Ausflüge / Sehenswürdigkeiten in Le Havre (Frankreich)

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Hallo Marvinius,

Gute Entscheidung. Leider sagst Du nicht, wann und wie lange Ihr Euch in Le Havre aufhaltet.

Im Kreuzfahrthafen gibt es ein Fremdenverkehrsbüro. Dort ist ein kostenloses Faltblatt für die eigenständige Erkundigung der Stadt erhältlich, weitere zu spezifischen Themen werden zu je 3 Euro verkauft. Damit könnt Ihr Richtung Stadtkern starten (2,5 km, ca 20 Gehminuten). Zu Fuss sieht man am meisten und individueller Rythmus ist auch ganz nett, allerdings muss man sich allein zurechtfinden und bekommt keine Erklärungen.

Le Havre, im 2. Weltkrieg komplett zerstört, ist für die Bedeutung seines kompletten "en-bloc" Wiederaufbaus durch Auguste Perret - einem Architekten, der sich vornehmlich mit dem damals relatif neuen Werkstoff Beton auseinandersetzte - in die Liste des Weltkulturerbes der Unesco aufgenomen worden und schon deshalb interessant, vorausgesetzt, man interessiert sich für die Geschichte der modernen Architektur. Die Stadt ist ein "Muss" für Freunde derselben.

Die Besichtigung einer Musterwohnung von Auguste Perret organisiert das Office de Tourisme für individuelle Besucher Mi, Sa + So nachmittag mit Start 14.00 Uhr, 15.00 Uhr, 16.00 Uhr und 17.00 Uhr. Preis 3.00 Euro. Wie man in Le Havre in früheren Zeiten lebte, wird sehr eindrücklich in der Maison de l'Armateur dem auf das 17. Jh. zurückgehenden Wohnhaus eines Reeders verdeutlicht: 3 quai de l'Isle, Öffnungszeiten im Fremdenverkehrsamt erfragen, Preis: ca 5 Euro. Täglich ausser Dienstags von 11.00-18.00 Uhr bzw. 19.00 Uhr Sa + So ist das geöffnet ist das Musée Malraux mit einer fabelhaften Sammlung von Gemälden der Impressionisten, deren wichtigster Vertreter Claude Monet Zeit seines Lebens an den Ufern der Seine gelebt und gewirkt hat. Unter den Kirchen sind die romanische Kirche der Abtei Graville und die Kathedrale Notre-Dame (16. Jh.) hervorzuheben, die dem Bombensturm entgingen, so wie die von Perret gebaute Kirche St-Joseph. Unübersehbar ist das 1982 nach Plänen von Oscar Niemeyer (dem Erbauer der komplett aus dem Erdboden eines Nomanslandes gestampften Stadt Brasilia), errichtete Kulturzentrum Espace Oscar Niemeyer/Le Volcan, rue de Paris, am Ende des Hafenbeckens Bassin du Commerce.

Alternativ könnt Ihr

1.) im Fremdenverkehrsbüro nachfragen, ob, wann, ab wo und zu welchem Thema der nächste von einem örtlichen Führer kommentierte Stadtrundgang beginnt. Französische Führer sind obligaterweise dreisprachig ausgebildet und immer diplomiert, meistens der englischen, manchmal auch der deutschen Sprache mächtig. Zu Fuss sieht man am meisten.

2.) mit einem Ausflugsboot eine zweistündige Hafenrundfahrt unternehmen, Preis 6 Euro/Person. Start am Yachthafen (Stadtzentrum). Die Plätze sollten vorsichtshalber am Fremdenverkehrsamt reserviert werden.

3.) eine Stadtrundfahrt mit dem Taxi machen, Preis 60 Euro für 1-4 Personen, nach Etretat oder Honfleur werden für den dreistündigen Ausflug 125 Euro für 1-4 Personen berechnet (Preis auf Stand 2011). Start am Rathaus, mit Vorbestellung sollte auch eine Abholung vom Hafen möglich sein: Taxi Touring Havrais (so durch einen Aufkleber an der Windschutzscheibe ausgewiesen) ist die offizielle, von der Stadt labellisierte Organisation, Buchung über SCA Radio-Taxi Le Havre, Fax: 0033 (0) 2 35 25 81 00, mail info(at)taxi-le-havre.com - welche Sitzplatzkapazität das Taxi hat, und wie gut und in welcher Sprache der Kommentar erfolgt, ist nicht ganz klar.

4.) einen diplomierten örtlichen Führer mit Minibus (9 Plätze) für ein individuell gestaltetes Programm in Le Havre und/oder Umgebung mieten. Preise und Buchung über Normandie Vision, Fax: 0033 (0) 235 96 43 37. Eine rechtzeitige Bestellung und die Präzision, dass ein deutschsprechender guide gewünscht wird, sind erforderlich. Das Programm kann im Voraus abgesprochen werden. Sehenswert in der Umgebung sind die Alabasterkünste, Etretat, Fécamp und Saint-Valery im malerischen Pays de Caux, mit entlang des Strasse der Taubenhäuser getauften Weges dem schönen, noch in Privatbesitz befindlichem Renaissanceschloss Bailleul und vieles mehr. Ein Stück authentische Normandie. Wenn Ihr über Ostern lieber zu religiösen Stätten pilgert, und alte Städte dem modernen Le Havre vorzieht, könnt Ihr Euch (im Jubiläumsjahr der Jeanne d'Arc) vielleicht für einen Ausflug nach Rouen und über die Strasse der Abteien zu der höchst beeindruckenden Ruine von Jumièges begeistern.

Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Schiff ahoi und bon vent für Eure Reise!

Mehr auf der Seite des Fremdenverkehrsamtes, in deutscher Sprache:

http://www.lehavre-tourismus.de/

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Wichtiger als Sandstrände ist aber wirklich die Umgebung - ob diese interessant ist, also: schöne Landschaften, Orte mit Charme, etwas kulturell Interessantes, vielleicht auch etwas Geschichtsträchtiges. Wir sind in unserem Urlaub meist in einer FeWo und unternehmen viele Ausflüge. Wir interessieren uns für Kultur (also durchaus Schlösser, Burgen, Ruinen(städte), Orte, an denen Sagen stattfanden, evtl. auch Museen). Dennoch sollte es nun wirklich nicht zu viel Kultur sein, die bekanntesten, schönsten kulturellen Dinge reichen aus. Wir mögen in unserem Urlaub immer einen gute Mischung (etwas Kultur, etwas Strand, schön entspannen, schön essen (was Typisches für die Region), schöne Orte/Städte besichtigen, schöne Landschaft sehen).

Wir schauen uns auch mal gerne Städte an, wo die Reichen wohnen, aber unsere FeWo sollte immer in ziemlicher Entfernung sein, weil sonst alles immer so teuer ist. Ich mag auch total solche Lavendelfelder und würde mal eines gerne fotografieren, ich mag so französische Spezialitäten wie die Tarte Tropezienne, wohinter eine Geschichte steckt und ich werde allgemein wohl ganz viele französische Spezialitäten probieren. Ich mag es nicht ganz so, in einer Riesenstadt zu sein - als Ausflug ja, wenn sie dennoch interessant ist, aber nicht als Standort für eine FeWo. Ich mag kleine, süße Städtchen, bei denen am Abend an der Uferpromenade etwas los ist, wo es schöne Restaurants und Bars gibt, eine schöne Abendstimmung, ... Sie sollten nicht komplett menschenleer und ausgestorben sein. Steilküsten finde ich im Übrigen auch sehr schön; allgemein interessieren wir uns auch wirklich für die Natur. Aber es sollte nicht das ganze Gebiet nur aus Steinen bestehen, wir lieben die Abwechslung. (Unser ganzer Urlaub sollte max. 1100 Euro kosten. Wir wollen nicht viel länger als eine Woche weg, vielleicht so 7-9 Tage in den Pfingstferien.)

Habt ihr einen Rat, welche Region/welches Gebiet von denen 3, die ich in der Auswahl habe, da am besten passen würde? Zu einem Urlaub, bei dem man vor allem schöne Städte, etwas Kultur/Geschichte und schöne Landschaft sehen will?

Ich wäre auch sehr dankbar - für mich hört sich nach kurzer Recherche einfach alles toll an. Vielleicht wisst ihr ja aufgrund meiner Beschreibung, was am besten wäre.

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