Braucht man bei einer üblichen Rundreise mit einem Reiseveranstalter von Nord nach Südvietnam eine Malariapropylaxe?

5 Antworten

Hm, da warnt ein Reisedienstleister vor "selbsternannten Aerzten" und gibt dann trotzdem einen medizinischen Ratschlag. Der lautet: "Wenn's die Kasse zahlt, mach's. Zahlt die Kasse nicht, lass es sein." 

Ist das Risiko denn geringer, wenn die Kasse nicht zahlt? Warum sollte man es als Selbstzahler nicht machen, wenn man's bezahlt bekommt aber doch?

Eine Malariaprophylaxe gibt es nicht, wie huahin schon ganz richtig geschrieben hat. Was manchmal faelschlicherweise als Prophylaxe bezeichnet wird, ist die Einnahme von Medikamenten zur Malariabehandlung einer gar nicht vorhandenen Erkrankung. Damit bekaempft man also eine Erkrankung, die man gar nicht hat, um dann, wenn man sie sich holen sollte, gleich entsprechende Medikamente im Koerper zu haben. Ich weiss nicht, ob es heute ueberhaupt noch irgendwelche Gebiete auf der Welt gibt, fuer die so etwas empfohlen wird. Vielleicht in Afrika und/oder Teilen Suedamerikas? Keine Ahnung.

Gelegentlich wird die Mitnamhe von "Stand By" Medikamenten empfohlen. Diese nimmt man erst ein, wenn man bereits an Malaria erkrankt ist. Problematisch ist hierbei aber die korrekte Diagnose. Kaum ein Reisender wird selbst in der Lage sein, zweifelsfrei eine Malaria zu diagnostizieren (geht auch nur mit Laborausruestung). Es besteht somit die Gefahr, dass die Medikamente voreilig eingenommen werden koennen, ohne dass ueberhaupt eine Malariaerkrankung vorliegt. Dies kann bei Erkrankungen mit aehnlichen Symptomen (z.B. Dengue Fieber) sogar gefaehrlich werden.

Die Mitnahme von "Stand By" Medikamenten macht nur bei Reisen in sehr abgelegene Gebiete ohne ausreichende medizinische Versorgung einen Sinn (der naechste Arzt mit entsprechenden Medikamenten kann nicht innerhalb von 2 Tagen erreicht werden). Ich halte es fuer unwahrscheinlich, dass dich deine Reise in solche Gebiete fuehren wird.

Also bei Malariaverdacht sofort zum Arzt. Der hat dann auch die passenden Medikamente fuer dich.

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Aufgrund der vielen Einwände, in Vietnam gibt es Gebiete, in denen Malaria bereits übertragen wurde, das Risiko ist jedoch sehr gering, in den Küstenregionen nicht vorhanden. Aber wer weiß denn schon, ob die Rundreise nicht auch durch die Reisfelder im Hinterland geht?

Bei Google findet man die Karte, kann leider keinen Link einfügen. 

Manche Krankenkassen, wie z.B. die AOK übernehmen im Rahmen jährlicher Zusatzleistungen auch die Kosten für ein Malariamedikaments. Dieses kann man zur Prophylaxe einnehmen, oder mit in den Urlaub nehmen. Sollte es dann zu einer bestätigten Malariaerkrankung kommen, so hat man ein Medikament dabei und braucht es nicht mehr kaufen. 

Diese Optionen sollte man schon nennen, Damit Rundeisefan selbst entscheiden kann, was er macht. Generell davon abzuraten, halte ich aber nicht für richtig.   

Liebe Grüße

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@TJtravelde

Nicht das Malariarisiko im jeweiligen Reisegebiet ist entscheidend sondern Qualitaet und Erreichbarkeit der dortigen medizinischen Versorgung. Die Qualitaet scheint in vielen Gebieten Vietnams tatsaechlich nicht sehr hoch zu sein. Ich denke aber, dass man als Rundreiseteilnehmer immer in der Lage sein duerfte, innerhalb von 2 bis max. 3 Tagen eine vernuenftige medizinische Einrichtung zu erreichen. Wenn ich damit richtig liege, waere die Mitnahme von Malariamedikamenten ueberfluessig (der Arzt wird hoechstwahrscheinlich sowieso andere als die mitgebrachten einsetzen).

Ich lebe in einem Gebiet, in dem es immer wieder mal vereinzelte Malariafaelle gibt (Nordostthailand). Malariamedikamente habe ich keine im Haus. Wozu auch? 

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@Caveman

Da hast Du in jedem Fall recht, Caveman! Es sind ja im Ernstfall nur Medikamente sinnvoll, gegen die vor Ort noch keine Resistenzen bestehen - und das kann nur direkt vor Ort entschieden werden! Es gibt jedes Jahr schlimme Verläufe von Malaria-Erkrankungen, die fast ausschließlich darauf zurück zu führen sind, daß irgendwelche Medikamente wahllos genommen werden und damit die endgültige Behandlung mehr und mehr erschwert wird!

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Hallo, es gibt in Vietnam Gebiete, in denen Malaria bereits vereinzelt aufgetreten ist, wenn deine Krankenkasse das Mittel zur Malariaprophylaxe bezahlt, nimm es mit, wenn nicht, lass es weg. Vietnam ist eigentlich Malariafrei, auf dem Land, grade dort, wo Reis angebaut wird, gibt es aber ein sehr geringes Risiko einer Malariaansteckung.  Auf selbsternannte Ärzte würde ich in diesem Forum nicht hören. 

Wenn du schon einmal sehen möchtest, was dich in Vietnam erwartet, schau mal auf unsere Seite.

Liebe Grüße und einen schönen Urlaub, TJ-Travel 

Die Tropenaerzte wollen immer ihr Geld verdienen, haben oft aber keine Ahnung. Gegen Malaria gibt es keine Prophylaxe. Sollte man von der entsprechenden Muecke gestochen werden, sofort zum lokalen Arzt, der kennt sich bestens aus und hat das entsprechend passende Medikament. In der von dir besuchten Gegend ist Malaria unwahrscheinlich. Eher wirst du Opfer eines Verkehrsunfalls.

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Also bei jedem Mückenstich zum Arzt? Woher soll man wissen, dass es die entsprechende Mücke war? Malariaprophylaxe gibt es, wirkt und wird teilweise von Krankenkassen übernommen. Verschwörungstheorien helfen hier keinem! Welches Mittel gegen Malaria nimmt dann der Arzt vor Ort? Vielleicht auch eine Malariaprophylaxe, um noch zu retten, was zu retten ist?! 

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@TJtravelde

Nicht bei jedem Mueckenstich, bei auf eine Malaria hindeutenden Symptomen aber natuerlich schon. Nur der Arzt wird erkennen koennen, ob es sich tatsaechlich um eine Malaria handelt oder um moeglicherweise Dengue Fieber oder eine einfache Erkaeltung.

Der Arzt vor Ort wird bei einer Malaria natuerlich keine Prophylaxe einsetzen, weil es eine solche schlicht und einfach nicht gibt. Er wird selbstverstaendlich ein Medikament zur Malariabehandlung einsetzen, hoechstwahrschein Antibiotika.

Du gibst hier wirklich seltsame Ratschlaege. Zuerst "Mach's nur, wenn es die Kasse bezahlt" und jetzt "Pump dir das Zeug schon vorher rein, dann haste im Ernstfall schon was davon drin und kannst dir den Arztbesuch ersparen".

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Huahin - ein 'Tropenarzt' ist ein Facharzt für Tropenkrankheiten, der sich auch in regelmäßigen Abständen über Krankheitsverläufe und -auftreten in den Tropen und angrenzenden Regionen informieren muß! Kein Tropenarzt in Deutschland wird heute noch eine Malaria-Prophylaxe ernsthaft empfehlen, das Gegenteil ist eher der Fall - normalerweise sagen die, daß man im Verdachtsfall einen Test vornehmen  und dann den örtlichen Arzt entscheiden lassen soll, welches Medikament sinnvoll ist!

Das Argument mit dem 'Geld verdienen' ist überdies Humbug, da solche Beratungen inzwischen von allen privaten wie auch gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland bezahlt werden (wenn auch nur mit einem kleinen Betrag). Das Problem ist eher, daß viele Ratsuchende die Empfehlungen dieser Fachärzte nicht ernst nehmen wollen (sich vor allem vor Stichen zu schützen!), weil es für viele Deutsche einfacher scheint "ich muß nur eine Tablette nehmen und dann bin ich geschützt" als selbst etwas dafür zu tun! Oder gar Ratschlägen aus Foren wie diesem mehr Gewicht beimessen!

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@Roetli

Danke fuer deine Belehrung: Ich war in Deutschland bei einem Arzt, der sich auch Tropenmediziner nannte. Auf meine Frage, in welche Tropen-Laender er denn schon mal gereist sei. Antwort: Keine...also  ein reiner Theoretiker, der ausser seinem Studium - da war wohl Tropenmedizin ein Randthema - keinerlei praktische Erfahrungen nachweisen konnte. Daher meine kritischen Anmerkungen zu den "Tropenspezialisten".

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