Könnt ihr mir erklären, was ein *Erlebnisbahnhof* sein soll?

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6 Antworten

Hallo marille15,

du warst bestimmt noch nicht mit der Brockenbahn unterwegs. Sonst hättest du nicht solche Frage gestellt, weil jede Station oder Haltepunkt ein Erlebnis ist.

Egal ob in Drei Annen Hohne oder Schierke die Lok aufgetankt werden muß, oder du im Winter bei schönem Wetter eine halbe Stunde benötigst, dich bei den unzähligen Fahrgästen einzureihen, um gerade den Brockenbahnhof verlassen zu können.

Deutsche Eisenbahngeschicht wird überall geschrieben.

Es gibt ausser alten Requisiten der Bahn, meißtens viele zusätzliche Angebote rund um die Bahn, aber das kannst du alles ergoogeln.

Lokstation Westerburg (heute Erlebnisbahnhof Westerwald),im Schnalstal/Staben ( Naturns), den Erlebnisbahnhof in Schmalkalden, Erlebnisbahnhof Gleis 1 Amorbach (gern als Restaurant benutzt) oder Waggon Nr. 1 in Elend sind nur einige Beispiele.

LG Harz1

Ein 'Erlebnisbahnhof' kann auch von privaten Bahn-Betreibern sein (z.B. Amorbach) oder gar kein 'lebender' Bahnhof, wie z.B. der von Westerwald, wo nur ein kleiner Rundkurs mit einer Dampflok befahren wird und ansonsten Modellbauer und Jazzfreunde auf ihre Rechnung kommen! Als 'Erlebnisbahnhof' werden jedoch auch manchmal große Bahnhöfe bezeichnet, in denen Einkaufszentren, Kinos, Museen, Spielhallen etc. integriert sind, wohin also auch Leute gehen, die weder 'Abfahrt' noch 'Ankunft' im Sinn haben (die Öffnungszeiten der Geschäfte sind liberaler)!

Naja, auf einem Erlebnisbahnhof versucht die Deutsche Bahn den Leuten eben mal ein bißchen mehr zu bieten, als nur den Ärger über Verspätungen und unklar reservierte Sitzplätze. Ein Erlebnisbahnhof ist der Hundertwasser-Bahnhof in Uelzen. Oder Leipzig, da gibts ein Museumsgleis mit alten Loks aus vergangenen Epochen. Das sind die zwei, die mir jetzt auf Anhieb einfallen. Gibt sicher noch mehr.

In Südtirol existiert ein derartiger Bahnhof:

http://www.eisenbahn.it/erlebnisbahnhof

Draisinenfahrt, Kleinbahn.... für Kinder sicherlich lustig.

Auszug:

Auf einem über 500 Meter langen stillgelegten Bahngleis kann bei einer nostalgisch-abenteuerlichen Draisinenfahrt das „Zugfahren“ auf eine ganz besondere Art und Weise genossen werden. Parallel zum Geleis der neuen Vinschgerbahn wird durch eigene Muskelkraft das Land erkundet.

Eine Garteneisenbahn lädt vor allem die jungen Gäste zu einer vergnüglichen Rundfahrt auf dem Areal ein. Über 800 Meter lang ist das modellartige Gleisnetz, auf dem eine Diesellok sich durch eine interessante Parkanlage schlängelt. Als besondere Attraktion steht eine originale Mini-Dampflokomotive bereit.

Zwei Postwaggons der kleinen Roten, der Rätischen Bahn, leuchten dem Besucher bereits am Eingangportal entgegen. Liebevoll schlicht eingerichtet laden sie Besucher zum gemütlichen Entspannen ein. Speis und Trank wird müden Wanderern, Radfahrern oder eben Bahnfreunden gerne angeboten. Im zweiten Postwaggon können 2 ständige Austellungen, eine über die Rhätische Bahn, die andere über die Schrägbahn (Marmorbahn) Laas besichtigt werden. Auch steht kostenloses Informationsmaterial dazu zur Verfügung.

Somit ist zu sehen, dass der Begriff ziemlich breit auszulegen ist.

MFG

"Erlebnis" klingt ja erst einmal positiv und deshalb gibt es ja auch solche Slogans von den Werbefuzzis, wie "Einkaufserlebnis" u.ä..

Der Erlebnisbahnhof dürfte in diese Kategorie gehören.

Der Begriff "Erlebnisbahnhof" ist nicht geschützt und kann daher alles sein:

Vom Bahnhof mit Museumsbahnverkehr mit Dampflokomotiven, über einen Kulturbahnhof bis zur Shoppingmeile. Der Begriff ist dehnbar und haz keinerlei Aussagekraft und ist nicht so, wie z.B. die DB das will, dass man hier etwas erlebt... Ich finde diesen Begriff überflüssig, weil es ihn eigentlich nicht gibt!

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