Nur 10 Tage China, was ist möglich ?

5 Antworten

China ist riesig, da gibt es in 10 Tagen zumindest nach deutscher Reiseart nur ein entweder oder. Wir haben mal die Turbo Tour in 2 Wochen Beijing, Shanghai und Guilin gemacht. Das rumgehetze war nichts für mich. Ich hätte die zwei Wochen lieber komplett auf auf den Reisterrassen in den Bergen verbracht.

Wenn es solche Möglichkeit wäre, besucht man unbedingt die Zeremonie der chinesischen Hochzeit. Chinesische Hochzeiten sind üppig, voll, laut und lustig, ganz wie im Spielfilm "Das Hochzeitsbankett" http://www.experto.de/b2c/reisen/asienreisen/china/reiseziel-china-alltag-in-china-chinesische-hochzeit.html

Hallo elga1,

bitte achte in Zukunft darauf, dass wiederholtes Posten derselben Links als Werbung aufgefasst wird und auf dieser Plattform nicht erlaubt ist. Deine Beiträge werden sonst gelöscht.

Herzliche Grüße,

Julia vom reisefrage.net-Support

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Ich war auch viel in China unterwegs und kann dir sagen, dass es schon machbar ist, wenn du in einer Stadt bleibst. Beijing ist auf jeden Fall sehenswert. Die Verbotene Stadt, den Himmelstempel, das Lamakloster Yonghe Gong und den Sommerpalast Yihe Yuan solltest du auf jeden Fall besuchen. Das ist meiner Meinung nach Pflichtprogramm.

Fürs Shoppen würde ich nicht so viel Zeit aufwenden. Das würde ich am letzten Tag machen, wenn du alles Sehenswerte bereits gesehen hast. Schade, dass du nur so wenig Zeit zur Verfügung hast, denn sonst hätte ich dir auch noch die Guilin vorgeschlagen. Die Landschaft dort ist einfach einmalig.

http://www.reisefrage.net/video/china-guilin

Ich beziehe mich mit meiner Antwort ein wenig auf die von sternmops:

Chengdu und Kunming, die Hauptstädte der von sternmops genannten Provinzen Sichuan/Sezhuan und Yunnan und auch Guilin in Guangxi sind, im Vergleich zu deutschen Städten, riesige Großstädte - für 'Shopping' ist dort mehr als genug gesorgt!

Ja, der Flughafen von Chengdu hat das Kürzel CTU, ist aber nicht der einzige in Sichuan!

Der Emei Shan ist in Sichuan, etwa 200 km von Chengdu entfernt. Der Huanglong NP und Songpan ebenfalls, während Dali und Lijiang in der Provinz Yunnan, ganz im Süden des Riesenreiches, liegen. Ganz im Süden ist auch die Provinz Guangxi mit Li-Fluß, Guilin und Yangshou!

Du siehst, mit 10 Tagen wird es eng! Ich würde entweder nur Beijing mit allem Sehenswerten in und um die Stadt empfehlen - dazu gehören m.E. neben den üblichen touristischen Hotspots hinaus auch einige 'Streifzüge' - z.B. durch einen der vielen Parks in der Stadt (besonders schön der Ritan-Park ganz frühmorgens!) und die meist angrenzend irgendwo stattfindenden 'Morgenmärkte' oder auch sich einfach mal treiben zu lassen und zu sehen, was einem so unterkommt!

Oder, falls mehr Naturdenkmäler und Buddha-Statuen angesagt sind, gleich nach Chengdu fliegen und dort die genannten NP etc. besuchen.

Zhangjiajie ist wirklich ein Traum und noch sind dort mehr chinesische als ausländische Touristen unterwegs - aber es gibt halt sonst nicht viel mehr zu sehen, alss die traumhafte "tuschebild-artige" Landschaft zu sehen!

Was wirklich sehr schön ist, aber auch sehr touristisch, ist Gulin und Umgebung. Mein Tipp wäre, nicht mit den Touristenschiffen auf dem Li-Fluß nach Yangshou zu fahren, sondern versuchen, ein Boot einer einheimischen Familie anzuheuern und ganz gemächlich auf dem Fluß entlang zu schippern. In Yangshou würde ich ein paar Nächte bleiben und mit dem Fahrrad die Umgebung erkunden, vielleicht bis nach Fuli mit seinem herrlichen Markt zu fahren oder auch zum Mondberg. Guilin könnte man auch noch mit Guangzhou/Kanton oder auch Hongkong verbinden!

Es kommt jetzt darauf an, was Dein Freund sehen möchte - das 'typische China', dann eher Beijing, die großartige Natur dieses Landes, dann eher eins der anderen genannten Ziele! Es wird Deinem Freund also nichts anderes übrig bleiben, als noch einmal nach China zu fahren - und dann vielleicht für 10 Wochen :-)!

Ja, er kann sich zwischen Beijing und Chengdu nicht entscheiden. Yunnan fällt weg, da die ( für China ) Malariagefahr recht hoch ist.

200km wäre ja noch eine Distanz die an einem Tag möglich wäre. Wie sieht es denn mit einfachen aber sauberen Unterkünften in der Nähe von Leshan oder dem Emei Shan aus ?

Wäre es möglich in 10 Tagen ( ohne Stress ) die folgende Sehenswürdigkeiten zu schaffen : Nationalpark, Panda Aufzuchtstation, Mount Quincheng, Leshan Buddha, Emei Shan, Black Dragon Pool und erlaubt es die Distanz das man nur 2 oder 3 verschiedene Unterkünfte benötigt ? Wie sieht das denn Preislich aus mit evtl Eintrittspreisen, Fahrtkosten Übernachtungen in der Nähe, Essen etc. ? Hält sich das im Rahmen ?

Danke & Grüße

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@moorea

Einen Black Dragon Pool kenne ich nur in Yunnan, nicht in der Nähe von Chengdu. Für den NP würde ich vorsichtshalber 2 Tage rechnen (kommt darauf an, wie er mit den öffentlichen Verkehrsmitteln dort zurecht kommt). Ähnliches gilt für Emei Shan und Leshan - das besondere am Emei Shan ist ja die Besteigung, Übernachtung oben auf dem Berg und am nächsten Tag wieder runter. Da kommt es ganz darauf an, wann ein Zug von Chengdu hingeht und wann wieder einer zurück - deswegen hier mind. 2- 3 Tage einplanen! Mount Quincheng und die Panda-Station sind ja innerhalb bzw. knapp außerhalb er Stadtgrenzen, das ist dann jeweils 1/2 bis 1 Tag, je nachdem, wie intensiv er sich mit beidem beschäftigen möchte. Dann noch die Stadt an sich - da wären 10 Tage ohne größeren Streß durchaus möglich! Wegen der Preise und Unterkünfte - das ändert sich, wie überall auf der Welt, ja doch im Lauf der Zeit - aber erfahrungsgemäß ist das Preisgefüge für alles nach wie vor in China eher günstig.

Ich würde für so einen China-Neuling aber unbedingt zu Beijing raten - der Umgang mit Bussen und Bahnen außerhalb der Hauptstadt kann manchmal ganz schön gewöhnungsbedürftig sein und ob das für einen Neuling so prickelnd ist, wage ich zu bezweifeln - oder spricht er Chinesisch?

In Beijing ist die große Vielfalt an Sehenswertem relativ gut erreichbar (notfalls auch mit einem Taxi), die Bevölkerung dort ist Touristen gewohnt und man kann sich inzwischen mit vielen Leuten zumindest rudimentär in Englisch oder einer anderen Fremdsprache verständigen, es gibt auch jede Menge preiswerter Hostels (wo man zum einen gute Tipps zum Rumkommen bekommen kann und zum anderen vielleicht auch den einen oder die andere BegleiterIn für die eine oder andere Tour findet - gerade zur großen Mauer nach Badaling wäre ein Wagen oder Kleinbus mit Chauffeur, den man sich zu mehreren teilt, schöner als eine vorgefertigte Tour - man hat überall so lange Zeit, wie man möchte und kann auf der Mauer auch Strecken entlang wandern, wo die Gruppen aus Zeitgründen nicht hinkommen! Die Auswahl an Plätzen zum Essen gehen etc. ist auch reichlich!

Und ich persönlich finde einfach, wenn man das erste Mal nach China fährt, sollte man sich etwas mit der Geschichte des Landes auseinander setzen - und da gibt es natürlich in Beijing die meisten Plätze, Gebäude und Geschichten!

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@Roetli

Ok super, vielen Dank für die Infos ! Nein, chinesisch spricht er nicht. Und mit dem Taxi von Chengdu nach Leshan ist nicht möglich oder wäre das extrem teuer ? Oder zwischen Chengdu & Leshan einen Zwischenstopp bei einer anderen Sehenswürdigkeit gehalten so dass das Taxi nur 100km fährt und am nächsten Tag oder so ein anderes die anderen 100km ? Habe gelesen das man von Leshan nach Emei Shan nur ca. 30min fährt.

Vielleicht wird ihm nichts anderes übrig bleiben als das er 2013 Beijing und 2014 Sichuan erkundet ;-) !

Danke & Grüße,

moorea

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Um dem allgemeinen Tenor eine weitere Stimme hinzuzufügen: Bei nur 10 Tagen würde ich wirklich Peking empfehlen und das dafür "anständig" erkunden.

10 Tage sind schnell weg wenn man sich dort etwas Zeit lässt.

Wäre noch wichtig zu welcher Jahrezeit ? Ich hatte letztens das zweifelhafte Vergnügen Beijing im Juli zu besuchen da ist das Verlassen der klimatisierten Räume eine Qual und die Mauer ab Mittag die Hölle.

Ich würds so machen:

1 Tag (Ankunftstag): Locker angehen mit einem leichten Abendlichen Ausflug ins alte Händlerviertel (südlich vom Tiananmen Platz) "Finger weg vom Peking Enten Restaurant "Quanlude" wird in jedem Reiseführer empfohlen ist purer Touristennepp"

2 Tag: Chinesische Mauer, hier würde ich oberallerwärmstens empfehlen die Mauer bei Mutianyu zu besuchen, dort ist es bei weitem noch nicht so überlaufen wie in Badaling und Jinshanling. Auf dem Rückweg von Mutianyu kann man super am Tempel der Roten Meeresschnecke reinsehen, eine echt tolle und riesige Tempelanlage mit einem großen Statuenpark

3 Tag: Lama Tempel und Konfuziustempel, die beiden liegen relativ dich beieinander (ist das Gerüst am Lamatempel eigentlich wieder weg ?). Von dort aus kann man prima in die Wudaoying Hutong streifen, die alten Wohngebiete sind wirklich toll. Wer es ein bischen künstlerisch mag, die Fangjia Hutong ist ebenfalls dort um die Ecke. Abends sollte man unbedingt die Geisterstrasse aufsuchen, wenn alles mit roten Laternen beleuchtet ist ist das ein irrsinns Anblick und ausserdem gibt es dort tolle "Hot Pot" Restaurants.

4 Tag: Verbotene Stadt (Ich persönlich könnte dort alleine 3-4 Tage verbringen, wer es dort aber weniger lang aushält kann natürlich prima den Tiananmen Platz, den Beihei Park und den Kohlehügel mitnehmen, dann ist der Tag aber echt um .

5 Tag: Ming Gräber ... Eigentlich nicht wirklich spektakulär aber nett mal gesehen zu haben um mitreden zu können ^^ ... Ganz klassisch würde ich Chang Ling, Ding Ling und die Allee der steinernen Statuen ansehen. Auf dem Rückweg bietet sich noch ein Besuch des alten Sommerpalastes an

6 Tag: Himmelstempel ... eines der ganz großen Highlights Beijings. Zum frühen Abend und Sonnenuntergang dann zum Olympiastadion. Das "Vogelnest" sollte man auch unbedingt gesehen haben und der Trubel dort ist auch sehr sehenswert.

7 Tag: Glockenturm, Trommelturm, Song Qingling Residenz, Guanghua Tempel ... die liegen alle mehr oder weniger direkt beieinander und die Hutongs in dieser Gegend sind wirklich toll.

8 Tag: Sommerpalast ... die schönste Parkanlage Pekings ... unbedingt einplanen.

9 Tag: Huch, schon wieder 1 Tag vor Abreise und noch keine Souvenirs ? Dann würde ich noch einen Abstecher zur Shoppingmeile Wangfujing machen, die mutigen können an der Wangfujing Snack Street noch ein paar Insekten knabbern ...

10 Tag: Abreise (Mann geht das schnell in Beijing ^^) ... und was haben wir noch nicht gesehen was ICH noch vorschlagen würde ? Die Tempel und Parks in den Westbergen rund um den Xiangshan Park, die habe ich nichtmehr unter bekommen, aber das Programm lässt sich natürlich noch deutlich anziehen um die reinzuquetschen ^^

Am entspanntesten ist es gleich bei Ankunft einen "Dauerauftrag" mit einem Taxifahrer zu vereinbaren um nicht jeden Tag aufs neue ein Taxi jagen zu müssen, ausserdem kann man dann prima Rabatte aushandeln wenn man so viel Kilometer "im Paket" kauft ....

Peking ist einfach eine umwerfende Stadt in der einen mehrere Tausend Jahre Geschichte und Kultur an jeder Ecke auflauern ...

DH - tolle, ausführliche Antwort!

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Super Antwort !!! Vielen Dank ! Wenn er sich für Beijing entscheidet, kann er Deinen Ablauf genau so übernehmen ! Ich habe mal die Westberge / Xiangshan Park gegoogelt und das sieht wirklich interessant aus ! Vielleicht kann er ja noch irgendwie einen Tag mehr buchen und das mitnehmen. Ist das machbar an einem Tag, diese Tempel & Parks in den Westbergen zu erkunden ? Einen Dauerauftrag mit einem Taxifahrer auszuhandeln ist ne sehr gute Idee. Sind die auch alle soweit zuverlässig ?

Also das er 2x nach China muss ist scheinbar fakt. 1x Peking 1x Sichuan o.ä.

Achso, wäre der Zoo von Beijing empfehlenswert ? Da sollen die Pandabären frei rumlaufen ?! Ist es auch möglich diese zu streicheln ?

Danke & Grüße

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@moorea

Noch eine Frage vergessen. Gibt es eigentlich eine Möglichkeit ein Shaolin-Kloster zu besuchen, in dem die Shaolins noch traditionell auf den großen Plätzen trainieren und man zuschauen kann ?

Es soll ja auch viele Schulen geben, aber da fehlt einfach dieses mystische... oder kann jemand was gegenteiliges berichten ?

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@moorea

Über den Zoo in Beijing kann ich leider nicht aus persönlicher Erfahrung berichten, den habe ich noch nicht besucht.

Ein "traditionelles" Shaolin Kloster wirst du wohl in ganz China nichtmehr finden. Das "echte" Shaolin Kloster ist in der Provinz Henan am Berg Songshan ... also ohne Flugreise wird ein Besuch dort wohl nichts werden. Es ist aber auch kein "einsames" Kloster mehr in dem Kriegermönche meditieren und dann 12 Meter hoch springen. Zum einen ist es nun eine Art Internat für gutbetuchte Chinesen in dem neben anderen Fächern halt auch Wushu und viel Disziplin gelehrt wird. Zum anderen wird dort mit dem Shaolin Kult gutes Geld verdient, es gibt Merchandising Shops und regelmässige Wushu Vorführungen.

Wenn du ein bischen mystisches China haben willst fahr raus aufs Dorf und schau dir einen Tempel an der normal nicht von Touristen besucht wird ... da gibt es noch echte Mönche. Ich bin kein religiöser Mensch aber wenn ich eine Religion wählen müsste wär es Buddhismus. Die Tempel ziehen mich magisch an.

Meine Frau (selbst Chinesin) verdreht immer die Augen wenn mal wieder halt gemacht werden muss weil ich wieder einen Tempel gesichtet habe ^^ Ihr Onkel ist eine wahre Enzyklopädie und er hat zu jedem Tempel und jeder Ruine was zu erzählen ... nur das meine Frau das alles übersetzen muss, dafür reicht mein Chinesisch nicht aus.

Wenn du was spannendes sehen willst, steh früh auf und geh in China in einen Park, dort kommen die Menschen zusammen und trainieren. Einige machen "nur" Gymnastik, aber sehr viele machen Tai Chi und einige Schwertkampf (oder Schwerttanz ?), sehr spannend für uns Europäer die so etwas eigentlich nicht kennen.

Also ich fand die Taxifahrer dort sehr zuverlässig, einmal mussten wir den Fahrer zwar wecken als er schlafend in seinem Auto vor unserem Hotel stand, aber er war da. Aber Pech kann man überall haben, wir hatten bisher keines.

Mach dir keine Illusionen ... auch 2 mal China reicht nicht aus ^^

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@Sanguis

Das es die richtigen "traditionellen" Shaolin Kloster nicht mehr gibt, das habe ich mir schon fast gedacht. Ich glaube über das Shaolin Kloster in Henan habe ich mal eine Reportage gesehen, in der auch erwähnt wurde, das nun alles eher auf Touristen ausgelegt ist.

Könntest Du mir noch ein Dorf bzw. einen Tempel nennen, welches noch dieses "mystische" ausstrahlt und Du empfehlen kannst ?

Früh morgens in den Park gehen hatte ich vor, das hatte auch schon jemand empfohlen.

Mal sehen was die Jahre noch so bringen, vielleicht kann ich irgendwann auch Menschen so ausführlich helfen & über China berichten ;-) !

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@moorea

Irgendeinen Tempel ? Den "alten" Tempel im Heimatort der Familie meiner Frau, Qingtian. Auf dem Berg sind morgens viele Leute aus der Stadt solange es kühler ist und treiben Frühsport oder quatschen einfach, die Tempelanlage selber ist schattig gelegen und kaum besucht, tagsüber ist das Areal menschenleer und im Tempel herrscht absolute Ruhe ...

Ich weiss nicht ob der Link hier zu meiner Fotogalerie klappt:

https://picasaweb.google.com/108719153673715421556/China#

aber das ist schon ein wenig weg von Beijing ... ich gehe aber davon das die "normalen" Tempel in den Dörfern im Norden nicht so anders sind, wichtig ist dabei wirklich aus der Touristenzone herauszukommen.

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