Gibt es einen Malariaschutz ohne Chemie?

4 Antworten

Hmmm, eigentlich stimme ich dir zu, Impfungen sind eine belastung für den Körper und es stellt sich die Frage, ob einige Impfungen wirklich nötig sind!? Allerdings würde ich bei Malaria eine Außnahme machen, weil es eben keine wirklich gute Alternative gibt. Hausmittel wie Apfelessig, Lavendel oder Lemongras versagen meistens und ein Mosquito-Netz über dem Bett, würde mir persönlich nicht ausreichen.

Ich weiß nicht, wo Du das von der angeblichen "Malaria-Impfung" her hast!

Lt. Aussage meines Tropenarztes ist das wichtigste in Malaria-Gebieten ein konsequenter Schutz - also weiße Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen tragen, vielleicht noch gegen Mücken imprägniert. Alle ungeschützten Hautareale - auch die Kopfhaut und Ohren - mit wirksamem Mückenschutz einreiben! Stets nur unter Moskitonetzen schlafen, die keine, auch nicht kleinste Löcher haben dürfen und nicht beim Schlafen auf dem Körper aufliegen! Kein Parfüm, parfümierte Gesichtscremes, Haarsprays oder Deos benutzen!

Eine Prophylaxe empfiehlt er mir seit Jahren nicht mehr, weil dadurch die Resistenz der Erreger gegen diese Medikamente schnell zunimmt. Er verschreibt mir stets ein Stand-By-Medikament für den Fall "dass der Behandler schlimmer aussieht, als die Krankheit sein könnte", sprich: Falls Malaria-Symptome auftreten, aber kein vernünftiger Arzt oder Krankenhaus sofort erreichbar sind, das Medikament nehmen und auf schnellstem Weg zivilisiertes Krankenhaus/Arzt/Medizinstation erreichen. Dort wissen sie, welches Medikament gegen den Erreger in der Region hilft und haben das auch vorrätig.

Ohne Chemie würde ich es nicht probieren, denn dann könntest Du im Krankheitsfall mit ganz schön viel Chemie in Berührung kommen müssen!

@ Roetli: Herzlichen Glückwunsch zum Arzt! Das hat sich bei Hausärzten leider noch nicht so recht herumgesprochen, die Resistenzbildung wird durch Prophylaxe in der Tat unnötig beschleunigt, was niemandem hilft.

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@Seehund

Deswegen rate ich ja auch immer zum Tropenarzt!

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@Seehund

@seehund: Deswegen rate ich ja auch immer zum Tropenarzt!

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Um es noch mal zu erwähnen: ES GIBT KEINEN MALARIAIMPFSTOFF! So, du kannst eine Prophylaxe nehmen, die aber unglaublich auf den Magen geht und auch nicht länger als 14 Tage wirkt. Es gibt auch ein Homöopathisches Mittel mit dem Namen Malaria officinalis Nosode C 200. Davon kann man natürlich halten was man will. Was ich immer mache ist das Homöopathische Mittel zu nehmen (keine Nebenwirkungen) und die Malariamedizin im Rucksack dabei zu haben. Wenn dann Malariasymptome auftreten sofort das Mittel nehmen und zum nächstgelegenen Arzt fahren. Ich war schon sehr oft in Malariagebieten und musste noch nie das Mittel nehmen.

"Ohne Chemie" geht es nie, egal ob Prophylaxe, Repellens (Abwehrmittel) oder Behandlung. Sinnvoll ist eine Kombination von mechanischem Schutz (Moskitonetz mit kleinen Maschen, Gesichtsschleier), Repellens und Stand by- Medikament. Jedes für sich alleine gewählt reicht nicht, schließlich gibt es noch andere, ähnlich übertragene Krankheiten (Schlafkrankheit, Dengue, Gelbfieber, .....) an denen man sterben kann.

Wie bereits eingehend beschrieben: Nein. Auch spricht man nicht von Impfung, sondern von Prophylaxe, die in Tablettenform verabreicht wird. Zwar wird immer wieder von haarsträubenden Nebenwirkungen berichtet, jedoch treffen diese definitv nicht auf alle Personen zu und variieren auch von Medikament zu Medikament. Diesbezüglich gilt es, sich mit dem Arzt eingehend darüber zu unterhalten. "Malarone" gilt als derzeit die Prohylaxe mit den wenigsten Nebenwirkungen und wird allgemein recht gut vertragen. In der Regel beginnst du ja bereits vor deiner Reise mit der Einnahme und könntest ggf. die Einnahme beim Auftreten von gravierenden Nebenwirkungen auch wieder absetzen. Letztlich ist und bleibt es eine Abwägung zwischen Nutzen und Risiko; je nachdem, wie malariadurchseucht dein Reiseziel ist, musst du einfach individuell entscheiden, ob es sinnvoll ist oder nicht bzw. du das Risiko eingehen möchtest. Fernreise heißt nicht automatisch, dass man in ein malariagefährdetes Gebiet reist! Ein konsequenter Mückenschutz ist natürlich eine "sanfte" Alternative, doch die Betonung liegt hier auf konsequent. Es gibt zahlreiche Mittel, wie z.B. "No Bite" für die Haut und zum Imprägnieren von Kleidung, die äußerst wirksam, aber definitv auch chemische Keulen sind, wenn auch äußerlich angewandt.

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