Könnt ihr mir was von Volterra erzählen?

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3 Antworten

Ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. begannen die Etrusker sich hier zu verbreiten und im 4. Jahrhundert v. Chr. wurde die große Stadtmauer, mehr als sieben Kilometer lang, errichtet.
Velathri (der ursprüngliche Name) wurde zu einem der zwölf Stadtstaaten Etruriens mit einem Territorium, das vom Fluss Pesa auf dem Tyrrhenischen Meer zum Arno, und um das Becken des Flusses Cornia reichte. - Bereits im 1. Jahrhundert vor Christus wurde hier ein Theater und eine Wohnsiedlung errichtet, die Ruinen kann man besichtigen.

Wenn du nach Volterra kommst, würde ich dir allerdings raten, dich mit einem späteren Künstler zu beschäftigen - nämlich mit Mantegna! Andrea Mantegna kannte die etruskischen Grabkammern, wie aus seinen Briefen aus 1466/67 hervorgeht! - Und er beschreibt sie sogar eingehend!

Absolut sehenswert ist der Duomo Santa Maria Assunta aus dem 12. Jahrhundert, der Palazzo dei Priori, der an Siena erinnert, und natürlich die Festung auf dem Piano di Castello dort wurde von Lorenzo dem Prächtigen im Jahre 1472 befohlen, die Stadt und das gesamte Territorium Sienas zu kontrollieren und so wurde dieser Palazzo zu einem Symbol der Herrschaft von Florenz.

Während dieser Zeit begann "die Stadt der Reichen" mit der Verschönerung ihrer Paläste im florentiner Stil. Die Fassade von mehreren Einfamilienhäusern und Palästen, die antiken Türme wie die Pilastri wurden nun von Ricciarelli, Minucci und Gherardi "modernisiert" . Im Jahre 1530, in einem letzten verzweifelten Versuch, rebellierte Volterra, wurde aber wieder geschlagen und von den Ferrucci geplündert. Als die Medici in Florenz wieder Macht gewann, verlor Volterra seine Unabhängigkeit an das Herzogtum und dann das Großherzogtum Toskana und so begann der Abstieg bis ins 18. Jahrhundert.

Die Wiederbelebung des Alabaster-Handwerk in der Mitte des 16. Jahrhunderts künstlerische wichtige Änderungen, zum Beispiel an einem Teil des Baus des Palazzo Inghirami (Fassade von Gherardo Silvani) und auch den Wiederaufbau der Kirche von Giusto und Clemente .

Gabriele d'Annunzio war hier, der Dichter, der Volterra als "Stadt des Windes und Steines" bezeichnete....

Es kommt immer auf das jeweilige historische Interesse an, aber ich denke, drei Tage sind hier wirklich nicht zu knapp bemessen!

http://www.fotos-toskana.de/volterra.php

LG!

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Volterra gehört neben San Gimignano zu den schönsten Kleinstädten der Toskana. Volterra liegt auf einem markanten Bergrücken und bezaubert durch seine vielen engen Gässchen. Es ist größer als San Gimignano und deshalb nicht ganz so touristisch. Zwar strömen wie in San Gimignano sehr viele Touristen durchs Zentrum, aber während in San Gimignano in der Hauptstraße fast nur Geschäfte für Touristen zu finden sind, gibt es in Volterra im Zentrum auch noch Schuster, Alimentaris oder was auch immer. Neben der Stadtmauer gibt es zudem Reste einer alten Römersiedlung zu bestaunen.

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Auch ohne grosses historisches Interesse ist diese Stadt einen Besuch wert. Sie liegt einfach schoen und ist auch wunderschoen.

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Kommentar von RomyO
01.02.2012, 07:46

.... und nicht weit davon entfernt liegt das ebenfalls sehenwerte San Gimignano. Beide Orte lassen sich während eines Tagesausflugs gut miteinander verbinden.

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