Reise nach Tasmanien, aber wie lange?

2 Antworten

Hallo chrylady,

Du ist bestimmt schon von Deiner Reise zurück, oder? Ich hatte auch mal damit geliebäugelt eine Reise nach Tasmanien zu machen - genauer (http://www.travelessence.de/australien/rundreise-angebote/) Eine Freundin von mir, die in Neuseeland work and travel gemacht hat, meinte auch es würde sich sehr lohnen und man könnte in kurzer zeit viel entdecken, da man nicht so lange Strecken zurücklegen muss. Welche Erfahrungen hast Du gemacht? Wenn man liest das man sogar Pinguine sehen kann. Ein Traum! Viele Grüße, D

Ich war 10 Tage dort und bilde mir ein relativ viel von der Insel gesehen zu haben (aber natürlich nicht alles):

1.) Hobart:

In Hobart empfing mich entgegen aller Befürchtungen ein wunderbares Wetter (November), und dies blieb die ganze Zeit in Tasmanien. Australien erlebte in meiner Reisezeit einen Rekordfrühling mit Temperaturen auf dem Festland von über 40 Grad, in Tasmanien waren es ca. 20-25 Grad am Tag und sehr angenehm, ich hatte sehr viel Glück, was mir auch von allen Seiten mitgeteilt wurde.

Hobart selbst hat mir nicht so gut gefallen, ich hatte mir die Stadt auf Grund der Lage schöner vorgestellt, dies war zum Glück aber die einzige Erwartung die in Tasmanien nicht erfüllt wurde. Auch die Pubs und Restaurants waren nicht so schön wie auf dem Festland (entweder künstlich Schickimicki a la 'Waterfront' wie sie es weitweit nun überall gibt oder total assihaft). Da ich nur ein Tag dort verbrachte auch nicht weiter schlimm, zu erledigen hatte ich genug.

2.) Im Lake St. Clair Natinalpark:

Die erste Etappe ging von Hobart zum Lake St. Clair Nationalpark mitten in der Wildnis.

Der bekannteste Wanderweg des Nationalparks ist der Overland Track, der den 1545 m hohen Cradle Mountain am Nordende des Parks mit dem Lake St. Clair am Südende verbindet. Dies dauert jedoch 5-6 Tage, für die ich mir keine Zeit genommen hatte, ich begnügte mich mit kleineren Wanderungen und Übernachtungen in Lodges. Im Nationalpark (der Teil des UNESCO-Welterbes der Menschheit ist) bekam ich auch schnell die ersten Wallabys zu sehen, Wombats und tasmanische Teufel aber noch nicht.

3.) Im Cradle Mountain Nationalpark

Der Höhepunkt eines jeden Tasmanien-Urlaubes. Majestetisch krönt der Cradle Mountain über der Landschaft, ab dem nahe des Berges gelegenen Lake Dove werden viele Wanderstrecken angeboten. Nur die Zeitvorgaben entsprechen nicht der Realität, entweder viel zu knapp geschätzt oder auch viel zu großzügig. Keine Ahnung wer hier die Vorgaben gemacht hat, es müssen aber mindestens zwei sehr unterschiedliche Wanderer die Erfahrungen gesammelt haben.

Übernachtet wurde in einer wunderschönen Lodge mit einem sehr guten Restaurant mit einem knoblauchverliebten Koch. Ich hatte das Glück einer der wenigen Hütten mit eigenem Balkon und Blick auf den See zu bekommen, von wo aus gut Tiere zu beobachten waren. Es gibt direkt am Hotel auch einen kurzen Wanderweg, den ich etliche Male durchgegangen bin, denn hier waren immer wieder Mal Wallabys und Wombats zu sehen, tasmanische Teufel allerdings leider Fehlanzeige.

4.) Die Bay of Fire

Die Auszeichnung des Lonely Planets als der Welt 'hottest' Travel Destination im Jahr 2009 sollte man nicht ernst nehmen, dies gilt vielleicht wenn man mehrere Tage an der Bay entlang läuft, für kurze Abstecher ist die Bay aber nichts besonderes, so sparte ich mir die hier vorgesehene Übernachtung.

5.) Im Freycinet National Park

Bekannt ist der Nationalpark neben den schroffen Granitformationen vor allem auch durch die relativ einfach zu erreichende und nach ihrer Form benannte Wineglass Bay. Munter wie ich war, bestieg ich nicht nur den Aussichtspunkt, sondern wanderte auch an die Bay herunter. So richtig einsam war man hier aber leider nicht, es ging teilweise zu wie auf der Drosselgasse in Rüdesheim. Die Zeitangaben der Wanderungen waren auch hier nicht sehr hilfreich, der Aufstieg von der Bay zum Aussichtspunkt sollte 1 Stunde sein, nach 20 Minuten war ich dort und ich bin bestimmt nicht der fiteste.

Übernachtet wurde in einer wunderschönen (und sündhaft teureren) Lodge mit super Ausblick auf die Bay, das Essen top, nur leider war auch hier der Koch etwas knoblauchverliebt.

6.) Im Tasman Nationalpark

Hauptattraktion des Tasman Nationalparkes ist Port Arthur, eine ehemalige Sträflingskolonie, leider auch Schauplatz eines fürchterlichen Massakers 1996 mit 35 Toten. Es ist schon beklemmend vor einer Zelle zu stehen, in der Häftlinge monatelang ohne Gespräche führen zu dürfen eingesperrt wurden und anderseits auch an der Stelle zu stehen, an der 35 Personen grundlos erschossen wurden.

Zum Glück gibt es nicht nur düstere Dinge in dem Nationalpark, sondern auch herrliche Landschaften. Übernachtet wurde dieses Mal nicht in einer Lodge sondern in einem Hotel mit einem ordentlichen Pub, der allerdings leider bereits zum 21:00 geschlossen wurde.

Ich fand Tasmanien wunderschön, hatte allerdings auch sehr viel Glück mit dem Wetter.

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Tolle Anwort, die Lust auf mehr macht ....

Liebe Grüße.

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Wow, welch ein Reisebericht und das auch noch in absolut fehlerfreiem Deutsch! DH!

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Toller Bericht, tolle Fotos!!

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Vielen Dank, schön das euch der Bericht und die Bilder gefallen :-)

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toller Urlaub, toller Bericht :-)

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