Molekularküche, was hat es damit auf sich?

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2 Antworten

Der Clou der modernen Laborküche ist der, dass bekannte Speisen in andere Aggregatzustände gebracht werden. Zwar wird mit Bunsenbrenner, Spatel und Reagenzglas gearbeitet, an die eigentlichen Rohstoffe aber, die Lebensmittel, werden dieselben hohen Ansprüche gestellt wie in der klassischen Küche: Frische, hochwertige Naturprodukte, deren Aromen durch verschiedene Texturen optimal zum Ausdruck kommen. Der Effekt für die Sinne ist verblüffend!So wird zum Beispiel ein Campari Orange nicht mehr flüssig serviert sondern als Watte. Es ist wirklich verblüffend, was da alles möglich ist;-)

Ein Trend ist es auf alle Fälle. Die Molekulargastronomie befasst sich mit der Zubereitung von Speisen/Getränken bzw. den dabei erfolgten biochemischen bzw. physikalisch-chemischen Prozessen. Der Begriff ist aber kein neuer. Schon in den 90ern wurde damit experimentiert, Ziel war es, alte Rezepte zu verbessern und zu deuten. Durch die Frage nach dem Warum sollte ein Erkenntnisgewinn stattfinden. Es ist quasi eine Schule der Wahrnehmung, die der modernen Kunst gar nicht unähnlich ist. Es gibt ein ganz interessantes Buch dazu: Thomas Vilgis: Molekularküche. Das Kochbuch. Tre Torri, Wiesbaden 2007.

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