Auto mieten in USA - Tipps?

6 Antworten

Ich will hier keine Panik machen, aber die ständige Empfehlung hier im Forum, besser bei einem 'deutschen' Anbieter zu buchen, scheint mir doch sehr naiv zu sein! Selbst 'deutsche' Anbieter haben ihren Rechtssitz oft im Ausland und es gibt zahlreiche andere Hintertürchen, die im Schadensfall plötzlich geöffnet werden.

Deswegen - egal, von oder wo Du buchst, das gründliche Lesen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen VORHER ist mehr als empfehlenswert!

Die Empfehlung, bei einem deutschen 'Anbieter' zu buchen, wird oft aus Nichtwissen heraus gegeben. Fast alle Anbieter hier sind nur Vermittler (auch der ADAC!) und bei Schäden im Ausland sind die Bedingungen der Anbieter vor Ort maßgeblich bzw. der Gerichtsstand liegt dann auch dort! ADAC-Mitglieder mögen vielleicht (bei entsprechedem Versicherungsschutz) rechtliche Hilfe im Fall der Fälle bekommen...

Die meisten deutschen Portale reichen die Buchungen an ausländische Vermittler weiter, die irgendeinen örtlichen Autovermieter auswählen - mit dem dann der Vertrag über das Fahrzeug selbst gemacht wird. Hier werden von den Portalbetreibern oder dem Vermittler nur manchmal spezielle Leistungen angeboten, z.B. wird der Selbstbehalt bei Vollkasko-Versicherungen durch eine Rückerstattung geregelt.

Ein typisches Beispiel wäre billiger-mietwagen.de, die eine Buchung für ein Auto in Italien z.B. über die US-Firma CarDelMar abwickelt, das Auto bekommt man dann beim 'italienischen' Anbieter Maggiore (der wiederum eine Tochter von AVIS Italia ist) - da hat man dann bei evtl. fragwürdigen Rechtsfragen einiges zu tun....

Auch viele der großen typisch deutschen Mietwagenanbieter (z.B. Sixt, Europcar...) sind überdies im Ausland oft nur als Franchise-Geber vertreten und haben mit den dortigen 'deutschen' Unternehmen nur den Namen gemeinsam - alle Schadensfälle werden nach landesüblichen Rechten und vor Ort abgewickelt.

Also - egal, wo gebucht, das Fahrzug bei Übernahme akribisch nach Vorschäden kontrollieren und protokollieren lassen und vorsichtig und nach Landesvorschriften fahren ist das Wichtigste! Falls nicht irgendeine private Versicherung vorhanden ist, die mögliche Schäden während des Mietzeitraums übernimmt (das haben einige Kreditkarten/goldene in ihrem Leistungskatalog, manchmal aber auch nur mit gewissem Selbstbehalt), würde ich bei großem Sicherheitsbedürfnis immer die Vollkasko-Versicherung ohne Selbstbehalt mit dem Mietwagen-Anbieter vor Ort abschließen - auch wenn das deutlich teurer ist! Ansonsten könnte 'billiger' erst richtig teuer werden!

Ich miete prinzipiell über den ADAC von zu Haus aus. Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht, auch, als ich einen Unfall hatte. Vor allem in den USA hat sich das gut bewährt, gute Autos, keine Extrakosten, zweiter Fahrer und Versicherungen inklusive, Vollkasko. Ich bin z. Zt. In New York, bekomme mein nächstes Auto in Las Vegas und gebe es in Los Angeles zurück, ohne Mehrkosten. 

Hallo,

von wo aus du buchst, ist letztendlich egal.

Wichtig ist aus diversen Gründen (u.a. Komplettversicherung ohne SB, dt. Gerichtsstand etc.) bei einem deutschen Anbieter zu buchen.

Wenn du flexibel bleiben möchtest, kannst du auch erst in den USA im Internet z.B. über ein deutsches Vergleichsportal nach passenden Angeboten suchen und dann bei einem dt. Vermieter/Vermittler buchen.

Hatten wir vor paar Jahren in Denver nach WoMo-Urlaub gemacht, als wir anschließend spontan noch paar Tage per Mietwagen in Aspen waren. Hat einwandfrei funktioniert (ich glaube, es war Europcar).

Aber da es ja eh so kurzfristig ist und nur 1-2 Wochen, warum nicht jetzt buchen und bei Ankunft bequem am Flughafen das Auto übernehmen? Erspart dir den Zeitaufwand vor Ort, wo man ja meist Besseres zu tun hat, als im Internet nach Angeboten zu suchen.

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