Der Süden von Afrika - Nichts für "Alleinreisende"?

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Ich denke, man kann alle drei von dir genannten Länder nicht in einen Topf werfen, was das Alleinreisen betrifft. So ist die (touristische) Infrastruktur in Namibia insgesamt etwas besser ausgebaut als in Tansania oder gar Mosambik. Alle drei Länder sind sicher äußerst reizvoll (Tansania kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, doch war ich dort auch nicht allein und mit Rucksack unterwegs), aber auch ganz unterschiedlich, so dass deine persönliche Präferenz sicher auch ausschlaggebend sein sollte. Tansania gilt als relativ sicher und ist hinsichtlich der Fortbewegung auch noch einfacher zu bereisen als Mosambik, wenngleich Tansania insgesamt recht kostspielig ist, selbst wenn du einfache Unterkünfte aufsuchst. Vom tansanischen Festland aus würde sich auch ein Abstecher nach Sansibar anbieten, was für Alleinreisende überhaupt kein Problem darstellt und einfach eine Traum ist. So, das waren jetzt mal meine spontanen Einfälle zu deiner Frage. Letztlich würde ich mich noch eingehend mit jedem Land etwas genauer beschäftigen und selbst sehen, was du dir persönlich hinsichtlich der jeweiligen Gegebenheiten zutraust, die Entscheidung musst du dann letztlich wohl selbst treffen.

Hallo, ich (männlich, weiß, 38 Jahre) war 2008/2009 über den Jahreswechsel alleine für knapp drei Wochen in Tansania (zuvor in Schwarzafrika nur 2 Wochen in Burkina Faso zu zweit) und kann nur sagen, ich fand es eine wunderbare Zeit. Zu Daressalam hatte (Ankunft und Abflug) hatte ich zwar ein etwas gestresstes Verhältnis und bin an meinem letzten Tag dort um meine fast letzten Dollars erleichtert worden (nicht mit jungen Menschen, die man gerade kennengelernt hat in ein von denen angeheuertes Taxi steigen !!!), aber kaum war ich raus aus der grossen (und teuren) Stadt fand ich alles super und superfreundlich und sehr bezahlbar. Ich hatte mir (via Internet) nur für die ersten drei Nächte ein Hotel gebucht, und habe alles weitere auf mich zukommen lassen. Ich bin dann per Bus (in Burkina Faso ebenso wie in Tansania absolut empfehlenswert und easy) gereist richtung grosse seen, aber nach einer tagesreise in einer kleinstadt "hängengeblieben" und dann über ein paar weitere Kleinstadtstopps zurück nach Daressalam gereist. Ist alleine schon anspruchsvoller als in Gruppe oder zu zweit, aber gut machbar und ich kann es nur empfehlen. Ich werde jetzt über Weihnachten + Jahreswechsel ähnlich organisiert (also kaum organisiert) Äthiopien bereisen und wollte hier eigentlich gerade noch herausfinden, ob ich nen Stromadapter mitnehmen muss .... Grüsse

Afrika ist nicht gleich Afrika stimmt allerdings. Insbesondere der Norden mit dem Süden ist kaum vergleichbar. Trotzdem denke ich, dass das gut möglich ist. Namibia empfehle ich dir besonders als "Einsteigerland" (es ist sehr sicher, touristisch erschlossen und die Einheimischen sind Touristen gewohnt und offen ihnen gegenüber), dann Süd Afrika (hier musst du besonders in den Städten als alleinreisende vorsichtig sein!) und danach erst Tanzania, da es noch nicht sehr erschlossen ist. Nachteil an Namibia sind die vergleichsweise hohen Kosten einer Rundreise, aber im Gegensatz zu Europa immernoch spottbillig.

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