Kündigung, muss ich dies dem Arbeitsamt mitteilen, bin ca. 10 Monate unterwegs

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5 Antworten

Als erstes: Warum mußt Du Deinen Job kündigen? Kannst Du nicht ein 'Sabbatical' beantragen bzw. unbezahlten Urlaub nehmen stattdessen? Das geht inzwischen bei vielen Unternehmen schon!

Du mußt bei einer eigenen Kündigung das Arbeitsamt eigentlich nicht informieren - arbeitssuchend wirst Du Dich ja erst nach Deiner Rückkehr melden! Solange Du kein Arbeitslosengeld beantragst, interessiert sich das Arbeitsamt nicht dafür, wie lange Du weg bist! Ich würde mich dort aber erkundigen, wie das mit der Sperrfrist bei einer so langen Abwesenheit läuft (bei eigener Kündigung wird das Arbeitslosengeld für 3 Monate ausgesetzt!) - ob es vielleicht Sinn macht, daß Du Dich ab Deinem Ausscheiden aus der Firma gleich arbeitslos meldest, dafür die Sperre jetzt in Kauf nimmst und dann nach Deiner Rückkehr, für den Fall, daß Du nicht gleich wieder eine Arbeit findest, Arbeitslosgengeld von Anfang an bekommst!

Das 'Loch' bzgl. der RV solltest Du auch klären - da kommt es ein wenig darauf an, wie alt Du derzeit bist. Die Krankenkasse könnte Probleme machen (seit 2007 muß jeder Deutsche krankenversichert sein)! Mir ist es nicht gelungen, mich für meine 15 Monate lange Reise bei meiner abzumelden - dafür hätte ich mich erst ganz in meinem Wohnort abmelden müssen, was andere Nachteile gehabt hätte! Die (nicht ganz billige) Langzeit-Auslands-KV für so eine lange Reise ist dann zusätzlich noch zu bezahlen!

Ich will meinen Job kündigen, ich möchte danach nicht mehr dort arbeiten. Das mit der Krankenkasse habe ich geregelt, zahle die Krankenkassenanwartschaft von 45€ monatlich und die Kasse nimmt mich nachher direkt wieder auf. Das mit der RV habe ich nicht wirklich verstanden, ich bin jetzt bzw. im April dann 40J. Meinst Du das Loch entsteht, weil ich dann für 10 Monate keine Beiträge bezahle? Oder schlimmeres? Langzeit-Auslands-KV zahle ich zusätzlich.

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@trula

Laß Dich bzgl. Rentenbeitragszahlungen unbedingt noch bei der Rentenversicherung beraten - das kostet nichts und ich habe damit nur gute Erfahrungen gemacht!

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hallo,

sicherlich kannst du verreisen 10 Monate....allerdings würde ich auf keinen Fall kündigen wenn es möglich ist. Besser Du redest mit Deinem Chef ob er dich für diese Zeit nicht freistellen könnte, bzw. monatlich nur einen Pauschalbetrag (meinetwegen ca. 50 € auf ´s Konto überweist, oft kann man mit den Chefs ja reden), somit bist Du vorab in DE normal weiterversichert und das Arbeitsamt kann Dir keinen Strick drehen....

Wenn Du kündigtst, ist der Arbeitgeber verpflichtet, Dich zu informieren, dass Du Dich mit Erhalt der Kündigung innerhalb von 3 Werktagen im Arbeitsamt arbeitslos melden musst. Wenn Du dieser Aufforderung nicht nachkommst, bekommst Du kein Geld. Wenn Dich arbeitslos meldest, dann bist Du für den Arbeitsmarkt frei und Du bist verpflichtet, dass Du jeden zumutbaren Job annimmst, und wenn es Praktikantenjobs halbtags sind auch in einer ganz anderen Branche, usw.... Wenn Deinen Verpflichtungen gegenüber dem Arbeitsamt nicht nachkommst, wird Dir das Geld gestrichen und für evlt. Maßnahmen wirst Du, denke ich zumindest, wirst Du ebenfalls nicht vorgesehen. Je nach dem wie lange Du gearbeitet hast, steht Dir ein Arbeitslosengeld zu - pauschal ca. 1 Jahr - danach bekommst Du Harz IV.

Besser bist Du bedient, wenn Du die erste Variante annimmst. Wenn Du von Deiner Reise zurückkommst und dann erst kündigst.

LG Reisejojo

Die Verpflichtung, sich innerhalb von drei Tagen beim Arbeitsamt zu melden, trifft nur zu, wenn man gekündigt wird! Bei eigener Kündigung gibt es keine diesbezügliche Verpflichtung bzw. nur dann, wenn man Arbeitslosengeld beantragen will - was trula ja nicht vor hat! Sie muß sich allerdings nach ihrer Rückkehr innerhalb von 3 Tagen arbeitssuchend melden, damit sie dann das Arbeitslosengeld bekommt (evtl. mit einer Sperre von 3 Monaten)!

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@Roetli

Korrekt Roetli.... also folgender Plan steht für mich....Rv-Träger anrufen und plaudern....Danke Dir

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@trula

Viel Erfolg bei Deinen abschließenden Gesprächen - und genieße die Zeit so, wie ich meine 15 Monate genossen habe! Es fiel und fällt mir zwar einigermaßen schwer, mich wieder an die 'deutsche Welt' zu gewöhnen, aber das war dieses große Abenteuer für mich wert! Ganz viel Spaß, schöne Kontakte und viele neue Freundschaften!!!

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Mh ich bin mir nicht sicher, ob du 10 Monate weg darfst, wenn du dich als arbeitssuchend meldest .... da würde ich mal beim amt nachfragen...

auf alle fälle musst du das mit der krankenkase regeln. wenn du in der versichertenabfolge ein loch hast, kannst du da probleme bekommen.

Das 'Loch' betrifft mehr die Rentenversicherung!!!

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@Roetli

Hi Roetli, Danke aber was meinst Du wg. der Rentenversicherung?

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@trula

Sog. 'Beitragslücken' können sich nachteilig auf die Höhe der späteren Rente auswirken - je weiter die noch entfernt ist, je weniger wird sich das bemerkbar machen! Für 10 Monate den freiwilligen Grundbetrag zu bezahlen, wäre eine Menge Kohle, aber ab einem bestimmten Alter wahrscheinlich sinnvoll - aber da geben die Filialen der Rentenversicherung gute Auskunft!

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Hi piusus, Danke Was meinst Du mit weg darfst? Ich wollte mich eigentlich nicht arbeitssuchend melden, denn das bin ich ja nicht, bin ja gar nicht da. Ich meine eher wenn ich wieder da bin und zum Arbeitsamt gehe, wenn ich jetzt nix mache, habe ich vielleicht was versäumt, damit ich naher Ansprüche habe. Ich werde aber da wohl mal anrufen.

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Ich würde mich beim Arbeitsamt erkundigen. Dir steht sowieso erst einmal nichts zu. Aber ich weis, das man innerhalb der letzen 2 Jahre 360 Kalendertage versicherungspflichtig beschäftigt gewesen sein muss, um genügend Anwartschaften zu haben damit man Geld bekommt. Problem ist aber bei dir, dass du weg willst für längere Zeit. Wer sich Arbeitslos meldet, bietet sich ja als Arbeitssuchender an. Gehe am besten deswegen zu deinem Betriebsrat oder zum Arbeitsamt um eine korrekte Auskunft zu bekommen.

Danke.. ich will mich ja nicht arbeitssuchend melden. Ich habe 10 Jahre dort gearbeitet also sind die Kalendertage erfüllt. Ich möchte nur wissen, was danach auf mich zukommt.... eben wg. den Sozialversicherungsbeiträgen etc.

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Hallo,

eine Kündigung von deiner Seite hat Konsequenzen bei der Gewährung von ALG I. Ob Du die Kalendertage erfüllt hast, spielt nach meiner Kenntnis keine Rolle, weil der Verlust der Arbeitsstelle als selbstverschuldet angesehen wird. Selbst Auflösungsverträge bzw. Aufhebungsverträge werden so gesehen, das nur nebenbei. ich denke, dass das eine Rolle spielt, da dir ja eine neue Arbeitsstelle nicht garantiert ist....

LG

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