Autokauf in Italien

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4 Antworten

Du solltest nicht mit deutschen Maßstäben daran gehen. Für die gleiche Qualität musst du in Italien auf jeden Fall mehr bezahlen! Das liegt daran, dass dort unten das Auto viel mehr Gebrauchsgegenstand ist. Da ist eine Beule in der Stoßstange oder ein zerbrochener Scheinwerfer noch lange kein Grund, in eine Werkstatt zu fahren und ich habe Auspuffe gesehen, die mit Wäscheleine an der Stoßstange befestigt waren, weil sie sonst aufgrund verrosteter Halterungen auf dem Boden schleifen würden. Weil gute, fahrtüchtige und langlebige Gebrauchtwagen selten sind, musst du auf jeden Fall mit mehr rechnen.

Ich würde - ebenso wie hier- auf alle Fälle jemanden mitnehmen, der der Sprache mächtig ist und sich gut auskennt. Nicht, dass Du noch über den Tisch gezogen wirst. Vergleiche lohnen sich sicher, ansonsten denke ich, sind die Preise nicht viel anders als bei uns, da kenn ich mich aber nicht genauer aus. Auf ale Fälle kann es gut sein, dass Du beschissen wirst, sobald bemerkt wird, dass Du kein Muttersprachler bist, aber Du kannst natürlich ebenso Glück haben.

Dazu fällt mir etwas Schönes ein: Ein italienischer Freund erzählte mir mal, dass er seinen Wagen einem Deutschen verkauft hatte. Dabei war er ganz aufgebracht darüber, dass dieser Käufer wirklich überall reingeguckt hatte, sogar die Motorhaube aufgemacht und angefangen hat, Kabel und Schläuche zu untersuchen! Und der hatte so viele Fragen: Wie alt die Batterie sei, wie lange der letzte Ölwechsel her, seit wie vielen Jahren er die Reifen fahren würde… All das brachte meinen Freund vollkommen aus der Fassung und er sagte: „In Italien kauft man ein Auto einfach.“ Ich wäre also vorsichtig mit deiner Wahl, denn ein guter Wagen findet sich nicht so leicht.

Anzumerken zu den anderen Antworten ist noch, dass Du vor dem Kauf abklären solltest, was ein Auto in Deutschland alles braucht, um den TÜV zu kriegen. Vergleiche dies mit dem ins Auge gefasste Auto!

Dieser Hinweis ist v.a. bei den wunderschönen italienischen Oldtimern sehr wichtig! So braucht vielleicht ein Oldtimer mit Jahrgang und Zulassung 1972 in Italien keine Sicherheitsgurte. In der Schweiz aber muss seit 1972 jedes Auto Sicherheitsgurte haben. So kann es sein, dass der italienische Oldtimer Jahrgang 1972 keine Sicherheitsgurte hat, in der Schweiz aber nun nachgerüstet werden müsste! Und dies geht dann ganz schön ins Geld!

Am besten fragst du bei den jeweiligen (Marken-)Clubs im Internet oder bei www.autofrage.net mal nach.

Ich hoffe meine Antwort war nicht zu kompliziert:)

Die professionellen udn offiziellen Autohäuser sind in Qualität und Leistung genau gleich wie in Deutschland! Alles andere ist Quatsch! Nur die Hinterhofgaragen solltest du meiden!!

DH

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