Dschungel erleben in Peru?

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Es gibt in Peru unzählige Möglichkeiten "Dschungel" zu erleben. Was viele nicht wissen ist, das rund 60% des Landes Peru URWALD ist. Viele Bereiche des peruanischen Dschungels sind nicht zugänglich und es verwundert daher kaum, dass es dort den höchsten Bestand an Primärurwald gibt. Die beste Zeit für den Dschungel ist im südlichen Teil Perus (z.B. die Regionen Manu / Puerto Maldonado) zwischen Mai und Oktober/ November. Im nördlichen Teil Perus (Iquitos) verschiebt sich das Klima wegen der Äquatornähe ein wenig. Hier empfehle ich die Reisezeit Juni - November. Also: in den europäischen Wintermonaten ist dort REGENZEIT. Und das bedeutet absolut unpassierbare Straßen und reißende Flüsse, unbedingt meiden! Und nun zu den empfohlenen Dschungel-Orten.

Auf meiner Liste rangiert ganz oben MANU. National Geographic nannte es mal die "Arche Noah" des Regenwaldes. Problem: es gibt nur sehr, sehr wenige Lodges dort und da alles in die Region gebracht werden muss, ist ein Besuch sehr teuer. Anreise ab Cusco.

Auch ganz schön, aber Flora und Fauna sind angegegriffen durch die Ölschürfungen (Quecksilberverschmutzung) ist Puerto Maldonado und Umgebung. Anreise ebenfalls ab Cusco. Aber: Die Region ist urbaner, es gibt viele Ansiedlungen. Trotzdem ein Erlebnis. VOr allem für jene, die auch Kontakt zur Bevölkerung suchen. Anreise ab Cusco.

Iquitos: Im Norden des Landes. Rund um die Stadt steht kaum noch ein Baum und die "klassischen" Lodges sind unspektakulär. Wir arbeiten hier aber eine Tagesreise entfernt mit einem Indianerstamm der Cocama im Pacaya Samiria Nationalpark zusammen - und das ist Abenteuer! Jedoch ohne Komfort. Tolle Naturerlebnisse und Tierbeobachtungen garantiert...!

Es gibt noch weitere Möglichkeiten. Pucallpa oder Tambopata - oder der Hochnebelwald rund um Kuelap...die Liste ist lang. Sprich: Es kommt darauf an, welcher Komfort, welche Brieftasche - und vor allem welche Erwaltungshaltung Du hast!

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