Malariaprophylaxe ja oder nein?

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3 Antworten

Vor Jahren waren meine Tochter und ihr Mann in Kenia. Er bekam trotz Einnahme von Lariam die Malaria tropicana. Mein Mann und ich waren vor ein paar Jahren ebenfalls in Kenia. 1 Woche Safaria, 1 Woche Strandaufenthalt. Wir haben keine Prophylaxe gemacht und auch keine Malaria bekommen. Ich denke jeder sollte das Risiko selber abschätzen und sich entsprechend verhalten.

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Hallo Sonnenbrille! Ich sage mir immer: Wer nicht unbedingt in ein Malaria-Gebiet reisen muss, der sollte es auch nicht tun. Von Malariaprophylaxe halte ich nicht viel. Es schwächt den Körper nur unnötig und bietet noch nicht mal 100% gien Schutz gegen diese Krankheit. Mittler Weile wird es immer schwieriger überhaupt etwas gegen die Malaria zu finden, da der Erreger gegen so ziemlich alles resistent geworden ist. Ganz früher konnte man mit Chinin dem Ganzen Herr werden und heute kann sich der Erreger mit Chinin prächtig im Körper vermehren und ausbreiten.

Ich hatte für ein paar Monate in Kenia als Tauchlehrer gearbeitet. Die Zeiten in der Dämmerung und in den frühen Morgenstunden (Hauptaktivitätszeit der Malaria-Mücken) hatte ich zwar gemieden und dennoch bekam ich unerklärlicher Weise plötzlich rasch auftretendes Fieber. Am nächsten Tag war ich bereits beim Arzt und am Abend nahm ich meine Medikamente ein. Ich denke, ich hatte nochmals Glück gehabt und auch das richtige und genug starke Medikament zur rechten Zeit für die vorgeschriebene Zeit eingenommen. Es hätte auch anders kommen können.

PS: Zu der Zeit streikten auch noch die Piloten der ASA von deren Fluggesellschaft mein Ticket war. Nicht immer kommt man dann auch so schnell wieder zurück nach Hause (Deutschland, Österreich oder Schweiz).

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Wenn Du beispielsweise eine Reise in ein Malariahochgebiet planst wie das Orinocodelta, dann ist es auf jeden Fall empfehlenswert. Aber Du musst Dir immer darüber bewusst sein, dass es keinen hundertprozentigen Schutz gibt. Als Alternative zur Prophylaxe gibt es auch Medikamente, die nur bei Bedarf einnimmst. D.h. wenn Du der Überzeugung bist, dass Du aufgrund der Symptome einen Malariaanfall hast. Empfohlen wird, dann innerhalb von 2-3 Tagen sofort die Heimreise anzutreten und einen Tropenmediziner aufzusuchen.

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MichiMueller 23.12.2008, 10:23

Sei Dir mit einer Aussage nicht so sicher, mit: Dann mal schell die Heimreise antreten!

  1. Es ist nicht immer so möglich, wie man es den Umständen entsprechend möchte (siehe mein Beitrag).

  2. Was ist mit plötzlichen politischen Veränderungen im Lande (siehe jüngst Thailand/Bangkok).

  3. Wer soll das bezahlen? Ob jede Versicherung die verfrühte Abreise bezahlen wird (vielleicht noch die ganze Familie, obwohl nur einer "vielleicht" krank geworden ist).

Natürlich gehen bei dieser Frage die Meinungen wie immer sehr auseinander. Habe Du einmal Malaria und das Glück es wieder los zu werden, dann weißt Du was es heißt "Malaria" zu haben und ...

LG ---MichiMueller--- und bitte nimm es nicht zu sehr persönlich. Ist halt meine Meinung darüber, die ich vehement vertrete!

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polarfuchs 27.12.2008, 06:27
@MichiMueller

Es ging bei der Fragestellung nicht um andere Risiken wie politische Situationen, Kostenübernahme des früheren Rückflugs etc. Diese Risiken muss jeder selbst versuchen zu kalkulieren und hängt subjektiv davon ab, wie man sich absichern möchte (Versicherung). Sondern ausschliesslich um Prophylaxe und evtl. Alternativen. Und die habe ich aufgezeigt. Ich weiss ebenfalls sehr genau, wie schwierig der Krankheitsverlauf sein kann ;)

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