Kann man in Südafrika ohne Sorge mit dem Auto herumfahren?

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Gruezi, ich kann jetzt nur für die bereits besuchten Regionen sprechen, die da wären von Kapstadt entlang der Garden Route bis zum Addo NP und zurück sowie einmal durch das Landesinnere über Great Karoo NP, Beaufort West, Bloemfontein, um Lesotho herum über Durban zum Hluhluwe/St Lucia NP und zurück über Durban, Port Elizabeth und die Garden Route nach Kapstadt. Also sozusagen nur den Südosten (also nicht repräsentativ für ganz SA, wie eventuell Johannesburg).

Fazit dieser Region: Man kann sehr gut mit dem Auto “rumfahren”, aber sollte definitiv etwas mehr Vorsicht als in D anwenden. Nicht in der Dämmerung/Nacht fahren, Zentralverriegelung auch beim Fahren geschlossen, nicht unbedingt an einsamen Stellen in der Pampa Brotzeit machen etc. pp.

Die Straßen sind im Allgemeinen recht gut, Verkehr ist angenehm (auf Geschwindigkeitsbegrenzungen achten), die Menschen sind freundlich und hilfsbereit.

Ich weiß nur, dass man in dieser Region die “Transkei” zwischen Margate und East London hätte meiden sollen, die wir aber mangels Übernachtungsmöglichkeit (alles ausgebucht) dann doch durchfahren mussten. Bis auf ein ominöses “Bußgeld” für zu schnelles Fahren und einer blöden Übernachtung in einem Kaff namens Umtata (ja, heißt so) haben wir es überlebt.

Wir haben den Mietwagen jeweils in Kapstadt übernommen und ihn in der Stadt selbst und für diverse Ausflüge nur von dort aus (z.B. ans Kap) genutzt. Es gibt genug Parkplätze/Parkgaragen, und ich würde sogar sagen, dass der Verkehr im zu Vergleich so mancher europäischen Großstadt wie Rom ja fast schon “gesittet” ist.

Und umgekehrt: SA ohne Mietwagen zu bereisen, stelle ich mir eher anstrengend vor und man kommt evtl. nicht an viele schöne Orte, die per Bus etc. nur schwer zu erreichen sind.

Mein Fazit: ja, du kannst herumfahren, ohne überfallen zu werden (nix Gnaus woas ma ned, sagen wir Bayern).

Kann ich so unterstreichen. ;-) Wir waren 2009 mit dem Mietwagen an der Gardenroute unterwegs - ohne jegliche Probleme, aber mit der nötigen Vorsicht.

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Nein kann man nicht! Die fahren erst mal alle auf der falschen Seite. Tankstellen auf den überlandstrassen gibt es nur wenige, und die haben noch den vollen Service. Das heisst, Du musst nicht mal aussteigen und kannst Dir dann nicht die Beine vertreten. Große Trombose Gefahr! Es ist heiss dort, daher braucht man eine Klimanlage. Für Europäer sehr gefährlich, die holen sich dann SOFORT eine Erkältung. In den Städten stehen überall Leute die einen in die Parklücken winken, das kann man zwar auch selbst, aber trotzdem die stehen dann da. Dann kommst du in den KNP (Kruger national Park). Da haben sie die letzten 2 Monate 130 Leute aus dem Auto geholt. Alle besoffen! Also mehr als 2 Affen auf der Schulter. Auch nicht ungefährlich. Weiterhin solltes Du überlegen, dass der Boddy Guard von Winni Mandela letzte Woche mit 150 durch Jo'burg gedüst ist und dann von der Polizei gestellt wurde wegen gefährlichen Fahrens. Ja und dann sind da noch die Car Jackings. Das ist toll, du stehst an der Ampel und schaust auf einmal in eine geladene Pistole oder Revolver. Also es ist üblich in Jo'burg oder grösseren Städten Nachts an roten Ampel sich vorsichtig vor zu tasten und einfach drüber zu fahren. Keine Angst, wenn Du ein Ticket bekommst, kannst Du entweder mit einer kleinen Bestechung (schwer in CT , Ok in Jois) weiter kommen. Ansonsten, wenn Du mal gestoppt wirst, einfach schauen, ist das Ticket ausgefüllt, hör auf zu heulen und zahl, wenn nicht, red Dich raus und versuch erst mal die hälfte zu zahlen. Vorsicht, in Botswana geht das in die Hose, GARANTIERT! Ja, ansonsten wie in Deutschland. Hier noch ein paar Tips die mir schon mal Geld gespart haben:

  1. Bei Mietautos alles kontrollieren, Verbandskasten, Reserve Rad, Wagenheber, alles.
  2. Beulen, Kratzer irgendwas das falsch ist, fotografieren!
  3. Foto vom Radio machen (glaub es oder nicht, ich hatte zufällig eins gemacht und das Radio wurde geklaut. Der Knabe von der Autovermietung hat dann eine Rechnung presentiert, die das Modell um 6 Stufen überschritten hatte. Sandpauschale (die nehmen dann 500 Rand oder sowas extra) aus dem Vertrag streichen oder anbieten sich anderswo einen Wagen zu leihen. Hab ich in PE bezahlen sollen, nachdem ich die Gardenroute gefahren bin, lächerlich! Abends den Wagen gesichert abstellen und vor allem keine Wertsachen sichtlich im Auto lassen über Nacht, das ist sträflicher Leichtsinn. In den kleinen Gemeinden geht das noch, aber selbst in George oder Knysna würde ich das nicht tun. So nachdem ich Dich sicher total verunsichert habe, vergiss all das! Kann sein, ja, das Du Pech hast. Ja nach 30 Jahren Afrika sind mir all diese Sachen passiert und ich habe aus den letzten Tageszeitungen berichtet. Denk bitte dran, mies verkauft sich gut. Mein Tipp: Nimm Dir einen Leihwagen, mach die Uhr an die andere Hand (klingt blöd, aber hilft Dir in die andere Richtung zu schauen) und fahr los. Mach es so, als seist Du in einer anderen Stadt, dann wirst Du klarkommen, No Problem. Ach ja, eine Sache noch: Die haben die Ampeln oft erst nach der Kreuzung augestellt, das kann manchmal gewöhnungsbedürftig sein. Das gefährlichste meiner Meinung nach ist, wenn Du zurück kommst und die sturen Deutschen fahren siehst. Dann bekommst Du ANGST! Gute Fahrt und viel Spass

Das kann man! Allerdings würde ich eine Vollversicherung ohne Selbstbeteiligung abschließen, da manche Südafrikaner nicht versichert sind!

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