Hallo, ich habe eine Frage betreffs Georgien. Möchte mit dem Wohnmobil dort hin reisen, weiß aber nicht, ob es dort Campingplätze oder etwas ähnliches gibt,?

...komplette Frage anzeigen

1 Antwort

ich bin kein wohnmobil-experte, weiß aber von meiner radreise u. a. durch georgien, dass wild campen (mit dem zelt!) dort überhaupt kein problem war. kann mich tatsächlich nicht erinnern, im landesinneren auch nur einen einzigen campingplatz gesehen zu haben. das mag an der küste anders sein, ich bin aber von batumi über gori und tblisi durch's landesinnere nach azerbaidschan gefahren. sicher muss man auch bei der auswahl der routen sehr auf die straßenbeschaffenheit achten, die manches mal wirklich sehr abenteuerlich war, ebenso wie die streunenden hunde und die auf oder über die straße laufenden kühe.

aber wofür braucht man, wenn man im wohnmobil unterwegs ist, überhaupt einen campingplatz? bin früher viel mit dem vw camper unterwegs gewesen und habe campingplätze stets gemieden. war wesentlich interessanter!

Tonicek 22.07.2017, 12:27

Hallo, hborn45, danke f. Deine Zeilen. - Ja, wildcampen mag immer möglich sein, ist aber auch immer eine Frage der Sicherheit. Irgendwo wild in der Pampa stehen, wo man nicht weiß, ob man unliebsamen Besuch desnachts bekommt, ist auch kein angenehmes Gefühl. Camping im südl. Kaukasus ist so gut wie unbekannt, hat auch gar keine Tradition. Ähnlich ging es mir vergangenes Jahr mit dem WoMo in Israel + Jordanien, hatte aber überhaupt keine Probleme, passende, sichere Plätze zum Schlafen zu finden. Bevorzugen tue ich diesbezüglich nonstop geöffnete Tankstellen, Hotelparkpl., Polizeiwachen usw.- Natürlich hast Du recht, wenn Du schreibst: 

"aber wofür braucht man, wenn man im wohnmobil unterwegs ist, überhaupt einen campingplatz? bin früher viel mit dem vw camper unterwegs gewesen und habe campingplätze stets gemieden. war wesentlich interessanter!"

Das stimmt zu 100 %  -  allerdings erinnere ich nochmals an die SICHERHEIT i. d. PAMPA! Desweiteren braucht man ja hin + wieder Wasser, manchmal auch eine Steckdose - zwar ganz selten, die Solaranlage schuftet wie wild auf dem Dach. Einen großen Stromverbrach hab' ich auch nicht, alles LED-Lampern + vor allem auch keinen TV an Bord.-

Ein wichtiger Aspekt für mich ist auch mal, auf einem Camping gleichgesinnte Reisende zu treffen [keine NECKERMÄNNER !!!] - das ist manchmal für mich als Alleinreisenden wichtig, da ich oftmals den ganzen Tag alleine im WoMo bin. Und weit drin in der Pampa, abseits jeglicher Zivilisation. ist es schon schwierig, andere Traveller zum Austausch zu finden.- In DE + Westeuopa gehe ich ganz selten auf Camping's = langweilig, viele lärmende Kinder + viel zu teuer.

Schönes Wochenende für Dich + vielen Dank.


P.S.: Azerbaidshan fällt für mich weg, da nicht ganz einfach die Visumsbeschaffung + zum Anderen möchte ich Berg Karaback besuchen, für mich sehr interessant !!! Und das mögen die Azerbaidshis nicht ganz so doll . . . oder ???



0
hborn45 26.07.2017, 19:03
@Tonicek

okay, tonicek, mit dem wohnmobil wild campieren ist sicherlich eine andere nummer als mit dem zelt. bei letzterem hatte ich noch nie sicherheitsprobleme und somit auch keine wirklichen befürchtungen, auch im südlichen kaukasus ging das (siehe meine reiseberichte bzw. routen-karte http://www.herbertborn.2wf.de/D.php?nord=42&ost=43&zoom=7). allerdings versuche ich dabei natürlich stets, mich sehr diskret zu platzieren und niemandem im wahrsten sinne des wortes zu nahe zu kommen. je weiter weg von zivilisation und/oder sichtbarkeit, desto sicherer. 

mit dem vw-bus hatte ich auch nie ein sicherheitsproblem, sondern höchstens mal mit der örtlichen polizei, wobei das z.b. in frankreich sehr höflich, in österreich dafür sehr rüde (und teuer) ablief. gemessen aber an den gesparten campingplatz-gebühren immer noch billig. ;)

das treffen gleichgesinnter ist natürlich ein nicht unwesentlicher aspekt, vor allem, wenn man in unbekannten regionen unterwegs ist und auf erfahrungen oder hinweise anderer zurückgreifen kann oder gar angewiesen ist. das gilt für's tourenradeln genauso, und deshalb steuere ich in den städten immer backpacker hostels an, wo man stets andere reiseradler, mitunter dann auch willkommene mitradler findet.

das thema elektroenergie hat beim radeln dank mittlerweile effizienter technik (solarpanels, nabendynamo, power/akku-packs) keinen wirklichen belang mehr. und wasser bekommt man immer irgendwo, okay, vielleicht nicht so leicht in der sahara. hatte aber selbst in den wüsten in aserbaidschan (mugan), iran (dasht-e-kavir), turkmenistan (karakhum) oder china (takla makan) immer ausreichend zugang zu wasserquellen bzw. einkaufs-/auffüllmöglichkeiten.

wünsch dir in jedem fall ein tolle reise!


0

Was möchtest Du wissen?