hat einer schonmal §193 BGB angwandt und kennt sich aus?

3 Antworten

Hallo, als o wir haben 30 Tage vor Reiseantritt per Fax gekündigt. Laut Geschäftsbedingung sind damit 15% des Reisepreises fällig.Diese haben wir als Anzahlung geleistet, damit war der Fall für uns erledigt. Der Reiseveranstalter sagt aber nun Storno per Fax zählt auch der Zugang ab Montag. Damit wären es nur 29 Tage und wir müßten nochmal 15% ds Reisepreises zahlen. Ich verstehe Paragraph 193 BGB so das sich die Frist wenn sie auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag fällt, um einen Werktag verschiebt. Der Reiseveranstalter sagt nicht der Postausgang ist laut deren Geschäftsbedingungen maßgeblich, sondern der Eingang, sprich die Bearbeitung.Witzigerweise werben sie im Internet mit 7 Tagen sind wir für sie da. Danke für Antworten.

Hallo, erstmal vielen Dank für eure Antworten. Ich hab sowas noch nie geschrieben, daher bin ich nicht so vertraut damit, was Ihr an Infos braucht. Ihr habt natürlich Recht das der Sonntag ungünstig war. Das gemeine an der Sache ist ja das unsere schriftliche Kündigung(leider nicht per Einschreiben) angeblich nie bei Demed angekommen ist. Das haben wir Samstag durch ein Telefonat mit der Hotline erst erfahren und haben dann Sonntag per Fax storniert. Aber es sieht so aus als hätten wir Pech gehabt und müssen tatsächlich bezahlen. Gruß Claudia

Du hast es schon richtig geschrieben - leider nicht per Einschreiben. Das lernt man irgendwann im Leben - es gibt viele, die unvorteilhafte Briefe grundsätzlich nur dann zur Kenntnis nehmen, wenn sie eingeschrieben kommen. Ein Anwalt würde Dir übrigens auch sagen können, unter welchen Voraussetzungen auch ein normaler Brief als angekommen gelten wird.

In der Summe -verschwundener Brief, und Beharren auf Frist beim Fax- macht es den Anschein, dass der Veranstalter mit allen Tricks sich in eine für ihn vorteilhafte Position bringen möchte und das Wort Kulanz ein Fremdwort für ihn ist. Ob es lohnt dagegenzuhalten, kann Dir wirklich nur ein Anwalt sagen. Ob Du einen bemühen möchtest, hängt vom Nervenkostüm, einer vorhandenen Rechtsschutzversicherung bzw. verfügbaren Mitteln, aber natürlich auch vom in Rede stehenden Betrag ab.

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Tjo, wenn man auf den letzten Pfiff reagiert und es dann noch um Geld geht, wird das Bein dicke und es werden die Stunden gezählt.

Sicher kann man den 193 BGB so lesen wie Du es getan hat. Nur, mit den paar Brocken, die Du hingeworfen hast, kann niemand hier beurteilen, ob der 193 überhaupt einschlägig ist oder wirksam vereinbart wurde.

Die Auffassung des Reiseveranstalters, dass der Zugang unabhängig vom Absenden des Fax erst am nächsten Werktgag bewirkt ist, scheint jedenfall durch Gerichtsurteile gedeckt zu sein. Lies in dem Zusammenhang mal, was bei wikipedia unter Zugang steht. Und vor allem, was in dem dort verlinkten Urteil steht. GuggstDuHier: http://de.wikipedia.org/wiki/Zugang

Ob Du dem nun entgegenhalten kannst, dass er mit 7 Tagen die Woche wirbt, wird am Ende nur ein Richter wirksam entscheiden können. In dem Zusammenhang spielt ja auch eine Rolle, wann Du an dem Sonntag das Fax gesendet hast. Wissen wir nicht - 8 morgends ist dann vielleicht etwas Anderes als 10 abends. Denn mit 7Tagen rund um die Uhr hat der Veranstalter nicht geworben.

Kurzum: Das ist keine Frage für ein Internetforum (mit den wenigen Informationen schon mal gar nicht), sondern für einen mit Reiserecht vertrauten Anwalt.

Dies ist keine Rechtsberatung, ich stelle nur meine persönliche Meinung dar, verbunden mit dem Rat sich sachkundigen juristischen Beistand zu holen.

teilstorno durch mitreisenden

Ich habe eine Frage. Wir haben zu zweit eine Reise gebucht und haben BEIDE auf der Buchungsbestätigung unterschrieben. Es handelt sich um eine Pauschalreise im DZ. Nun möchte der "Mitreisende" von der gemeinsamen Reise zurücktreten bzw. stornieren, obwohl der "Hauptreisende" nicht stornieren will.Wie gesagt, beide haben eine Unterschrift geleistet. Nun meine Fragen: - Kann der Mitreisende einfach stornieren? Ohne meine Zustimmung? - Muss der Mitreisende alle Kosten tragen? Nur die Stornokosten (gesamt) oder auch die Mehrkosten für Änderung auf ein EZ nun? - Hat man als Hauptreisender nun den finanziellen Schaden (mit) zu tragen? - Hat der Hauptreisende nun Pech und bekomt die Mehrkosten nicht ersetzt? - Was passiert, wenn der Hauptreisende dem Storno einfach nicht zustimmt? HINWEIS: Es gibt keine RR-Versicherung! - Was kann man tun? - Die beiden Parteien haben nun keinen Kontakt mehr -> aber der Mitreisende trägt die Schuld bzw. hat dies herbeigeführt und will sich nicht an den gemeinsam eingegangenen Vertrag halten - Oder darf der Reiseveranstalter nicht mehr für ein EZ nun nehmen (habe ich irgendwo gelesen: "Der Rücktritt darf für die Mitreisenden keine Auswirkungen haben, z.B. darf keine zusätzliche Einzelzimmerpauschale von Mitreisenden gefordert werden") - Eine Ersatzperson ist übrigens nicht vorhanden - Muss sich der Hauptreisende nun einen Anwaltt nehmen udn wer trägt die Kosten (es besteht keine Rechtsschutzversicherung) - Wie sind die Chancen? Weiss jemand Rat? Bitte keine Spekulationen! Nur Fakten! DANKE - EILT ÜBRIGENS! -> Reiseantritt ist in ca. 3,5 Monaten - Was passiert mit den Anzahlungen? Der Reiseveranstalter will etwa 140 Euro Storno plus einer der bereits geleisteten Anzahlungen. Änderung auf ein EZ würde ca. 500 Euro kosten zusätzlich!!!

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