Rundreise Kanada und USA - Teuer und gefährlich?

8 Antworten

Auch ich würde auf jeden Fall von Kauf oder Miete eines eigenen Transportmittels abraten - das schaffst Du mit Deinem Budget auf keinen Fall, schon allein aufgrund Deines Alters!. Da rate auch ich Dir zu einem Greyhound-Pass oder auch hin und wieder zu Zugfahrten, die sind in beiden Ländern deutlich günstiger als hier in Deutschland. Da Du ja offensichtlich Studentin bist, vergiß Deinen internationalen Studentenausweis nicht - damit bekommt man in beiden Ländern oft hohe Discounts (auch bei öffentlichen Verkehrsmitteln oder Hostels/Motels).

Du könntest auch versuchen, ein Work&Travel-Visum für Kanada zu beantragen und so wenigstens die Möglichkeit haben, vor Ort immer wieder Deine Reisekasse durch einfache Tätigkeiten aufzubessern. Da weiß ich allerdings nicht, wie weit die Kontingente für Deine Reisezeit schon erfüllt wären. Man muß ja einen Work&Travel-Aufenthalt nicht unbedingt über eine teure Agentur buchen...

Bei www.helpx.net kann man (ohne Bezahlung, dafür auch mit dem normalen Touristen-Aufenthalt möglich) gegen Kost und Logis kürzere oder längere Aufenthalte als 'volounteer' einplanen - da gibt es von Farmarbeit über Kinder hüten etc. eine große Auswahl. Das bringt zwar kein zusätzliches Geld, hilft aber, Deine Reisekasse zu schonen. Und manchmal ist es auch schön, während so einer langen Reise allein immer wieder mal in einer Gemeinschaft zu sein.

Nicht nur wegen der Übernachtungskosten empfehle ich aus eigener langjähriger Erfahrung, Dich auch unbedingt bei www.couchsurfing.com zu registrieren und dort nach Gastgebern zu schauen. Gerade in Kanada und USA habe ich die Erfahrung gemacht, daß man von denen auch mal zu sehenswerten Plätzen in der Umgebung gefahren, zu Wochenend-Ausflügen mitgenommen und auch mit guten Tipps für die Weiterreise ausgestattet wird. Ich habe damit nur sehr gute Erfahrungen gemacht! Natürlich solltest Du auf die Philosophie von Couchsurfing eingehen (ganz wichtig ist der Austausch mit den Gastgebern!) und nicht nur zum Schlafen dort sein! Als Anfängerin gehst Du kein Risiko ein, wenn Du Dir die Referenzen der Gastgeber vor der Auswahl gut durchliest und Dich möglicherweise zusätzlich auf weibliche bzw. Familien-Gastgeber beschränkst. Das Angebot ist in beiden Ländern so riesig, daß Du sicherlich leicht fündig werden werden würdest.

Auf diese Weise köntest Du so viele ganz besondere Erfahrungen machen, tief in den (manchmal mehr als amüsanten und interessanten) Alltag der Menschen eintauchen und auch Plätze entdecken, die vielleicht nicht unbedingt zu den 'Must Sees' gehören, aber oft deutlich beeindruckender sein können. Die 'Must Sees' sind oft auch teuer und werden, wie ich finde, manchmal gnadenlos überschätzt. Was nützt mir der Besuch an einem solchen Platz, wenn ich für teures Geld eingekeilt in Besuchermassen davor oder darin stehe - nur, damit ich später sagen kann "das habe ICH AUCH gesehen"?

Wegen des Geldes kann ich nur sagen, was immer Du noch bis zur geplanten Abreise zusätzlich ansparen kannst, wird nur vorteilhaft sein - Du wirst nicht 'zuviel' haben :-). Das tägliche Leben (einkaufen im Supermarkt etc.) ist ähnlich teuer wie hier bei uns - aber da könnte man ja mal 'sparsam' unterwegs sein :-). Abends ausgehen, speziell in Restaurants, dagegen ist deutlich teurer, das würde ich nach Möglichkeit vermeiden! Ansonsten schau mal auf Dein Flugticket - vielleicht kannst Du das gegen eine Gebühr umbuchen. Dann könntest Du evtl. ein wenig früher zurück reisen als geplant (wenn das Geld zu Ende gehen sollte...).

Also, plane einfach weiter und mache dann eine unvergessliche Reise (auch wenn vielleicht ein paar 'must sees' am Ende fehlen sollten!) - es wird DIE Erinnerung Deines Lebens werden!

Noch ergänzend: Nimm Dir nicht zuviel vor! Selbst drei Monate sind für diese beiden Länder nicht viel - immerhin handelt es sich dabei flächenmäßig um die zweit- und drittgrößten Länder der Welt!

Lieber noch einiges für spätere Reisen aufsparen - manches lohnt sich auch für nur einen ein- (NYC, Chicago), zwei- (Florida, Neuengland-Staaten etc.) oder dreiwöchigen Urlaub und dafür gibt es immer mal sehr günstige Flüge :-)

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Halli-Hallo :),

ich habe mir jetzt wirklich überlegt wie ich es mache. Meine Informationen möchte ich gerne bewusst hier teilen, damit sich jeder ein Bild über die aktuelle Lage machen kann. Meine erste Anlaufstelle war die KfW-Bank. Der Mitarbeiter hat mich über das gesamte Verfahren aufgeklärt ist sehr detailliert auf meine Frage eingegangen. 

Der Vorteil hier wäre: 
Finanzierung ohne Sicherheiten und unabhängig vom Einkommen
flexible und moderate Tilgung (Ab Eintritt ins Berufsleben , oder 24 Monate nach Erhalt.
flexible monatliche Auszahlungsbeträge 
Alternative wäre eine privates Darlehen über einen nicht unbekannten Online Vermittler https://www.smava.de/). Auch hier hatte ich ein unverbindliches Telefonat. Ich wurde über Möglichkeiten, Rückzahlungsmodalitäten und Konditionen aufgeklärt, ohne Druck. Danach habe ich das Ganze abgewogen. DIe Vorteile wären ähnlich wie bei der KfW-Bank. Allerdings gibt es hierfür auch Nachteile: 

keinen Vor Ort Service und persönlicher Kontakt
Versuch noch oder andere Zusatzleistungen zu verkaufen

Die letzte Überlegung wäre zu warten , sparen oder ein Alternativziel anzureisen. Hierfür müsste ich dann einen weitere Werkstudententätigkeit ausführen. Es gibt eine Vielzahl an Plattformen (https://www.absolventa.de/), bei denen Studenten an gut und schlecht bezahlte Jobs gelangen. Der Bewerbungsprozess ist einfach gehalten und die Jobangebote klingen ordentlich. Meine Überlegungen sind noch nicht abgeschlossen. Allerdings bin ich jetzt Jung und habe die Chance eine unvergessliche Reise zu erleben

Ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll. Letztendlich kannst du nur entscheiden was du machst.

Aber hat man nicht als Student nicht genug kosten während des Studiums und dann noch einen Kredit aufbürden! Naja ich weiß nicht, ob das wirklich überlegt ist. Hat man nicht andere wünsche mit dem ersten Gehalt als einen Kredit abzuzahlen.

Ein Studium dauert doch nicht ewig und im Berufsleben kann man auch genug rum reisen, dann halt nur 3-4 Wochen am Stück.

Aber schön, du bist eine der wenigen, die mal Rückmeldungn gibt auf ihre Fragen.

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Schon mal ein RIESEN DANK an euch. Ich habe den Flug gebucht, weil ich super günstiges Angebot gefunden habe und schon immer mal nach "Übersee" wollte :). 

Das mit der festen Adresse wusste ich leider nicht, ich bin davon ausgegangen mir einen günstigen Bus/Auto zu kaufen, was dann mein Schlafplatz wäre um Kosten zu sparen. 

Die Planung macht sehr viel Spaß, daher erfreue ich mich über jeden Input. Allerdings stellen sich auch immer mehr Hürden. Offensichtlich stellt das Geld eine große Herausforderung dar. Was denkt ihr wie viel Geld ich in etwa benötigen werden bzw. was ich mir als Budget setzen sollte? 

Aber sehr viel recherchiert hast du anscheinend noch nicht 😉

Les dir doch ein paar Reiseberichte in diversen Foren durch und Kauf dir ein paar Reiseführer. Im Internet gibt es auch reichlich Informationen.

Ich finde das mit dem Budget ist keine leichte Frage. Studenten kommen wahrscheinlich mit weniger aus, als normal Reisende, also aus meiner Sicht sollten es mindestens 5000€ sein.

Aber bevor das klar ist, solltest du dir erstmal klar werden, wo du hin willst und was du genau vor hast. Dann kannst du dich genauer informieren.

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