Ist eine Mietpreisminderung oder gar eine geforderte Entschädigung rechtens?

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3 Antworten

Versuchen kann man's... Rechtsrat kann ich hier ohnehin nicht erteilen. 

Allerdings stellt sich die Frage, ob Ihr selbst zum Zeitpunkt der Anmietung von der (Groß-)Baustelle (?) wusstet und z.B. eine (sehr) ruhige Lage angepriesen habt. Was sagt Euer Prospekt? 

Mit Alltagslärm muss ein Urlauber rechnen, wenn er z.B. mitten im Ort bucht. Es hängt, zumal bei 200m, also sehr von den Umständen ab. Seid Ihr im Stadtzentrum oder ein Waldhotel? Wird z.B. mitten in der Nacht gebaggert? Wird nur etwas Erde ausgehoben oder gar Fels bearbeitet? Wie lange existiert die Baustelle schon, hattet Ihr also Kenntnis und dieses verschwiegen etc. etc.?!?!  

Wenn Ihr glaubt, bei diesen Punkten auf der sicheren Seite zu sein, müsst Ihr auf die Forderung nicht eingehen und könnt einer evtl. Klage gelassen entgegensehen. Natürlich könntet Ihr auch, mit dem ausdrücklichen Hinweis auf Kulanz, etwas im Preis entgegen kommen. 

Im Übrigen würde ich diese Aussage des Amtes, sofern Ihr sie nicht schriftlich habt, diesem schriftlich bestätigen, damit auch das für den Fall der Fälle einer späteren rechtlichen Auseinandersetzung dokumentiert ist. 

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Kommentar von Hakse
03.04.2017, 15:41

Hi, vielen Dank für die Antwort. Die Baustelle befindet sich auf einer Nordseeinsel. Dort gibt es keine Felsen oder Felsarbeiten. Gearbeitet wird nur tagsüber mit Mittagspause während der Mittagsruhezeit. Von der Baustelle wussten wir auch erst seit wenigen Tagen bzw als wir da waren wurde dort nicht gearbeitet. Wir sind jederzeit bereit da entgegenzukommen aber anpampem lassen  muss man sich auch nicht.

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Ich würde ihm einen gewissen Rabatt zugestehen. Aber vor allem liegt das ja außerhalb dessen, was du zu vertreten hast und vertreten kannst. Mit sowas muss man doch eigentlich auch überall rechnen. Aber die Deutschen sind halt leider oft so...

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Hallo,

Baggerarbeiten können (gefühlt) durchaus eine Belästigung darstellen. 200 m offenes Gelände ist nicht gerade viel. Gerade im Urlaub (es geht ja wohl um eine Ferienwohnung) möchte man Ruhe haben. Und auch die "offiziellen" Einschätzungen des Ordnungsamtes helfen den leidgeplagten Mietern wohl wenig. Schon heftig...

Ich denke, dass in diesem Fall eine Preisminderung von eurer Seite ein gutes Angebot sein könnte.

Fakt: Die Urlauber wollten einen schönen entspannten Urlaub verbringen, war aber aufgrund der aktuelle (Bau-)Situation offensichtlich nicht möglich.

Ich habe keine Ahnung, wie das rechtlich aussieht, aber man sollte in seiner Anzeige/im Angebot darauf hinweisen, und kann verstehen, dass man als Mieter dann leicht entnervt ist.

Einigt euch doch auf eine Entschädigungssumme. Also nur Hälfte des Mietpreises oder was weiß ich. Die Tatsache, dass ihr nichts dafür könnt, ist irrelevant. Die Mieter haben nicht bekommen, was sie wollten.

LG von Endless

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Kommentar von Hakse
03.04.2017, 15:44

Man ist leicht genervt wenn der Mieter im 6 Stunden Rhytmus anruft weil der Kühlscharank nicht schnell genug kalt wird (1h nach einschalten) und etliche ähnliche "Beschwerden" vorbringt mit der klar erkennbaren Absicht eien Mietminderung zu erreichen. Gegen eine Preisminderung habe ich nichts bei realen Gründen aber eine echte Lärmbelästigung findet schlichtweg nicht statt.

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