Kann ich gerichtlich gegen den Reisevermittler vorgehen wegen Nichtzahlung der Bonusverguetung?

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3 Antworten

Also, mal abgesehen davon, dass die Kosten für ein Gerichtsverfahren den Nutzen hier bei weitem übersteigen dürften und Richter solche Bagatellverfahren mit viel zu kurzen Fristsetzungen oft ganz "toll" finden... irgendwie steh ich gerade auf dem Schlauch:

Wofür wird die Bonusvergütung gezahlt? Welche Bedingungen sind damit vernüpft. Geht es um eine eigene Reise? Wenn die Vergütung 3 Tage vor Abreise hätte gezahlt werden müssen und jetzt eine gute Woche überfällig ist, dann ist die Reise gerade im Gange - oder war es ein Kurztripp?

Ansonsten, gerichtlich vorgehen kann man immer... die Erfolgsaussichten sind halt nur nicht immer die besten.

Der Betrag rechtfertigt kein Gerichtsverfahren. Allerdings kann man die Zahlung mit Fristsetzung anmahnen und geltend machen.

Dann mahnst Du noch ein 2. Mal mit Anwaltsandrohung.

Besteht der Anspruch zu Recht (da muss man sich natürlich sicher sein), übergibt man die Sache dann bei weiterer Zahlungsverwrigerung einem Anwalt zur anwaltlichen Mahnung. Das kostet Dich nichts, weil die Gebühren am Gegner hängen bleiben. Und der Anwalt macht es gern, weil es für ihn sehr leicht verdientes Geld ist. Bei diesem Betrag für nur einen Brief ca. 60.-- Euro plus Steuern nach aktueller Gebührenordnung.

JohannBreuer 17.01.2014, 14:08

Das 2. Mahnungsverfahren ist verstrichen. Was folgt dann? Kann dies gerichtlich eingeklagt werden? Ich bitte um genaue Vorgangsweise. Kann ich nun gerichtlich etwas einklagen mit RA, oder bleibe ich auf meinen Kosten sitzen?

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Nightwish80 17.01.2014, 14:33
@JohannBreuer

Wenn es dir so wichtig ist wende dich doch an einen Anwalt der sich im reiserecht auskennt. Das ist hier ein Reiseforum.Hier bekommst du keine rechtsgültigen Auskünfte.

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AnhaltER1960 17.01.2014, 15:43
@JohannBreuer

Gerichtlichen Mahnbescheid kannst Du jederzeit beantragen. Formblätter dafür gibts in jedem gut sortierten Schreibwarenladen. Gerichtsgebühren musst Du vorschiessen, wird so um die 15 Euro liegen bei dem Betrag. Weiter kein Aufwand. Aber auch kein Aufwand für die Gegenseite dem Bescheid in Gänze zu widersprechen (passiert mit hoher Wahrscheinlichkeit), dann musst Du mit einer Klageschrift aufwarten und deren Erstellung durch einen Anwalt und nochmal Gerichtsgebühren vorschiessen. Viel Spass.

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tauss 17.01.2014, 18:58
@JohannBreuer

Nochmals: Eine Klage ist zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt nicht notwendig.

Ich würde jetzt mit letzter Fristsetzung an Deiner Stelle mit dem anwaltlichen Mahnverfahren drohen. Daraus hast Du zunächst NULL Kosten. Du gehst dann, wenn nichts kommt, mit den Unterlagen zum Anwalt und der soll mahnen. Wenn dann immer noch nichts kommt, gibt's den Zahlungsbefehl.

Erst wenn dann nicht bezahlt und dem Mahnbescheid gar widersprochen wird, geht's in die nächste Stufe vor dem Amtsgericht. Ist der Mahnbescheid dagegen vorher rechtskräftig, kannst Du zum Gerichtsvollzieher.

Auf den Kosten bleibst Du nur sitzen, wenn beim Gegner nichts zu holen und/ oder Dein Anspruch nicht wasserdicht ist. Ansonsten nicht.

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Es scheint dir offenbar ums Prinzip zu gehen, anders kann ich mir den Ärger und Aufwand den du betreiben möchtest, nicht erklären.

Ich sage damit nicht, dass du im Unrecht bist. Hier ist nur die Frage und gebe ich zu bedenken, ob es sich dafür lohnt, den Geldbeutel und deine Nerven zu strapazieren.

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