Nehmt ihr auch im Ausland Anhalter im Auto mit?

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7 Antworten

Wir haben und nehmen immer noch Anhalter mit. Ich kann mich nur zu gut an meine eigene Jugend erinnern und wie oft und vor allem wie lange ich manchmal auf eine Weiterfahrt gewartet habe.Ein wenig achte ich auf das äußerliche und wir nehmen nur Paare, oder ein bis zwei Mädels oder eine männliche Einzelperson mit. Niemals zwei Männer. Zwei Männer in unserer heutigen Zeit mitzunehmen ist mir dann doch ein bisschen zu gefährlich. Haben aber noch nie Probleme mit unseren Mitfahrern gehabt, im Gegenteil, die Zeit verflog sehr schnell und einige Male haben wir die Anhalter sogar bei uns übernächtigen lassen. Wir haben viele interessante Gespräche mit den Anhalten gehabt und mit einigen haben wir sogar noch heute Kontakt. Ob ich Anhalter mitnehmen würde wenn ich als Frau alleine im Auto säße glaube ich nicht aber wir sind immer im Doppelpack unterwegs und das macht die Sache natürlich viel einfacher. LG

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Auch wenn schon der Stern vergeben ist, gebe ich, verbunden mit den besten Wünschen für das Reisejahr 2014, gerne noch meinen Senf dazu:

JA! Und nochmals JA.

Weil ich selbst oft mitgenommen wurde. Hier ein paar Geschichten dazu, wen's evtl. interessiert:

Einmal sogar mitten in der Nacht in einer kalifornischen Wüste und ausgerechnet an Heilig Abend. Meine Frau wartete in einer Kneipe auf mich und ich hatte mich schlicht bei einer "Abkürzung" verfranst und unser Auto nicht wieder gefunden. Mitten in der Nacht nahm mich endlich jemand mit, der sogar viel Schiss hatte und mich mehrfach fragte, ob ich auch wirklich nicht bewaffnet sei und ihn überfallen wolle. Ich konnte meine Frau "retten", bevor sie in Palm Springs aus der Kneipe flog. Denn das Geld hatte ich "natürlich" auch noch.

In Haines Junction verpasste ich den letzten Bus und so beinahe meinen Flieger. Ein Pfarrer (sic!) nahm mich mit. Der fuhr zu einem Bibeltreffen und ich sass gefühlt auf 250 heiligen Schriften. Die drückten mächtig am Gesäss, aber ich kam pünktlich zurück. Bei einem evtl. Unfall hätten wir sicher unmittelbar Einlass ins Paradies erhalten!

Zwischen dem kanadischen Yukon und Skagway/ Alaska versetzte mich durch eine Datumsverwechslung der Fahrer, der mich abholen sollte. Keines der wenigen Fahrzeuge hielt dann an. Um Mitternacht passierte ich, misstrauisch beäugt, die Grenze. Ich musste dringend zu meiner Reisegruppe, die ich am Morgen Richtung Chilkoot bzw.über den Chilkoot Trail führen sollte. Das hätte nie im Leben geklappt- hätte sich nicht eine PlanierraupenfahrerIN meiner erbarmt und mich mitgenommen. So reiste ich langsam und bedächtig aber stetig den Highway planierend Richtung Skagway.

Als damals ganz jungen Kerl nahm mich mal ein kanadischer Rentner im Wohnmobil (sehr selten!) mit, der von Alaska nach Dawson City und natürlich weiter wollte. Da seine Gattin zu Hause in Edmonton geblieben war, war es Fred irgendwann tierisch langweilig und er nahm mich nach gründlichem Check meiner evtl. Seriosität (wohl auch incl. Fingernägel) zur "Unterhaltung" mit. Nach ein paar Wochen Wildnis sah ich aber übrigens wirklich wild aus und roch sicher auch nicht sonderlich gut.

Natürlich zeigte ich ihm dann unterwegs alles "Wichtige". Wir waren bei Goldsuchern, Schlittenhundechampions, in den rustikalsten Kneipen und dann natürlich am Ziel noch bei der Jack- London- Cabin und bei den Diamond Tooth Gerties im Spielcasino von Dawson City. Er war völlig aus dem Häuschen, zumal er von Gerti noch auf die Bühne gebeten wurde und ihr das Strumpfband aus 1896 lösen durfte. Sein Frau hätte ihm den Besuch in diesem "Sündenpfuhl" nie erlaubt. Er gewann dann sogar noch 40 Dollar- sein erster Spielbankbesuch;) Fred schrieb mir noch jahrelang voll Dankbarkeit. Übrigens: ER zahlte alles und meine bereits sehr stark überstrapazierte Reisekasse war, ebenso wie ich vor meinem bereits erwarteten Hungertod, gerettet. Fred fütterte mich durch und so viel Bier hätte ich mir bei Gerti damals nie leisten können :)

Fazit: In Erinnerung an diese Geschichten, ich könnte noch einige hinzufügen, nehme ich GERADE im Ausland Leute mit und habe da auch nur beste Erfahrungen gemacht.

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Kommentar von Zinni
02.01.2014, 18:47

Das sind ja sehr interessante Geschichten, vielen Dank.

Kurz vor dem Lesen hatte ich zufällig eine Mail von einer amerikanischen Bekannten bekommen (ich fliege bald dort hin und hatte paar Fragen), sie schrieb mir:

"just do NOT pick up ANY hitchhikers!! Do not give anyone a ride in the car"

also ganz ungefährlich ist es in den USA anscheinend nicht wenn man einen Anhalter mitnimmt.

Unabhängig davon, seit ihr nach dem Besuch in Dawson Mitglied im "Sourtoe Cocktail Club"? :-)

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Ich hatte auch nie Probleme damit , es war eigentlich immer ganz unterhaltsam und interessant. Ich würd das aber nicht machen, wenn ich eine Frau wäre und allein im Auto sitzen würde....

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Hallo,

wir haben schon oft im Ausland Anhalter mitgenommen. Meistens waren es Rucksackreisende. Es gab nie irgendwelche Probleme - es war oft sogar richtig lustig.

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Kommentar von dospassos
03.12.2013, 11:36

Das kann ich nur bestätigen. Und es ergeben sich manchmal ganz überraschende Freundschaften.

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Ich wäre grundsätzlich dazu bereit, aber mit denselben Einschränkungen wie heima.

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Kommentar von Seehund
05.12.2013, 08:40

Auch bzgl des Keuschheitsgürtels? (für wen auch immer der sein soll) :-)

LG

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Weder im Ausland noch in Deutschland, ich nehme nie Anhalter mit.

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JA, allerdings mit Einschränkungen

  1. Nach Bewertung der Kleidung, Sauberkeit, Haare, Alter, Sprache, keinen Raucher

  2. Nach Bewertung der Tasche, Rucksack, Koffers, der Plastiktüten usw.

  3. Auch Ältere, diese auch nach Bewertung ihrer Fingernägel, Schuhe, keine Raucher! MfG

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Kommentar von flickflack33
03.12.2013, 13:57

Jetzt muss ich einfach fragen, wie das vonstattengeht: bleibst du stehen, läßt das Fenster runter, inspizierst z.B. die Fingernägel und läßt dann entweder zusteigen oder fährst davon?

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Kommentar von tauss
02.01.2014, 19:07

Fürchte, dass ich dann vor Deinem strengen Blick nicht bestanden hätte :) Siehe unten ...

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