Mit wie wenig Steigung kann man mit dem Rad die Alpen überqueren?

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7 Antworten

Hallo,

nicht die allerschönste, aber die am wenigsten hohe und kaum mit Steigungen über 10% gesegnete Passstraße ist natürlich die alte Brennerstraße. Nicht umsonst seit altersher die frequentierteste Passstraße über die Alpen, auch wenn ein guter Teil des motorisierten Verkehrs heute über die Autobahn geht. Teilweise über Radweg nutzbar. Wie gesagt, nicht soooo schön, aber eine flacherer Übergang fällt mir nicht ein. Profil: http://www.quaeldich.de/qdtp/anfahrten/25_40_gradient.gif

LG

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tauss 09.11.2011, 16:11

Richtig. Wenn es über die Alpen gehen soll ist das über die Flußtäler via Brenner am "flachsten". Der Radweg soll jetzt übrigens fertig sein, so dass es jetzt auch schöner ist. Kenne allerdings nur einen kleinen Teil davon. Der Rest WAR noch Baustelle.

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Ich habe schon mal die alte Brennerstraße mit dem Rad befahren und das war eigentlich recht gemütlich, also auch für eher ungeübte, nicht so sportliche Menschen machbar. Es kommt ja auch immer darauf an wie lange man Zeit hat, also wie lange man am Stücke fahren muss oder wie viele Pausen man einlegen kann.

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Alpenüberquerung ohne Steigung und ohne VIELE Berg- und Talfahrten gibt es nicht. Selbstverständlich kommen da jede Menge Höhenmeter zusammen. Einem untrainierten Radfahrer würde ich zu einer solchen Tour auch auf den "leichten Routen" nie raten. Dann eher die schönen Flußwanderwege wie Donau etc., bevor man sich den Urlaub ausgerechnet durch eigene Überforderung in den Alpen verdirbt.

Dessen ungeachtet ist es auch eine Frage der Zeit, WIE beschwerlich-sportlich es wird (5 oder 30 Tage?) Und auch das Wetter spielt eine Rolle. Die Alpen bleiben eben auch im Sommer die Alpen, wo es für Radfahrer wie Wanderer schon mal heftig werden kann.

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Tipp Nr. 1 ist die Brennerstraße.

Weniger frequentiert, wenn auch ein bisserl höher und mit etwas mehr Steigung wäre der Reschenpass (Passhöhe so um die 1500m).

Alternative 3 erscheint zwar deutlich höher ist aufgrund des Ausgangspunktes auch nicht so wild: Berninapass; wird entschärft aufgrund der langen Auffahrt durch das Engadin.

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also: die harmloseste alpendurchquerung ist eindeutig der schoberpaß in der steiermark. von steyr durchs ennstal süd- anschließend westwärts bis nach selzthal, dann über den schoberpaß nach st. michael, und durchs murtal weiter ost- und südwärts bis nach graz und dann in die tiefebene. der schoberpaß selber ist vom landschaftlichen her ziemlich fad und dröge, murtal und ennstal sind allerdings zwei granaten an landschaftlicher schönheit, mit gewaltigen bergen und schroffen felswänden zur seite (tamischbachturm, planspitze etc), aber auch lieblichen almlandschaften oder bizarren höhepunkten (gesäuse, lurggrotte, bärenhöhle von mixnitz, freilichtmuseum stübming, wasserpark eisenwurzen in st. gallen etc.) übrigens wären auch der neumarkter und der obdacher sattel, beide von der steiermark nach kärnten angenehme alpenüberquerungen ohne heftige steigungen. viel spaß, godspeed

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Ich bin jetzt nicht so der grosse Radfahrer vor dem Herrn,aber ich denke,daß sich alle ALTEN Passstrassen für Radfahrer ganz gut eignen,weil naturgemäß von Autofahrern nicht mehr so genutzt.

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tauss 09.11.2011, 22:28

ALLE alten Passtraßen? Auch für Ungeübte? Mutige Aussage :)

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Roetli 09.11.2011, 23:32
@tauss

Liebe Dorle, da täuschst Du Dich - die ALTEN Passstraße sind oft extrem steil (von einigen Ausnahmen, wie den genannten Brennerpass, mal abgesehen)! Diese Straßen mußten auf möglichst kurzem Weg über hohe Pässe führen, also waren steile Haarnadelkurven das Mittel der Wahl! Viele der entsprechenden neuen Passsstraßen führen nun, zumindest teilweise, durch Tunnel oder über Brücken - da sind die Steigungen dann schon ein wenig gemäßigt!

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AnhaltER1960 11.11.2011, 00:46

bergab schon..... wenn die Bremsen was taugen.

Ansonsten empfehle ich Dir zur Überprüfung Deiner Aussage mal die Übertragung einer Tour de France Etappe (in den Bergen natürlich).

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dorle48 11.11.2011, 17:51

das ist alles richtig was ihr sagt, aber ich denke halt ganz ohne Steigung wird es nicht gehen und viele neue Strassen mit Tunnel und Brücken sind manchmal nur noch für den Autoverkehr zugelassen.

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Wie Seehund schon schrieb, ist die alte Brennerstrasse mit maximal 9% Steigung selbst mit einer alten Dreigangnabe auch mit Tourengepäck noch gut zu schaffen.

Mit dem Verkehr hält sich das heute auch sehr in Grenzen, weil die Strasse für LKW oder PKW mit Anhänger nur für Anlieger zugelassen ist, sodass dort keine Wohnwagenkolonnen unterwegs sind - die fahren eher auf der parallel verlaufenden Autobahn.

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