Erste Bali-Reise - was muss man unbedingt gesehen haben?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Mit dem Plan, 2-3 Tage im Süden zu sein und ansonsten Bali wirklich zu bereisen, hast Du schon mal einen guten Anfang. Der Süden ist alles, nur nicht Bali. Ausser Tanah Lot muss man da nichts gesehen haben. Anstatt aber dorthin zum Sonnenuntergang zu düsen, empfehle ich den Sonnenaufgang. Ja, man muss früh aufstehen. Dafür hast Du eine Chance, dem absoluten Volksfestrummel des Sonnenuntergangs zu entgehen.

Ich geb mal ein paar Anregungen. Wahllos, so wie`s mir einfällt.

In der Gegend von Lovina kannst Du Delfine sehen, oft auch bereits vom Strand aus.

Trotzdem Tausende das ebenfalls machen werden, Ulu Watu im Süd-Westen solltet ihr nicht auslassen.

Im Norden unbedingt den Tempel Pura Luhur Batukaru ansehen. Er ist mitten im Dschungel am Fuß Vulkans Gunung Batukaru. Mit ein wenig Glück ist da sonst keiner.

Pura Besakih am Vulkan Gunung Agung ist auch ein Muss, vermutlich aber überlaufen. Als ich dort war, fand gerade ein wunderbares Tempelfest statt. Sehr eindrucksvoll.

Ubud hast Du erwähnt, von da ist nicht weit zu Goa Gaja.Das ist eine Höhle, über deren Eingang ein Elefantenkopf gemeisselt ist. Tempel inside.

Im Norden lebt auch ein Volk, das seine Toten nicht verbrennt, sondern an der Luft verwesen lässt. Mir fällt trotz Anstrengung der Name nicht ein. Etwas abseits vom Dorf befindet sich ein Areal mit Tausenden von Schädeln und Gerippen. Schaurig schön, obwohl die dortige Dorfjugend ganz schön aufdringlich gebettelt hat. Das ist auf Bali ansonsten ganz und gar unüblich.

Ach ja, und wenn`s finanziell drin ist, mach einen Hubschrauberflug über Bali. Das wirst Du nie vergessen.

Meinst Du vielleicht die Bali Aga, die am Fuß des Vulkans Batur leben?

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@Roetli

Nein, die Bali Aga leben in Tenganan und sind eine wohlhabende Schicht. Ich hab zwar eine Menge Fotos von dem Dorf, das ich meine, aber keiner von uns weiss noch, wie das hiess. Das Dorf war der einzige feindselige Ort, dem ich auf Bali begegnet bin.

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Ich hab`s! Trunyan heisst das Dorf mit den vielen Totenschädeln. Die Erfahrung mit den unfreundlichen Einwohnern haben inzwischen offenbar viele gemacht. Es wird mittlerweile regelrecht davon abgeraten, das Dorf aufzusuchen.

Ich hatte das bereits wieder vergessen, aber wir haben damals eine Art Eintritt bezahlt und nicht wenig. Als wir nicht noch mehr geben wollten, versuchte man unser Boot zum kentern zu bringen. Da sieht man mal wieder, die unguten Sachen vergisst man zum Glück.

Dafür ist mir noch ein guter Tipp eingefallen. Banjar, ca. 10 km von Lovina entfernt. Das sind heiße Schwefelquellen in 2 Badebecken mitten in üppiger, tropischer Vegetation. Sehr erholsam. Ein Restaurant gibts auch, ebenso Umkleiden und sanitäre Anlagen. Was war das ein schöner Nachmittag dort!

Ganz in der Nähe konnte man erst über eine abenteuerliche Hängebrücke und dann durch knöchelhohes Wasser bis unter einen Wasserfall laufen. War nicht wirklich ungefährlich, aber toll.

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Wow danke für Deine Tipps!

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Am Besten ihr plant nicht so viel. Es reicht wenn ihr euch für die ersten beiden Tage nach der Ankunft vorab ein Hotel sucht, um den Kulturschock zu überstehen. Spätestens danach solltet ihr euch Roller mieten und einfach los fahren. In Bali ist jeder Richtung die Richtige und ihr werdet jeden Abend an einem tollen neuen Ort landen. Ihr werdet auch keine Probleme haben euch dort ein Hotel zu suchen ;-)

Hier erfahrt ihr wie ich mit dem Roller Bali umrundet habe:

https://travlgedengl.com/2016/10/17/3-wochen-bali-oder-bali-umrunden-in-9-tagen/

Hallo Bieneee, hier findest Du schon einmal gesammelt die Antworten, die für Bali hier im Forum schon gegeben wurden http://www.reisefrage.net/tag/bali/1. Wenn Du da mal stöberst, findest Du bestimmt mehr als genug für 3 Wochen.

Einen ganz speziellen Tipp hätte ich für Dich noch. Das kleine, aber mehr als feine 'Setia Darma House of Mask and Puppets' im Örtchen Kemenuh (nicht weit vom Weg von Ubud nach Denpasar oder umgekehrt) - ein ganz wunderbares Kleinod, wo man unzählige verschiedene Masken und Stabpuppen anschauen kann und daneben noch den herrlichen Park genießen, in dem diese Kostbarkeit liegt. Ich habe bisher noch kaum andere Touristen erlebt, war meist mit meiner einheimischen Begleitung ganz allein dort! Es ist eine private Einrichtung, der Eintritt ist mehr als gering!

Ubud hat sich leider in den vergangenen Jahren sehr zum Nachteil entwickelt. Ein Künstler'dorf' ist es längst nicht mehr, sondern sehr touristisch mit allen Begleiterscheinungen (sogar ein Starbucks Café gibt es seit 2010 dort). Aber es ist natürlich noch viel schöner als Kuta Beach und Umgebung :-)!

Es gibt aber noch einige sehr schöne Sachen, die man dort machen kann und auch noch ein paar Künstler und Handwerker, denen man über die Schulter schauen kann und diverse Gamelan-Vorführungen an der Hauptstraße entlang. Ich würde vor allem einen Besuch des 'ARMA' (Agung Rai Museum of Art) empfehlen und des wunderbaren Parkgeländes, in dem das liegt! Es gibt auf dem Gelände auch eine Legong-Schule, wo man manchmal zuschauen kann, wie anmutig schon kleine Mädchen diesem traditionellen Tanz nachgehen! Aif dem Gelände des ARMA gibt es übrigens auch ein hochpreisiges und luxuriöses Resort... :-)

Die hinduistische Dreieinigkeit im ARMA-Park - (Kultur, Ausflug, Sport) Teil der Stabpuppensammlung - (Kultur, Ausflug, Sport) Tradition und Moderne - (Kultur, Ausflug, Sport) Legong Elevinnen - (Kultur, Ausflug, Sport) Eine der hunderte von verschiedenen Masken im Museum - (Kultur, Ausflug, Sport)

Danke Roetli für die Tipps und die Bilder!

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