Fotografieren im Grand Canyon?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Eigentlich wie immer am Morgen und Abend: Dann präsentiert sich der Canyon als eigenständige Landschaft, als Meer aus Formen, Farben, Licht und Schatten. Das Mittagslicht dagegen ebnet die Dimensionen ein, Entfernung und Größe sind schwer auszumachen.

Die Ost-West Orientierung des Grand Canyon erleichtert das photographieren, denn so sind alle in den Canyon blickenden Aussichtspunkte ähnlich gut geeignet, um im Licht der niedrig stehenden Sonne gute Bilder zu machen.

Das erste Licht morgens läßt den rötlich-gelben Kalkstein "erleuchten". Später werden, eine nach der anderen, die vielfarbigen Erdschichten in sichtbar. Rückwärts erlebt man dieses Schauspiel spätnachmittags, die Schatten wandern dann zurück.

Besonders schön ist auch die Farbenpracht im Herbst, weiss ja nicht wann Du fahren willst:

Mit der im Oktober einsetzenden Laubfärbung der ausgedehnten Wälder und der meist strahlend blaue Himmel, plus sattes grün....

Tolle Antwort. Meine Erfahrung im Grand Canyon war leider, dass ich kein so besonders guter Fotograf bin. Meine Bilder waren wesentlich weniger schön als die Wirklichkeit. Aber dir viel Erfolg Märchenfee, du kannst es bestimmt besser als ich

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Gut ausgedrückt mariofs: "Wie immer am Abend und Morgen." Da ist meist das Licht am besten und wirft schöne Schatten und bringt mehr Kontraste. Ich bin ja der absolute Morgen-Fotografierfan (da ist das Licht m.E. einfach noch klarer.)

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Super ausführliche Antwort - danke! Hab eine neue Kamera und möchte wirklich schöne Bilder vom Grand Canyon machen :-)

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Natürlich beeindruckt der Canyon morgens und Abends durch seine extrem rötliche Färbung und die unheimlich anmutenden Schattenwürfe, jedoch sollte man auch einige Bilder am hellen Tag machen, da man ja auch die enormen Weiten des Canyons festhalten möchte!

Verstehe ich nicht: Wieso kann man am Morgen oder Abend die Weiten nicht festhalten?? Hat doch keiner gesagt, dass man nachts fotografieren soll. Aber wenn das Licht senkrecht fällt (wie z.B. um Mittag), lässt sich einfach die Tiefe nicht mehr so gut erkennen. Das hat nix mit der Färbung zu tun.

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@Endless

Durch die Staubarmut der Atmosphäre in den Morgenstunden kann man dann besonders gute Fernaufnahmen machen.

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