Gefahr durch Gifttiere in Australien?

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5 Antworten

menschen vorm bereisen eines zivilisierten komntinents zu warnen ist albern. wenn eure nachbarn aber schon daheim unvorsichtige luftikusse sind ist es was anderes und eure sorge berechtigt. vermutlich ist der strassenverkehr in europa eine grösseere gefahr für touristen als die tiere in australien.

Nachdem ich nunmehr 3 Monate in Australien unterwegs war, lebe ich immer noch (smile).

Natürlich soll man nicht ins Meer reinhüpfen, wenn aussen ein Schild steht:

Aware of crocodile

Oder dann gibt es diejenigen, welche auf der Sightseeing-Tour im Boot sich halb über die Reling neigen und die Arme Richtung Wasser strecken. Wenn einem da ein Krokodil erwischt, ist man dann wirklich selber schuld.

Gefährlich kann es höchstens im Busch / Regenwald sein, und zwar wegen den "Stinning-Trees". Das sind Bäume mit Blättern, die man nicht anfassen sollte, weil sie sofort "stechen" und da gibt es noch keine Behandlungsmöglichkeit. Wird einem aber von der Reisebegeleitung gesagt - alleine sollte man eh nicht in den Busch rein.

Öfters hat es auch Schlangen dort, die können giftig sein, aber wie gesagt, man sollte halt nicht ohne Begleitung in Busch usw..... und ein bissl aufpassen schadet auch nix.

Australien ist meines Erachtens das schönste Land der Welt, und ich würde sofort wieder hin..... (sobald wie möglich)

Punkt 1 - es stimmt, daß in Australien sehr viele der giftigsten Tiere überhaupt leben. Hier bekommst Du einen Überblick, welche das sind: http://www.australien-panorama.de/fakten/ausfaunagefahrsonstige.html

ABER:

Wenn man die Verhaltenshinweise befolgt, die in dem Link angegeben wurden, kehrt man auch ohne Probleme wieder zurück. Ich war selber vor 3 1/2 Jahren in Australien und habe diese Tiere nur im Zoo hinter dicken Glasscheiben gesehen, obwohl wir auch durch den Tropischen Regenwald von Queensland gelaufen sind.

Australien ist sehr groß und Du hast auch nicht geschrieben, wohin Deine Nachbarn genau fliegen. Es ist ein traumhaftes Land und diese Erfahrung und Eindrücke kann einem dann niemand mehr nehmen.

Dass es in Australien eine faszinierende Tierwelt gibt ist unbestritten. Dazu gehören auch an Wasser und Land lebende Gifttiere, das ist richtig. Allerdings habe ich gehört, dass Touristen selten tödlich verletzt werden, meist trifft es die Einheimischen. Grundsätzlich sollte man sich aber natürlich schon vorab informieren und nicht unvorsichtig sein. Hier sind die wichtigsten Regeln zusammengefasst: http://www.tropenmedizin.de/info/gifttiere.htm

Die Furcht vor Schlangenbissen zählt zu den größten Befürchtungen insbesondere von Reisenden, die noch nie nach Australien gereist sind. Tatsache ist: Meistens sieht man als Besucher Schlangen vorwiegend tot am Straßenrand. Schlangen verschwinden meist schon, wenn man nur auf etwa zehn Meter herankommt. Übrigens: Die grössere Würgeschlangen sind ungiftig. Im Vergleich zu anderen Risiken auf einer Reise wird dieses Risiko enorm überbewertet. Australien ist das Zuhause von 21 der 25 Spinnen mit dem tödlichsten Gift weltweit. In Australien lebt als gefährlichste Giftschlange der Taipan, dessen Gift bereits in kleinsten Mengen hochwirksam ist und gefährlicher als das der australischen Tigerotter ist.

Schlangenbisse bei Menschen sind zwar in Australien nicht an der Tagesordnung, doch war das Maximum, das bisher pro Jahr erreicht wurde, immerhin 3000 Fälle. Bei den meisten Schlangen wird beim ersten Biss oftmals kein Gift injiziert wird ("dry bite"). Nur etwa ein Prozent dieser Fälle müssen mit Gegengift behandelt werden, dass es für die meisten Schlangenbisse gibt. Seitdem es diese Gegengifte gibt, werden pro Jahr nur ein bis zwei Todesfälle registriert.

Die gefährlichste Schlange ist der Inlandtaipan, der im heißen Outback lebt. Der Inlandtaipan hat das tödlichste Schlangengift überhaupt. Während bei anderen Schlangen beim ersten Biss oftmals kein Gift injiziert wird ("dry bite"), ist der Biss des Taipans fast immer mit dem tödlichen Gift versehen.

Schlangenbisse können zu jeder Jahreszeit auftreten, doch in den wärmeren Monaten ist die Gefahr wesentlich höher. Und auch wenn es auf dem Land deutlich mehr Schlangen als in der Stadt gibt, so dürfen sich Stadtbewohner keinesfalls zu sicher fühlen. In der australischen Stadt Adelaide zum Beispiel werden jedes Jahr hunderte von giftigen Schlangen aus Häusern geholt. Schlangenfänger ist deshalb ein gut etablierter Beruf.

Schlangen fliehen in der Regel vor herannahenden Menschen. Gefährlich kann es werden, wenn Kinder oder "Schatzsucher" Giftschlangen in ihrem Versteck aufspüren oder barfuss versehentlich auf sie treten. Wie kann man sich schützen?

Vor Beginn einer Wanderung bei Ranger oder örtlichem Verkehrsbüro über lokale Schlangen-Population informieren. Bei Wanderungen festes Schuhwerk und lange Hosen tragen. Moskitonetze können das Eindringen von Schlangen in Schlafstätten verhindern. Beim Gehen sollte man fest auftreten, da Schlagen vibrationsempfindlich sind und bei den Erschütterungen des Bodens fliehen. Bei Begegnungen mit Schlangen keine raschen Bewegungen machen, das reizt eine Schlange zum Biss. Schlangen sind stets schneller als der Mensch, daher nicht versuchen, sie mit Stöcken o.ä. angreifen zu wollen. Vorsicht vor allem in nicht einsehbarem Gelände, dunklen Felsspalten, Steinhaufen u.ä.. Auf dunklen Wegen sollten Taschenlampen die Trittspur ausleuchten.

Außer den Landschlangen gibt es noch rund 50 bekannte Arten von Seeschlangen. Nicht alle sind für den Menschen gefährlich, doch alle besitzen Giftdrüsen und Fangzähne. Die Mär, dass Seeschlangen einen Menschen aufgrund ihrer Maulform nur am Ohrläppchen oder zwischen den Fingern beißen könnten, ist nicht richtig. Seeschlangen sind jedoch nicht aggressiv, sondern höchstens neugierig. Zubeißen tun sie selten. Vorfälle passieren, wenn sich eine Schlange zum Beispiel in einem Fischernetz verfängt und sie sich bedroht fühlt. Kommt es zu einem Biss, so ist höchste Eile geboten, denn die Tiere sind extrem giftig!

Noch mehr Infos zu Gifttieren: http://www.australien-info.de/fauna_gefaehrlich.html

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