Berühmte Sehenswürdigkeiten der Welt, Ansichtssache?

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4 Antworten

Wenn man sich manchmal die Schlangen vor Sehenswürdigkeiten anschaut, die Eintrittspreise dazu, und sich überlegt, was das dann für ein Geschiebe wird, fragt man sich in der Tat, ob das Bild im Reiseführer nicht reicht.

Nun sind die berühmten Sehenswürdigkeiten aus völlig unterschiedlichen Gründen berühmt, Charme ist nur ein Kriterium. Bedeutende Architektur, Malerei, Bildhauerei, sonstiges Kunsthandwerk vielleicht. Oder geschichtliche Ereignisse. Naturschönheiten. Oderoderoder.... das muss man mit den eigenen Interessen korellieren, was für einen sehenswürdig ist.

Ich differenziere Sehensw+rdigkeiten nach autochton oder allochton; also hat die Sehenwürdigkeit etwas mit der Stadt/der Region zu tun (abgebildet, dort entstanden usw.), oder wars einfach Geld oder Raubzug, warum ein Stück dort gelandet ist.

Um aber den Charakter einer Stadt zu erfassen, können oft die berühmten Sehenswürdigkeiten weniger beitragen als die eigenen Entdeckungen in der zweiten Reihe.

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Ja, diesen Eindruck kann ich auch teilen. Da ich ohnehin nicht zu den Reisenden gehöre, die sämtliche Listen mit Sehenswürdigkeiten in Reiseführern "abarbeiten", gibt es sicher zahlreiche berühmte Sehenswürdigkeiten, die ich schlichtweg "verpasst" habe, weil ich einfach irgendwo hängen geblieben bin. Und das kann eben eine nette Seitenstraße, ein Park oder ein tolles Straßencafe mit umwerfender Atmosphäre gewesen sein. Außerdem schrecken mich auch Warteschlangen und übermäßige Menschenmassen ab, so dass ich dann vielleicht auch mal auf eine Besichtigung verzichte, sofern ich nicht wirklich von überwältigendem Interesse geplagt werde...;-). Aber letztlich unterliegt alles immer subjektiven Kriterien und hängt auch von der persönlichen Erwartung ab. Und die kann sicher auch mal enttäuscht werden. Spontan fällt mir da z.B. der Walk of Fame in L.A., ein Unterfangen, das man sich wirklich sparen sollte (so wie die ganze Stadt) ;-) Andere schwören aber auf die Stadt... Womit wir wieder bei der Ansichtssache wären...

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Kommentar von Roetli
19.07.2011, 18:31

Du sprichst mir aus der Seele :-)!

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Ich reise eigentlich nicht in der Welt herum um Sehenswürdigkeiten abzuhaken. Ich reise, weil ich ein Land kennenlernen möchte, seine Bewohner, Kultur, den Alltag etc. Wenn dann noch die eine oder andere Sehenswürdigkeit meinen Weg streift, nehme ich diese natürlich sehr gerne mit. Bei mir geht es eher nach dem Motto "der Weg ist das Ziel" oder "man reist nicht um anzukommen, sondern um unterwegs zu sein".

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Hallo,

insgesamt teile ich deine Meinung. Nicht das z.B. Rom mich enttäuscht hätte, oder die Pyramiden, aber oft sind es eben die Dinge, die man nicht erwartet hat, die sich als sehenswürdig erweisen. Das ist auch eine Frage der Stimmung.

Wer kennt schon Samaipata in Bolivien? Macchu Pichu kennt jeder, aber kann man da bei Ausgrabungen und Entdeckungen teilnehmen? In Samaipata schon. Ist inzwischen Weltkulturerbe, aber immer noch unbekannt. Nur ein Beispiel.

Wer definiert denn die größten Sehenswürdigkeiten? Abstimmungen wie diese hier: http://www.weltwunder-online.de/neuzeit/sieben-neue-weltwunder.htm Zu recht sehr umstritten. Häufig leiden die bekannten Orte auch sehr unter den Besuchermassen, was dem Charme nun einmal nicht dienlich ist und übrigens dem Erhalt auch nicht. Wie gesagt- Macchu Pichu....

Also: Hauptsehenswürdigkeiten müssen nicht enttäuschend sein, aber die eigenen Entdeckungen sind doch das Salz in der Suppe. Oft erwartet man von großen Sehenswürdigkeiten mehr als eine Sehenswürdigkeit leisten kann.

LG

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