Mit dem Rollstuhl durch die USA

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5 Antworten

Da kann ich mich meinen VorrednerInnen nur anschließen - so ein Vorhaben wird von Dir als Nichtbehinderten eher auf Unverständnis stoßen! Und wie schon gesagt, es gibt eine Reihe von privaten Hilfsorganisationen im Land, die Du unterstützen könntest (aber nicht mit einer Fake-Rollstuhlfahrt!).

Darüber hinaus sind die USA offenbar durchaus behindertengerecht und wo sie das nicht sind, äußerst hilfsbereit bzgl. Rollstuhlfahrern. Ich habe während einer meiner Reisen dort einen Deutschen MS-Kranken aus Dresden kennen gelernt, der mit dem Rollstuhl einmal die gesamte (Festlands-) USA umrundet hat und seine Übernachtungen überwiegend mit Couchsurfing gemanaged hat. Er war voller Begeisterung bei seiner Rückkehr nach Deutschland! Vielleicht nehmt Ihr Euch so eine Reise zu dritt vor - nicht um Spenden zu sammeln für die Forschung, sondern um mit Deinen Brüdern eine vielleicht unvergeßliche Zeit zu verbringen?

ManiH 12.12.2013, 13:02

Diese deine Antwort und besonderst den letzten Satz unterstütze ich voll und ganz.

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Ob das was nutzt? Ob das irgendwen interessiert? Da gibt es sicher bessere Möglichkeiten, z.B. sich in den entsprechenden Verbänden zu organisieren und dort mitzuarbeiten. Die USA ist ein Land, das durch die fehlende gesetzliche Krankenversicherung ständig Behinderte produziert. Ich war jetzt viele Wochen da und ich habe in keinem anderen zivilisierten Land so viele schlecht laufende, hinkende und anscheinend orthopädisch unversorgte Menschen gesehen wie in den USA. Wenn dort ein Mensch nicht entsprechend krankenversichert ist und dass sind sehr viele, wird er eben krank, behindert oder stirbt. Das kümmert da kaum einen. Wenn eine Familie, die schlecht oder gar nicht versichert ist, ein Kind mit einer Muskelschwund-Krankheit bekommt, ist die Familie ruiniert und das Kind hat ein echtes Problem. Die Amerikaner glauben doch, dass eine gesetzliche Krankenversicherung ihre Freiheit beschneidet, lies mal Zeitung! In einem solchen Land kannst Du als Ausländer mit einem solchen Protest nichts erreichen.

Es gibt in den USA sehr zahlreiche private Vereine,Institutionen, Gruppen (oftmals mit einflussreichen,großzügigen Sponsoren !!! ) die auf den unterschiedlichsten Gebieten -insbesondere auch auf dem der Gesundheitsversorgung - tätig sind , und die den Bürgern des Landes Hilfe und Unterstützung bei der Bewältigung von Problemen geben.

Habe z.B. gerade von der Vereinigung " Voices Against Brain Cancer" gehört( dort arbeitet u.a. der bekannte amerikanische Schauspieler Tony Danza sehr aktiv mit!!) .Bestimmt gibt es auch solche Vereine ,die sich der Krankheit "Muskelschwund " verschrieben haben ,und die für daran Erkrankte sehr viel tun.

Versuche doch, mit einer solchen Gruppe, Verein o.ä. in den USA Kontakt aufzunehmen.

Dass die Verhältnisse ,die Gesundheitsversorgung betreffend , in den USA andere- wesentlich kompliziertere,weitaus schlechtere, als bei uns in D sind, das ist allgemein bekannt-nicht zuletzt hören wir in letzter Zeit viel vom Kampf des US Präsidenten hier eine grundlegende Änderung ,Verbesserung durchzusetzen....

deine Idee ist nicht neu, du kannst im Internet viele ähnliche Ideen finden, und ich denke, du wirst mit Kontakten dort gute Infos erhalten.

z.B. - obwohl es sich dabei um eine tatsächlich disabled person handelt:

http://www.theguardian.com/sport/2013/jun/14/ryan-chalmers-cross-us-wheelchair

versuche einfach, Kontakt aufzunehmen.

Good Luck!

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