Herumliegender Müll in Albanien tatsächlich so schlimm?

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4 Antworten

Ich war letztes Jahr im Oktober (allerdings nur für einen Tag) in Albanien in und in der Umgebung von Sarandë und muß den zwei Radlern rechtgeben, ich kenne kein anderes Land weltweit (und war wirklich schon in einigen) in dem so viel Müll herumliegt, nicht nur in der Stadt (da geht es sogar noch) sondern auch auf dem Land, auch an den touristischen Anlaufpunkten und mitten in der Natur.

Die Einheimischen träumen von mehr Tourismus, so lange dort das Umweltbewusstsein so gering ist glaube ich aber eher nicht an eine Trendwende für die nahe Zukunft.

Da niemand gerne Müll auf ein Bild packt habe ich keine Dokumentation dazu, meine paar Bilder waren schwer genug ohne Müll darauf zu erstellten, leider.

Meine Kenntnisse sind allerdings nur auf die Umgebung von Sarandë beschränkt, wie es in anderen Teilen des Landes aussieht oder in Tirana selbst kann ich nicht sagen.

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Kommentar von Seehund
09.01.2012, 20:48

Hallo Zinni,

mag sein, dass ich wegen vieler Eindrücke in sehr südlichen Gefilden beeinträchtigt bin, gerade weil ich vielleicht die guten Ecken suche ... Hat mich zum Nachdenken gebracht. Hmmmm.

LG

Die Robbe

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Kommentar von mrbock
10.01.2012, 08:56

Danke für die Bilder ohne Müll!

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Leider war ich noch nicht in Albanien! Habe jedoch gerade kürzlich mit zwei Leuten gesprochen, die das Land in diesem und letzten Jahr jeweils auch individuell bereist haben (allerdings mit Auto) - und die waren begeistert von den Menschen und vor allem der Landschaft! Die haben nichts erwähnt von 'Müllbergen' - kommt wohl auch ein wenig auf die persönliche 'Toleranzgrenze' reiches Mitteleuropa vs. quasi 'Schwellen-/Entwicklungsland' an!

Auch in Deutschland waren die Straßenränder vor 30-40 Jahren noch ziemlich mit Müll gesäumt - und es war viel 'Erziehung' notwendig, daß nicht jede/r einfach seinen Müll so zum Autofenster hinaus wirft (es gibt allerdings bis heute noch erziehungs-resistente Zeigenossen, die das immer noch machen!).

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Das mit dem Müll ist tatsächlich schlimm, aber meines Erachtens nicht sooo schlimm, dass man das Land nicht mehr geniessen kann. Albanien hat sicherlich ein Müllproblem: zu viel wird einfach weggeworfen und zu oft fehlt es an einer ordentlichen Entsorgung. Der Müll ist aber in der Regel dort, wo Menschen sind (Ortsränder und so) – nicht dort, wo ich ein Naturerlebnis suche. Leider ist auch nicht jeder Strand gerade gut gereinigt. Aber das sind so oder so die überbevölkerten – nächste Bucht dürfte dann besser sein. Klar kann man sich ab jeder Plastikflasche oder jeder Plastiktüte aufregen, die irgendwo rumliegt und manches Foto versaut. Aber man kann auch versuchen, den Urlaub zu geniessen und die kleineren Verschmutzungen übersehen (bei uns ist ja auch nicht immer alles perfekt).

Daneben stören sich viele an anderen ungewöhnlichen Bildern, insbesondere die vielen Baustellen und unfertigen Häuser. Albanien ist eben ein armes Land im Umbruch. Wer nur auf potenkinische Urlaubsdörfer aus ist, ist dort sicherlich fehl am Platz.

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Kommentar von Zinni
11.01.2012, 08:47

Na klar, zwei Radlern die quer durch Ost- und Südosteuropa fahren sind auf potenkinische Urlaubsdörfer aus...

Kein Mensch hat sich wegen einer Plastiktüte oder Flasche aufgeregt (geschweige denn wegen einem versautem Bild), da lag schon mehr rum, und "kleineren Verschmutzungen" ist die Untertreibung des Jahres, zumindest an dem Tag wo wir da waren und die Gegend die wir besucht hatten, auch in den Naturschutzgebieten wo wir waren.

Abends war der Abfall dort das Dauerthema bei allen Mitreisenden (nein, genossen hatte den Aufenthalt dort keiner, und niemand konnte sich vorstellen dort Urlaub zu machen), bei allen anderen Zielen war dies nie ein Thema sondern nur die Schönheiten der jeweiligen Region.

Ich schränke allerdings mich immer noch auf meine bescheidenen Kenntnisse ein das ich nur ein Tag dort war und nur eine bestimmte Region gesehen hatte, vielleicht ist es in den Bergen, im Norden, in Tirana oder sonst wo anders.

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Kommentar von annabel
11.01.2012, 10:29

@albinfo ...potenkinische Dörfer ...??

Bitte, jetzt nix für ungut nehmen : Aber es heißt richtig :

Potemkinsche ( manchmal auch "Potjomkinsche "geschrieben ) Dörfer.

Und zwar soll einst der russische Fürst Potemkin (1739-1791) der Zarin Katharina auf einer Krim -Inspektionsreise nur blühende Dorfattrappen gezeigt haben. (Allerdings wird auch gesagt, dass diese Geschichte damals von Hofschranzen nur erfunden wurde) Jedoch hat sich der Begriff "Potemkinsche Dörfer "irgendwie eingebürgert und ist heute ein Sinnbild für Lug und Trug, für das Vorspiegeln falscher Tatsachen .

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Hallo,

sofern sich in den letzten vier Jahren nichts bahnbrechendes verändert hat kann ich nur sagen: Ich habe da nichts aussergewöhnliches wahrgenommen, so sauber wie in Garmisch-Partenkirchen ist es aber sicher nicht.

Alles in allem ein sehr interessantes Land mit freundlichen Menschen, fairen Preisen und köstlichem Essen, ich würde hinfahren. Vielleicht hat es ja so etwas wie einen Streik gegeben und die Radler haben es nicht gewusst.

LG

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