Neuengland mit dem Wohnmobil?

3 Antworten

Wenn Du allein unterwegs sein wirst, würde ich zu einem Pkw raten - schon allein deswegen, weil man dann guten Gewissens die mehr als zahlreichen B&Bs überall nutzen könnte! Und die sind in Neu-England oft in uralten Häusern in kleinen Ortschaften und manchmal ganz besondere Gebäude (Leuchttürme, alte Schulhäuser, Lofts in alten Fabrikhallen...) untergebracht und mit ebensolchen Möbeln ausgestattet - einfach nur traumhaft! Da kommt man dann auch abens im Wohnzimmer neben den Vermietern auch schnell mit anderen Reisenden in Kontakt!

Die öffentlichen Verkehrsmittel sind dünn gesät - an der Küste und einmal quer durch Richtung Norden gibt es ein Bahnstrecke und ansonsten einige Busse! Aber die schönsten Orte und Landschaften erreichst Du damit nur sehr umständlich! Also ein Auto sollte es schon sein - ein Wohnmobil muß es nicht unbedingt sein (günstiger ist es wahrscheinlich auch nicht!).

Meine Eltern haben Neueungland im vergangenen Jahr mit dem Wohnmobil bereist und waren ganz begeistert! Du hast natürlich dein "Schlafzimmer" immer dabei und musst nicht ewig den Koffer ein- und auspacken. Es kommt natürlich auf deinen persönlichen Reisegeschmack an, ob dir so etwas liegt. Es scheint sehr komfortable Camper dort zu geben, die wohl keine Wünsche offen lassen. Die praktischste Variante ist es allemal... Ich würde mich im Reisebüro mal nach den Kosten erkundigen, auch für die Campingplätze vor Ort. Schöne Reise!

Wir haben letztes Jahr Familienurlaub mit dem Wohnmobil ab Boston (Massachusetts, New York State) gemacht. Es war sehr spannend und wir haben viel erlebt. Campen in den USA ist wirklich einfach. Es war toll, überall einfach bleiben zu können, wir haben nie vorreserviert und hatten nur ein einziges Mal Pech, da kamen wir aber auch recht spät. Superschön sind die Campingplätze in den Stateparks - zwar nicht so komfortabel wie die privaten, aber landschaftlich wunderwunderschön, oft direkt an einem See und/oder mitten im Wald. Und man hat immer die Möglichkeit, Lagerfeuer zu machen, Feuerholz vor Ort zu kaufen, zu Grillen, die Leute sind sehr nett und zuvorkommend und man kommt überall, selbst an der Tankstelle, ins Gespräch. EInkaufen ist auch sehr einfach, Du kannst den gesamten Campingbedarf im Walmart kaufen, brauchst nur Kleidung mitzunehmen. Die Parkplätze sind immer riesig und auch in den Städten ist es kein Problem, mit der Kiste umherzufahren. Mit der Familie war es ein tolles Erlebnis, man muss halt damit klarkommen, dass man nicht wirklich viel Raum zum Rückzug hat.

U.a. deshalb war es kein "entspannter" Urlaub, das wußten wir z.T. schon vorher. Unser Wohnmobil war leider eine ziemliche Klapperkiste und es war anstrengend, damit länger zu fahren - würde daher von z.B. Cruise America dringend abraten, die sind groß und die Fahrzeuge häufig alt, was ich leider zu spät in versch. Foren gelesen habe. Wir sind nicht wirklich schnell vorangekommen, sind allerdings auch bis zu den Niagarafällen gefahren. Die Straßen sind nicht sehr gut, weil wohl nicht genug Geld da ist, alles nach den kalten Wintern wieder zu reparieren, also ständig Löcher und Hubbel, bei denen man das Gefühl hat, die Schränke fallen auseinander. Man kann allerdings auch Glück haben mit dem Fahrzeug, dazu könnte ich Dir, wenn dann der Bedarf besteht, noch mehr Tipps geben (Vermietung, Mietbare "Pakete", Check beim Start, Literatur usw.).

Und insgesamt würde ich tippen, dass es auch etwas teurer wird, als wenn man ein normales Auto + Motels mietet. Wohnmobilvermieter bieten oft einen Frühbucherrabatt, wenn Du bis max. 1/2 Jahr voraus buchst. Wenn Ihr auf keine Zeit angewiesen seid, kann man z.B. auch für CANUSA Ferry-Touren machen, d.h., Ihr überführt für die Vermietung ein Wohnmobil von A nach B nach deren Bedarf, das sind dann ganz gute Angebote, wenn man zeitlich und räumlich flexibel ist.

Falls Ihr zu zweit seid, gibt es sowieso kleinere, komfortablere Modelle, das würde ich glaube ich dem Autofahren vorziehen. Aber man muss schon diese Art, Urlaub zu machen, mögen.

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