Ein paar Floskeln des Reiselandes lernen - peinlich oder Respektgeste?

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7 Antworten

Guten Tag, Adaman:

Es ist keineswegs "peinlich", wenn sich ein Gast die Mühe und die Zeit nimmt, ein wenig der Sprache zu erlernen, die in seinem Urlaubsland gesprochen wird.

Hier in Venedig wird es allgemein als höflich und zivilisiert erachtet, wenn sich Touristen bemühen. Es zeigt, dass man die Kultur und das Land als "eigenständig" respektiert und nicht als die Heimat einiger "Eingeborener", die froh sein sollen, dass "Tourist" überhaupt kommt und den Armen im Land zu leben ermöglicht. Ja, diese kennt man hier auch....

Auch wenn dein Sprachschatz bescheiden ist, und vielleicht das eine oder andere nicht ganz richtig, man schätzt es hoch ein.

LG

P.S. - für die meisten Sprachen gibt es sogar einen Link im Internet, um ein wenig "vorbereitet" zu sein:

http://www.urlaub-uebersetzung.com/Italien/Italienisch-lernen

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Kommentar von tintoretto
29.08.2012, 07:26

danke für den Stern!

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Ich finde ein paar Floskeln sollte man schon lernen, zumindest bitte und danke und guten tag. Das zollt respekt gegenüber dem Land und den Menschen die dort leben. Peinlich finde ich es wenn Personen einfach davon ausgehen das man auch deutsch spricht. Oder andersrum wenn Touristen nach Deutschland kommen udn davon ausgehen das man ja seine Sprache sprechen muss. Mir fällt das besonders bei Franzosen auf. Ich habe beruflich viel mit Touristen zutun und gerade Franzosen sind dann beleidigt das man leider kein französisch spricht und nur englisch, es wird dann auch nur auf französisch gefragt ob man französisch spricht. Widerum, habe ich die Erfahrung gemacht, muss ich mit Kollegen in Frankreich sprechen und frage auf englisch ob sie englisch spreche oder deutsch verstehen sie mich nicht, frage ich aber auf französisch ob sie englisch sprechen können sie es auf einmal. Sehr komisch. Ich weiß ja nicht ob es anderen auch schon so geganen ist oder ob das nur mir und meinen Kollegen aufgefallen ist.

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Kommentar von Lillllye
29.06.2012, 10:19

Ja, nach meinen Erfahrungen kann ich das auch bestätigen :) Allerdings habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass es im Süden (Cote d'Azur) etwas anders ist. Dort sind immer viele auch bereit, englisch zu sprechen, wenn es auf französisch zu schwierig wird. Es ist natürlich nett, auf der jeweiligen Sprache 'Guten Tag' sagen zu können, etwas höflich zu bestellen oder ein Zimmer zu buchen, mehr ist aber nun einmal schwierig, gerade für kurze Städtereisen. Und da sehe ich es auch als angemessen an, wenn die Leute, die im Tourismus arbeiten, auch englisch können, wenn sie mit zig Nationen konfrontiert sind.

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Ich finde es eher peinlich, wenn man in ein fremdes Land reist, ohne auch nur ein Wort der Landessprache zu beherrschen, in der Hoffnung dass die Menschen dort einem sprachlich entgegenkommen. Wenn man ein paar Floskeln auswendig lernt, zeigt man wenigstens, dass man sich Mühe gegeben hat. Und egal wie falsch oder unverständlich man spricht, man holt sich immer ein paar Sympathiepunkte und sorgt oft genug für Heiterkeit.

Mir ist es ja auch sympathisch, wenn mich ein amerikanischer Tourist auf Deutsch anspricht und nicht automatisch auf Englisch, in der Erwartung, dass ich seine Muttersprache beherrsche, obwohl er meine nicht kennt. Da ist es dann auch egal wie schlecht das Deutsch ist, der Versuch zählt und vielleicht kann man ihm ja noch ein paar Worte beibringen.

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Ich finde, dass man wichtige Begriffe schon lernen sollte. Ich beschäftige mich immer intensiv mit der Sprache, Kultur und Geschichte des Landes. Ich habe gemerkt, dass die Leute es sehr süß und auch lustig finden, wenn man versucht etwas auf der Landessprache zu sagen. Und dann kommt man auch gleich ins Gespräch mit den Leuten. Bin mit meinem Tamazight in Marokko zwar nicht weit gekommen, aber ich habe gemerkt, dass die Berber es toll fanden, dass ich es versucht habe.

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Es ist sicher nie verkehrt, in der Landessprache "Guten Tag", "Guten Abend" und ähnliche Kurzfloskeln zu verwenden. Besonders in nicht sehr touristischen Gegenden wir das gerne angenommen, ist meine Erfahrung ...

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Ich bin ein Berliner.

Kennedy sprach kein Wort Deutsch und hat auch diesen Satz in Lautschrift vom Blatt abgelesen. Dennoch - die Wirkung bei den Eingeboreren war umwerfend.

Als "Eisbrecher" sind ein paar Höflichkeitsfloskeln in Landessprache unersetzbar und alles andere als peinlich. Dass man kein Landsmann ist, wird jeder am Akzent hören, wenn es nicht schon äusserlich auffällt.

Entbehrlich sind hingegen Angleichungen in der Kleidung. Chinesinnen im Dirndl sind ebenso albern wie Bayern im Schottenrock.

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Kommentar von Roetli
28.06.2012, 22:39

DH - Du sprichst mir aus der Seele...

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Hallo,

nein, finde ich nicht peinlich, würde aber, statt nur ein paar Floskeln auswendig zu lernen, lieber die "Instantkommunikation" nutzen- das geht mit den hervorragenden Büchern aus der Kauderwelschreihe. Kann ich aus eigener Erfahrung nur empfehlen. Sie passen zudem in jede hemdbrusttasche und kosten nicht die Welt- bei mir hat es sogar mit Ketschua geklappt. Also immer dabei und sehr hilfreich: http://www.reise-know-how.de/sprachfuehrer-c-208_221.html

LG

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Kommentar von Seehund
28.06.2012, 14:39

Als ich letztens in Ungarn war, konnte ich nur "Sör" und "Kösönöm" (Bier und Danke) sagen. Alles hat prima geklappt :-)

LG

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