Kann man Marokko ohne Probleme als Frau alleine bereisen?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich denke, dass es in den Touristenzentren wie Marrakesh, Essaouira, Agadir, Fes, Meknes etc. allenfalls nervig sein kann, weil sie ständig angesprochen wird. Wenn sie nicht gerade nachts allein herumzieht, würde ich dort keine Gefahr sehen. In Agadir ist auch hohe Polizeipräsenz. Nicht aufstylen, niemanden auf der Straße anlächeln und bei Angeboten (Unterkunft, Restaurant zu suchen etc.) höflich aber bestimmt (!) ablehnen. Nicht allein in Hinterhofteppichläden locken lassen. Keine individuelle Führung durch die Souks machen, auch wenn der Führer einen guten Preis anbietet, sondern zu einem Touri-Büro gehen und ene offizielle Führung buchen. Gerade in Meknes sind die Souks labyrinthartig, sehr schnell hat man sich dort verlaufen und sie wäre auf den Führer angewiesen. Nicht alleine an abgelegenen Stränden liegen. Ich würde schauen, dass ich mich möglichst immer dort aufhalte, wo mehrere Menschen sind. Ich war nicht allein in Marokko, wir waren zu zweit. Ich hatte mich aber in Marokko mit einer Engländerin unterhalten, die allein unterwegs war. Ich bewunderte ihren Mut. Sie sagte, sie fühle sich sicher, es sei nur nervig ständig angesprochen zu werden. Mit höflicher aber bestimmter Ablehnung der Angebote wäre es aber in Ordnung.

Ich habe mir mal den vorgeschlagenen Link angesehen und finde den Artikel von Gugula10 ausgezeichnet. Wir waren vor ca 4 Jahren in Marrakesch und besonders meine Frau war von dem Bazar, dem ganzen Umfeld und der Fremdartigkeit begeistert. Die Menschen sind sehr freundlich, aber auch ungewohnt aufdringlich. Das war leider manches Mal unangenehm, auch wenn ich sagen muss, dass an diesem Verhalten die Touristen meist selbst Schuld tragen. Sie bringen den Leuten, dummen Sprüche bei und diese meinen wir, die Touristen, fänden das gut. Auch dieses ewige Hände schütteln oder festhalten wollen, ist lästig, wir mögen nicht ständig angefasst werden. Das empfindet man als Frau wohl noch unangenehmer.

Meine Frau würde sich dort nicht allein im Bazar bewegen wollen, wobei sie in anderen Ländern damit überhaupt kein Problem hat. aber trotz sllem Negativem sind wir von Marroko recht angetan.

MfG

Ich war bislang zehn Mal in Marokko unterwegs und jedes Mal in der Begleitung von Frauen. Mir ist bislang noch nichts aus erster Hand zu Ohren gekommen, was in Richtung "gefährliche Situation" ging. Die Schilderungen beschränkten sich zumeist auf nervige Anmachen, machohaftes Hinterhergepfeife oder Nichternstgenommen werden.

Ich empfehle jeder Frau, die in Marokko reist, vor allem auf ihre Kleidung zu achten und weder an Beinen noch Armen unnötig viel Haut zu zeigen. Überall gibt es schöne Tücher zu kaufen,die -- locker über den Kopf gelegt -- auch aufreizende Frisuren verdecken können. Eine gute Sonnenbrille verhindert ungewollte Blickkontakte und bietet trotzdem die Möglichkeit, sich einigermaßen ungestört umzugucken. Dazu ein bestimmtes und selbstbewusstes Verhalten, die Fähigkeit "nein" zu sagen (die manauch als Mann braucht) und eine gesunde Portion Menschenverstand sollten eine Marokko-Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Es ist für deine Schwester von großem Vorteil, Französisch sprechen zu können. Darüber hinaus gilt wie überall auf Reisen und für alle Reisende: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Gefährliche Situationen oder solche, in denen man sich unwohl fühlt, unbedingt meiden.

Marokkanische Männer sind häufig zudringlich und haben durch die Touristenmasse der vergangenen 20 Jahre ein verzerrtes Bild über europäische Frauen, aber deswegen sind sie keine Monster und ich würde ihnen auch nicht so begegnen.

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