erbschaften, Stiftungen und Zukäufen vergrößerte sich der bibliophile Schatz im Laubacher Schloss von Generation zu Generation. So fiel um 1800 etwa mit dem gesamten Kloster Arnsburg auch dessen kostbare Bibliothek an Laubach. Der Aufgeschlossenheit auch des heutigen Hausherren ist es zu verdanken, daß die gräfliche Schlossbibliothek der Öffentlichkeit zugänglich ist.

Führungen:

Zeit: Regelmäßige Führungen vom 15. April bis 31. Oktober mittwochs um 17 Uhr.

Treffpunkt: Am Schlossbrunnen im großen Schlosshof, keine Anmeldung erforderlich. Sonderführungen außer sonntags, bis max. 20 Personen auf Anfrage.

Kosten: Spenden werden erbeten

Dauer: 1 Stunde

Buchung: 06405/91040"

Quelle: http://www.laubach-online.de/Tourismus/sehenswuerdigkeiten.htm

bibliothek und archiv in marbach bei stuttgart sind unueberbietbar in sachen literarische nachlaesse und sie publizieren exzellente ausstellungskataloge.

Was möchtest Du wissen?