Nochmals Dringede Frage wegen Storno einer Ferienwohnung

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4 Antworten

Klar, wenn die Ferienwohnung schon so frühzeitig gekündigt wurde, daß der Vermieter sie locker erneut vermieten konnte und er trotzdem 100 % Stornokosten von Euch haben will, dann ist das natürlich schon irgendwie ein Sich-Bereichern. Würde ich auch so empfinden.

Das mit den Stornokosten ist im § 651i BGB geregelt. Ich bin kein Jurist, aber wir waren selbst schon mal in einer ähnlichen Situation, da ist man uns dann aber mit den Kosten entgegengekommen, wohl aber auch deshalb, weil wir dort schon seit Jahren Gäste waren und man es sich mit uns nicht verderben wollte (vermute ich zumindest). Generell dürfen sie wohl die reinen Mietkosten (eben die Kosten abzüglich der nicht entstandenen Aufwendungen wie Endreinigung und Strom usw.) tatsächlich in voller Höhe verlangen.

Deswegen buche ich wenn irgend möglich immer so gern über booking.com, weil man da als Kunde wirklich richtig günstige Stornobedingungen hat.

Letzter Satz, guter Tipp!!

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@ManiH

Für die Zukunft werde ich mich dann wohl auch mal bei Booking.com Umschauen. Danke für den Tip

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Soweit ich informiert bin, wird das von den Geirchten wie folgt betrachtet:

Du schuldest dem Vermieter den Anspruch auf den Mietpreis , abzgl. nicht entstandener Kosten für Wasser, Strom, Wäsche, Endreinigung, also rund 90%.

Allerdings nur dann, wenn dem Vermieter ein Schaden entstanden sein sollte.

Hat der Vermieter die Wohnung in dem von Dir gebuchten Zeitraum weitervermietet, kann man davon ausgehen, dass kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist (ev. hat er die Wohnung im Lastminute zu einem guenstigeren Preis vermietet).

Also hartnäckig bleiben und Nachweise einfordern. Besser kommt man aber, wenn man generell eine Reiserücktrittsversicherung abschliesst, kann mna online machen udn kostet auch nicht viel.

Ciao

N.S; Ich rate Dir erst noch einmal zu versuchen, mit dem Vermieter in einem persönlichen Gespräch (Telefonat) unter Angabe deiner zwingenden Gründen, den Rücktritt von der Buchung der Ferienwohnung zu erklären und zu einer einvernehmlichen Einigung, bzw. zu einem annehmbaren Kompromiss zu kommen.

Denn sollten sich die Fronten verhärten, hast du nur die Wahl zu bezahlen oder einen Fachanwalt für Reiserecht einzuschalten, was erst mal ein neuer zusätzliche Kostenfaktor ist. Dabei kommt es auch noch darauf an, wo sich der zuständige Gerichtsstand befindet (im Ausland?, wäre sicher schwieriger und teuerer)? Solltest du eine Rechtsschutzversicherung haben, kannst du dort mal fragen, ob sie die Kosten für einen Anwalt übernehmen.

Auch die Verbraucherberatung hat Anwälte und auch dort musst du dann gewisse Kosten übernehmen.

Insgesamt gesehen ist eine annehmbare Einigung immer vorzuziehen, denn Recht haben und vor dem Gericht Recht bekommen sind zwei ganz verschiedene Dinge, auch in Deutschland.

Hier geht es eindeutig um eine Rechtauskunft die wir hier nicht leisten können. Ich Rate dir daher zu einem Fach-Anwalt für Reiserecht, vielleicht auch zur Verbraucherberatung, auch sie haben Anwälte.

Ob du dort richtig bist, bin ich mir nicht sicher, aber fragen, kostet ja nichts.

Drucke die alles im PC aus, auch den neuen Belegungsplan und nimm alle Unterlagen mit zur Beratung.

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