Ist ein Superzoom Objektiv für Reisen zu empfehlen, oder ist der Qualitätsverlust zu groß?

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5 Antworten

Die Antwort wirst Du am Ende selbst geben müssen. Denn einiges hängt von Deinen Photogewohnheiten ab.

Zunächst: Das Superzoom verbindet Eigenschaften (den Zoombereich), die technisch kaum umzusetzen sind. Das hat Konsequenzen, zumal das Superzoom nicht zu teuer sein darf. Die Superzooms haben deutliche Schwächen im Weitwinkelbereich, Ausleuchtung der Ecken und Schärfe in den Ecken. Und dann fehlt es an Lichtstärke. Setzst Du Filter ein, so werden die teuer, da das Superzoom grosse Objektivdurchmesser hat, meist 72 mm.

Pro: Selbstverständlich nur ein Objektiv mitzunehmen, kein Wechsel des Objektivs, kleinere Kameratasche für unterwegs. Und es kostet nicht die Welt.

Ich habe so ein Objektiv eine Zeitlang verwendet, bin aber wieder davon abgekommen. Stattdessen gehe ich auf Lichtstärke und nutze lichtstarke Festbrennweiten - nachträglicher Bildausschnitt ist bei digitalen Bildern am Rechner nicht mehr das Problem. Zumal, wenn das Bild mit guter Optik gemacht ist und aufgrund der Lichtstärke wenig Korn hat.

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Von einem 28-300er Objektiv würde ich dir bei einer APS-C-Kamera schonmal grundsätzlich abraten, denn da fehlt dir der komplette Weitwinkelbereich. Ansonsten kommt es sehr drauf an, wohin du reist und was für Motive es gibt. Viele (z.B. mein Vater) verreisen nur mit einer Festbrennweite. Ich würde am ehesten ein Tamron 17-55mm 2.8 empfehlen, das deckt den wichtigsten Brennweitenbereich ab und hat trotzdem eine gute Lichtstärke. Dadurch ist es viel universeller einsetzbar als ein Superzoomobjektiv, das vielleicht einen größeren Bereich abdeckt, aber nur bei strahlendem Sonnenschein zu gebrauchen ist. Bei zu wenig Brennweite kannst du notfalls immer noch croppen, aber wenn deine Bilder verwackelt oder verrauscht sind, sind sie einfach für die Tonne.

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18 - 35 ist quasi ein Standardobjektiv geworden, das für sehr gute "normale" Urlaubsreisefotos völlig ausreicht, wenn man kein Magazin an Objektiven mitschleppen will. Für Makroaufnahmen oder anspruchsvolle Fotografie scheuer Tiere für Geo-Reisen wäre es nicht unbedingt geeignet ;)

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Hi,

wenn du wirklich nur EIN Objektiv mitnehmen möchtest und nicht die höchsten Ansprüche hast, ja dann ist das ok.

Ich halte nicht sooo viel davon (Qualität bei weiten Entfernungen, hmmm).

Bin auch grad nicht auf dem Laufenden, was denn so die neuen Objektive hergeben oder was sie leisten. Da würde ich mal die neuesten Tests ansehen. (also 28-300 ist schon grenzwertig, das geht auf Kosten der Fotoqualität bei weiten Entfernungen).

Ich schleppe lieber meine ganzen (schon älteren) Objektive einzeln mit, aber eigentlich ist das eher eine Frage für fotocommunity.de oder ein Fotoportal.

Aber wenn du jetzt keine riesigen Vergrößerungen machen und auch nicht viel rumschleppen möchtest, passt das schon (ist immer eine Frage des Anspruchs).

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Hallo,

bei den vielbeworbenen Reisezoomes von Tamron ist die Qualität eher mäßig. Normalerweise gilt, dass bei steigendem Faktor die Qualität nachlässt. Es gibt aber auch Ausnahmen, ich habe ein Sigma 50-500 APO USM, dass entsprechend korrigiert ist und eine wirklich gute Abbildungsleistung liefert. Kostet dann aber auch entsprechend Geld.

Am besten Du vergleichst die Zooms, die für dich in Fage kommen, Bewertungen gibt es´im Netz ja genug. Testfotos mit deiner Kamera sind natürlich auch eine gute Idee, dann findest Du schon deine "stand alone-Lösung"

LG

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hannipa 17.12.2014, 16:41

Dieser Tipp mit dem 50-500 kann eigentlich mehr als Schwerz gemeint sein, denn es fehlt der Hinweis das neben dem Geld das Ding so groß ist, dass man sich auch 2-3 andere Objektive in die Tasche packen kann ;)

Ich persönlich würde auf Grund der Qualität vielleicht eher auf etwas Brennweite verzichten und mir eben kein Super-Zoom kaufen. Vielleicht ein 18-105 oder so, wenn es eine APS-C Kamera ist. Bei einer Vollformat vielleicht 24-105mm. Eines steht jedenfalls ganz sicher: meist gilt: mehr Glas = besser. Einfach mal die ganzen Objektive bei http://www.edigitech.de/objektive/ durchgehen, dann sieht man das schon. Am Ende ist aber auch die Frage was will und kann man sich leisten? Und wie viel will man schleppen? Das kann nur jeder für sich persönlich entscheiden.

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