Preisunterschied für Flüge ab Schweiz und Deutschland. Wie kommt er zustande?

7 Antworten

Hallo Suisso,eine interssante Frage die ich mir auch schon gestellt habe,aber nicht nur die Flugpreise der Schweiz betreffend.....Da ich so einigermaßen in der Welt umherkomme und ein kontaktfreudiger Mensch bin, tauscht man sich ich hier und da mit deutschssprachigen Touristen aus, ohne nun gleich die Kontostände zu vergleichen.Ich habe mehrfach erfahren ,dass besonders bei Fernreisen Reisende aus der Schweiz erheblich mehr bezahlt hatten als wir von Deutschland aus.Bei einer Kreuzfahrt von Kapstadt nach Europa im Frühjahr dieses Jahres waren das 1300 $ pro Person,im letzten Jahr in Süsostasien noch mehr. Über die Gründe könnte ich nur spekulieren, aber Du scheinst mit dem Begriff Lohnhochburg Schweiz nicht ganz falsch zu liegen Dietrich aus Halle/Saale

Das ist eine sehr gute Frage, suisso, die auch mich und viele andere Schweizer User interessieren dürfte. Diese hohen Preisunterschiede Schweiz/Deutschland betreffen auch Reisen und Kreuzfahrten, die man in Deutschland bucht - die sind immer um ein vielfaches billiger als hier bei uns. Ab der Schweiz muss man dann einfach die Anfahrt noch rechnen und selbst dann kommt es noch viel günstiger !! Ich dachte immer, das sei der Kursunterschied, dem ist aber nicht so, ich bin ja gespannt, was wir da als Antworten bekommen :-)

Das dürfte eine Mischung aus Angebot und Nachfrage und der aktuellen Überbewertung des Franken sein.

Die Fluggesellschaften kalkulieren ihre internationalen Preise in US-Dollar (in der Währung fallen auch die meisten Kosten an) und rechnen erst recht spät im Prozess auf Landeswährung um. Lange Zeit lag der Franken irgendwo zwischen 1,50 bis 1,60 SFr pro Euro. 2011 setzte als Folge der Vertrauenskrise eine Überbewertung des Franken ein, der ja (Schweizer werden das in angenehmer Erinnerung haben) fast auf Parität anschwoll und jetzt bei 1,20 SFr pro Euro gehalten wird. Diese Überbewertung ist nur der spekulativen Nachfrage nach Franken als Fluchtwährung geschuldet, nicht veränderter Kaufkraftparitäten. Die Preisdifferenz, die Du nennst, spiegelt ja auch etwa diese 30 %ige Überbewertung wider.

Offensichtlich haben die Fluggesellschaften in der Schweiz auf dieser Basis hinreichende Nachfrage, so dass sie das Währungsgefälle nicht korrigieren müssen. Fairerweise müsstest Du die Preisdifferenz auch noch um die erhöhten Anfahrtskosten nach FRA oder auch STR und, zumindest bei frühen Abflügen, auch notwendige Übernachtung dort bereinigen.

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