Rollstuhlfahrer unternimmt Kreuzfahrt nach u.a. Tallin und St. Petersburg und braucht Rat

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3 Antworten

Hallo,

in St. Petersburg hängt das Problem wohl damit zusammen: Wenn die Kreuzfahrtteilnehmer in St. Petersburg max. 3 Tage bleiben, brauchen sie kein russisches Visum, dürfen aber das Schiff nur mit einer Gruppe im Rahmen einer offiziellen Führung verlassen. Man fährt dann mit gewöhnlichen touristischen Bussen, die nicht für die Rollstuhlfahrer bestimmt sind. Und auch manche Ausflugsziele können für die Rollstuhlfahrer leider nicht leicht bzw. überhaupt nicht zugänglich sein (z.B. wegen Treppen). Vielleicht gerade deswegen hat man Ihnen die Teilnahme an den Ausflügen abgesagt.

Wenn es so ist, dann sehe ich 2 Varianten:

  1. Sie können nachfragen, ob es möglich wäre extra für Sie und Ihre Frau ein Auto, das für den Transfer der Rollstuhlfahrer geeignet ist, zu mieten, damit Sie an den Ausflügen teilnehmen können. Habe gerade im Internet geschaut, in St. Petersburg gibt es solche Autos, aber nur wenige. Es ist noch die Frage, was das kostet.

  2. Wenn Sie und Ihre Frau sich russische Visa beschaffen, können Sie unabhängig von anderen Kreuzfahrtteilnehmern Ausflüge machen – wann Sie wollen und wohin Sie wollen. Sie können ein geeignetes Auto für den ganzen Tag mieten, evtl. noch einen deutschsprachigen Tourguide für bestimmte Führungen oder auch für den ganzen Tag (im Internet finden Sie viele Angebote für individuelle deutschsprachige Führungen). Es ist wieder die Frage, was alles zusammen kosten wird.

Informationen der Russischen Botschaft in Berlin zur Visumbeschaffung: http://www.russisches-konsulat.de/

Hoffe, es klappt mit der Besichtigung St. Petersburg! Wenn ich Ihnen mit Informationen aus St. Petersburg helfen kann, werde ich das sehr gerne machen.

Ich habe in Petersburg mehrmals Touristen in Rollstühlen gesehen. Es geht also. In St. Petersburg ist es nicht so, dass man den alten Stadtkern nur zu Fuß erreichen kann, es geht praktisch überall mit dem Auto / Bus. Es gibt nicht so viele gepflasterte Straßen/Gehwege. In den letzten Jahren wurden insbesondere im Zentrum viele Antrittsschwellen an Ampelübergängen abgesenkt, so dass auch die Rollstuhlfahrer die Straße problemlos überqueren können. Man bemüht sich auch die Museen und verschiedene Einrichtungen für die Rollstuhlfahrer zugänglich machen (es geht leider nicht so schnell). Die wichtigsten Museen - das Russische Museum (und die Schlösser, die dazu gehören) und die Eremitage - sind vollständig für die Besucher in Rollstühlen eingerichtet. Auf den Webseiten der beiden Museen steht, dass sich die Rollstuhlfahrer dort im Voraus anmelden können, aber auch beim spontanen Besuch werden die Mitarbeiter helfen.

Tipp: Damit mehr Nutzer Ihre Frage lesen können, fügen Sie am besten zu Ihrer Frage weitere im Forum vorhandene Themen hinzu: z.B. Kreuzfahrt, Kreuzfahrten, Kreuzfahrtschiff, Kreuzfahrtschiffe, Rollstuhl, Rollstuhlfahrer, St-Petersburg, Russland, Tallinn, Estland.

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Hallo, auch wir haben schon mehrere Kreuzfahrten mit meinem Vater, auch im Rollstuhl, gemacht.Aber ich muss Ihnen sagen, dass ausgerechnet die Städte, die auf der OstseeKreuzfahrt angelaufen werden, dafür äußerst ungünstig sind. Schon als Fußgänger hat man seine Probleme. Das Pflaster in den nur zu Fuß erreichbaren alten Stadtkernen ist mehr als schlecht. Es geht z. T. auf und ab, es sind häufig Treppen zu bewältigen. Außerdem wurde schon zu Sowjetzeiten wenig Rücksicht auf behinderte Menschen genommen. Gruß HeMA

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Innerhalb Tallinns sehe ich keine Probleme, auch dort fahren Rollstühle.

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