Religiöse Toleranz in Indien?

3 Antworten

Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass die Inder in Glaubensfragen sehr tolerant und interessiert sind. Sie erklären bereitwillig alles über ihren Glauben und Gottheiten und möchten im gegenzug auch viel über den christlichen Glauben und die Art in Europa zu leben, wissen.

Ich würde gerade sagen, dass eben das eines der hervorstechendsten Dinge in Indien ist! Ganz praktisch heißt das zunächst, dass jeder Im Tempel auf seine Weise betet (der eine kniet vor den Heiligtümern und drückt die Stirn dagegen, der zweite betet mit gefalteten Händen und der dritte liest einfach ein Buch, weil es in den Tempeln so schön kühl ist). Ausländer sind willkommen und bekommen mit Freude alles erklärt (solange sie die Schuhe ausziehen und sich vorher die Hände waschen) und mit den Christen hat dort schon niemand ein Problem, im Gegenteil fühlen sich die meisten Hindus dieser Religion sehr nahe. Denn auch wenn die Hindus viele tausend Götter haben - im Grunde haben wir nur einen Gott, eine Kraft im Universum, die einfach viele verschiedene Gesichter hat. Da ist für Jesus Platz ;-) der übrigens nach der Überzeugung vieler Inder mit absoluter Sicherheit auch in Kashmir war.

so lange der Glaube in Indien von Parteien und Politikern nicht mißbtaucht wird, wie z.B. im Augenblick von der ultrarechten Hindupartei, die am liebsten alle anders Gläubigen, wie Christen, Budhisten, Muslime usw. aus dem Land vertreiben möchte, so lange leben die "normalen" Inder tolerant miteinander.Aber da geht es ja nicht wirklich um Glauben, sondern um Macht und Politik. Aber meiner persönlichen Meinung nach ist Indien ein tolerantes Land, was Religionen betrifft, wenn man Deine Frage auf die Bevölkerung bezieht. Allerdings hat die politische Geschichte bis heute gezeigt, dass es da doch Probleme gibt, Beispiel Konflikt im Kaschmir, Konflikt Indien mit Pakistan. Da wird die Religion benutzt, aber von Politikern. Das ist gefährlich, weil sie sich sogar mit Atomwaffen bedrohen.

Was möchtest Du wissen?