Deutscher Führerschein in Japan gültig?

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Verwendung deutscher Führerscheine in Japan:

In Deutschland ausgestellte internationale Führerscheine werden von Japan nicht anerkannt. Sofern Sie eine japanische Übersetzung bei sich führen, können Sie jedoch Ihren deutschen nationalen Führerschein ein Jahr ab Einreisedatum in Japan nutzen. Die Frist beginnt mit jeder erneuten Einreise nach Japan von neuem, sofern seit der letzten Ausreise mindestens drei Monate vergangen sind.

Bei einem Japanaufenthalt von über einem Jahr ist die Umschreibung des deutschen Führerscheins in einen japanischen vorgeschrieben. Hierzu benötigen Sie Ihren Reisepass mit gültiger Aufenthaltserlaubnis, die Alien Registration Card, den deutschen Führerschein mit einer Übersetzung und das Bestehen eines kurzen Sehtests (wird bei der japanischen Führerscheinstelle durchgeführt)*.

Die Übersetzung des Führerscheins kann das Generalkonsulat vornehmen; hierfür werden benötigt:

Original oder beglaubigte Fotokopie des zu übersetzenden Führerscheins. Gebühr von EUR 30,-- bzw. derzeit ca. 5.000 Yen. Briefmarken im Wert von 3,05 Euro ( nur bei Übersendung nach Deutschland )

Die Bearbeitungsdauer beträgt ca. 5 Arbeitstage, zuzüglich eventueller Postwege.

Eine persönliche Vorsprache im Generalkonsulat ist nicht notwendig; die Unterlagen können auch per Post übersandt werden. Sofern der Führerschein beim Generalkonsulat abgeholt wird, bzw. von Ihrem japanischen Aufenthaltsort hierher geschickt wird, bittet das Generalkonsulat um Entrichtung der Gebühr in bar und in Yen. Sofern Sie Ihren gewöhnlichen Auftenthalt in Deutschland haben, können wir Ihnen die Übersetzung zusammen mit einer Kostenrechnung über den Euro-Betrag an Ihre deutsche Anschrift schicken. Bei der Übersendung des übersetzten Führerscheins nach Deutschland fallen zusätzliche Portokosten in Höhe von 3,05 Euro an. Legen Sie diese bitte Ihrem Anschreiben in Briefmarken bei.

Quelle: Deutsches Generalkonsulat Okabe-Kobe

Eine andere Quelle:

Will man in Japan ein Fahrzeug benutzen, braucht man einen gültigen (EU-) Führerschein mit einer amtlich beglaubigten Übersetzung.

Den deutschen, bzw. den Eu-Führerschein muss man nachweislich länger als 3 Monate vor Einreise in Japan gemacht haben, damit er in Japan anerkannt wird. Damit kann man bis zu 6 Monaten in Japan fahren. Die Übersetzung stellt die deutschen Botschaft in Tokyo oder das Konsulat in Osaka gegen eine geringe Gebühr aus.

Wenn man länger in Japan ist muss man den Führerschein auf einen japanischen Führerschein umschreiben lassen. Dazu benötigt man die bereits erwähnte Übersetzung, ein Passbild, den original Führerschein, Pass mit gültigem Visum, Gaijin-Karte, Geld und je nach Ort einen halben bis einen ganzen Tag Zeit. Es lassen sich alle Klassen umschreiben. Lediglich für den Motorrad-Führerschein für Motorräder über 400 ccm (oogata) muss extra eine pratische Prüfung abgelegt werden. Diese Prüfung ist mehr ein Geschicklichkeitstest, Slalom fahren, Bremstest, auf einem schmalen Streifen mit langsamer Geschwindigkeit fahren, Bodenwellen. Es gibt dafür auch einen entsprechenden Vorbereitungskurs.

Für Motorradfahrer gelten noch ein paar andere spezielle Vorschriften, so darf man eine/n Sozia/us erst mitnehmen, wenn man den Führerschein wenigstens seit 3 Jahren hat und über 20 Jahre alt ist. Zudem gibt es beschilderte Autobahnabschnitte, auf denen ist es grundsätzlich verboten eine/n Sozia/us mitzunehmen.

Der Führerschein muss nach 3 Jahren wieder verlängert werden und hat je nach Erfahrung eine bestimmte Farbe. Man fängt mit grün an, danach gibt's blau und anschliessend den goldenen - wie beim Karate oder Judo mit den Gürteln. Weitere Infos auf der Seite der deutschen Botschaft.

Beim Fahren sollte man ein paar Dinge beachten:

In Japan wird links gefahren und Japaner fahren in der Regel vorsichtig und rücksichtsvoll, nehmen es aber mit den Vorfahrtsregeln nicht immer so genau. Noch schnell bei "dunkelorange" über die Ampel zu witschen ist besonders (und nicht nur) in Kansai sehr beliebt. Fahrradfahrer verhalten sich praktisch wie Fussgänger, d.h. man muss auch nachts mit Fahrrädern rechnen, die einem unbeleuchtet auf der Fahrbahn entgegen kommen. Zweiradfahrer aller Klassen überholen gerne links, da muss man besonders aufpassen, was allerdings in Japan erlaubt ist. Vor allem motorisierte Zweiradfahrer (Roller, Motorrad) dürfen nach japanischem Vekehrsrecht bei roter Ampel/Stau links vorbeiziehen und (zumindest auf Shikoku) sich auf die eigens für Zweiräder eingerichtete Wartezone stellen.

In Japan gilt 0 Promille und auch null Toleranz, was Alkohol am Steuer betrifft. Wenn jemand mit Alkohol erwischt wird, ist nicht nur der Fahrer dran, sondern auch der Beifahrer und der Wirt, der den Alkohol ausgeschenkt hat.

Man sollte auch immer den Führerschein dabei haben, sonst läuft man Gefahr, wegen Schwarzfahrens verhaftet zu werden.

Die Geschwindigkeitsvorschriften sind in Japan für Deutsche oft lächerlich und man wird schnell feststellen, dass sich die Einheimischen selbst selten daran halten. Dennoch, die Polizei kontrolliert und wer mehr als 10 km/h schneller als erlaubt ist, darf mit empfindlichen Strafen und Punkten rechnen (10 - 15 km/h mehr als erlaubt bedeutet Yen 15.000, danach wird es teuer mit Punkten).

Generell ist die Benutzung von Handys beim Fahren verboten! Auch hier drohen Geldstrafen, was die meisten Leute aber nicht davon abhält telefonierend durch die Gegend zu fahren. Die Polizei führt ab und an Schwerpunktkontrollen durch. Dabei wird immer nur eine Sache kontrolliert, z.Bsp. die Anschnallpflicht oder Handyverbot usw.

Zitat aus: Mediawiki

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