Reise nach Nigeria. Wie gefaehrlich ist es dort?

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3 Antworten

Das Auswärtige Amt rät folgendes:

Landesspezifische Sicherheitshinweise Von Reisen in die Bundesstaaten Delta, Bayelsa, Rivers und Akwa Ibom und der vorgelagerten Küstengewässer wird dringend abgeraten.

In diesen Bundesstaaten besteht ein hohes Anschlags- und Entführungsrisiko, nicht nur auf dem Festland, sondern auch auf der Küste vorgelagerten Einrichtungen (z.B. Ölbohrplattformen) und auf den Wasserwegen (einschließlich des küstennahen Seegebiets zu Kamerun / Bakassi-Halbinsel). An vielen Orten gelten verschärfte Sicherheitsvorkehrungen von Polizei und Militär. Es kommt lokal immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und bewaffneten Gruppen, teilweise auch in größerem Umfang wie bei den Militäroperationen vom September 2008 und vom Mai/Juni 2009.

Reisende sollten sich vor Reisen außerhalb von Abuja und Lagos stets in nigerianischen und internationalen Medien über die aktuelle Sicherheitslage informieren.

Die gewaltsamen Auseinandersetzungen in den mittelnigerianischen Städten Jos am 28.11.2008 mit über 300 Todesopfern sowie in Bauchi am 21.02.2009 haben gezeigt, dass lokale, kurzfristige Konflikte unversehens ausbrechen können.

In den Ölfördergebieten in der Region des Niger Deltas, das die nigerianischen Bundesstaaten Delta, Bayelsa, Rivers und Akwa Ibom umfasst, kommt es immer wieder zu Kämpfen zwischen paramilitärisch organisierten Banden und Sicherheitskräften, aber auch untereinander. Dies gilt insbesondere für die Stadt Port Harcourt und die Gegenden an den Mündungsläufen der Flüsse.

In den letzten Jahren waren in dieser Region auch zahlreiche bewaffnete Angriffe auf Einrichtungen ausländischer Ölgesellschaften sowie gezielte Entführungen ausländischer (meist westlicher) Mitarbeiter von in der Region tätigen Unternehmen zu verzeichnen. Ein Aufenthalt in der Region sollte aus diesem Grund nur dann erwogen werden, wenn umfassende Sicherheitseinrichtungen einer Organisation (z.B. Unternehmen) in Anspruch genommen werden können (gesicherte Transporte, gesicherte Unterkünfte).

In Nigeria können, meist kaum vorhersehbar, in allen Regionen lokale Konflikte zwischen dortigen Bevölkerungsgruppen mit gewaltsamen Zusammenstößen und Todesopfern aufbrechen. Ursachen und Anlässe sind politischer (z.B. im Zusammenhang mit Wahlen), religiöser und/oder ethnischer Art. Meist sind diese Auseinandersetzungen von nur kurzer Dauer (wenige Tage) und örtlich begrenzt (meist nur einzelne Orte, in größeren Städten nur einzelne Stadtteile, nie ganze Bundesstaaten).

Autofahrten, insbesondere über Land, sollten nur mit ortskundigen und zuverlässigen, möglichst persönlich bekannten und einheimischen Personen durchgeführt werden, vorzugsweise im Konvoi. Fahrten bei Dunkelheit sollten in jedem Fall wegen erhöhter Überfallgefahr sowie der teils katastrophalen Straßenzustände vermieden werden. In weiten Regionen muss auch bei Tag mit Überfällen gerechnet werden. Von Busreisen im Land wird abgeraten.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate in Nigeria ist hoch. Insbesondere in der Wirtschaftsmetropole Lagos kommt es immer wieder zu Serien bewaffneter Überfälle, auch in den von Ausländern bevorzugten Stadtgebieten Victoria Island, Ikoyi, Lekki und Ikeja.

Zum Schutz vor Diebstahl und Raub wird empfohlen, Barmittel, Fotoausrüstung und andere Wertgegenstände vor Blicken Dritter zu schützen, auf das Tragen von Schmuck vor allem auf öffentlichen Plätzen/Märkten zu verzichten und keine Kreditkarten einzusetzen. Für den Fall eines bewaffneten Raubüberfalls wird dringend geraten, keinen Widerstand zu leisten und Wertgegenstände herauszugeben.

haengt natuerlich davon ab, wo du hingehst. aber wenn du dich in den stadtzentren bzw in touristenorten aufhaelst, dann ist es sicher.

Grundsätzlich ist Nigeria sehr gefährlich - wie leider viele Staaten in Afrika.

Wenn allerdings Freunde von Euch dort arbeiten, dann dürften die ja wohl sehr gut abschätzen können, wohin und wie Ihr Euch bewegen dürft und wo absolute No-Go-Areas sind.

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