Arbeiten und Visum in der USA und brauche ich für 3 Wochen ein Visum in der USA

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5 Antworten

Angeblich will er für sich, der Freundin und ihrem nicht ehelichen und nicht gemeinsamen Sohn (4 Jahre) ein Arbeitsvisum besorgen. Braucht man dafür nicht schon einen US - Arbeitgeber?

Er selbst braucht auf jeden Fall einen,sonst kriegt er gar kein Arbeitsvisum. Allerdings kann er selbst auch nicht mal eben ein Arbeitsvisa für seine Freundin+Sohn besorgen. Im Grunde blieben nur wenige Optionen: a) beide heiraten und er holt sie im Rahmen der Familienzusammenführung nach. Die Wartefristen hierfür betragen jedoch etwa 2 Jahre. b) sie sucht sich selbst einen Job bei einem US-Arbeitgeber, was aber -je nach Job- gar nicht so einfach ist. Die Amis sind da ziemlich rigoros.

Die Freundin meiner Frau hat bereits 1100€ für angebliche Übersetzungen, für Zeugnisse, Reisepässe und Anzahlung für Flugtickets bezahlt.

Die hätte sie sich erstmal sparen können,weil momentan keine der beiden Rahmenbedigungen (familiäre Bindung=Ehe bzw ein Job erfüllt ist). Für einige Dokumente gibts übrigens billigere Alternativen,die in der Regel auch anerkannt werden. So gibts beispielsweise in den meisten Standesämtern auch internationale Formulare für Abschriften aus dem Geburtenregister (=Kopie der Geburtsurkunde auf einem 2-sprachigen Formular). Auch beglaubigt wird das Ding gleich da. Ist wesentlich billiger als eine gesonderte Übersetzung. Aber das nur am Rande.

Wir haben jetzt gelesen, dass es eigentlich gar nicht so einfach bis unmöglich ist ein Arbeitsvisum für die USA zu erhalten.

Richtig, dafür müssen spezielle Bedingungen erfüllt sein. Je nach Kategorie muss man z.B. eine besondere Bedeutung (wirtschaftlich oder kulturell) für die USA haben. Oder man hat ganz einfach einen Beruf, für den es in den USA keinen gleichwertigen Ersatz gibt. In dem Fall muss der Arbeitgeber aber nachweisen,daß er erfolglich in den USA gesucht,aber niemanden gefunden hat. Erst dann kriegt er vom Department of Labour (=Arbeitsministerium) eine Erlaubnis, ein Visa/Greencard für die betreffende Person zu beantragen. Zudem muss das Arbeitsangebot an den "Importarbeiter" einen Lohn enthalten,der mind. 20% über dem liegt, was für einheimische Kräfte gezahlt würde.

Wir glauben er nutzt sie nur aus und will nur das Geld.

Der Verdacht ist nicht von der Hand zu weisen. Insbesondere störe ich mich an dem Punkt "Anzahlung für Flugtickets": Die Dinger kosten nicht mehr die Welt, wenn man nicht gerade drauf besteht,mit Lufthansa zu fliegen. Mit 500€ pro Person (Hin- inkl.Rückreise) ist man da schon dabei. Buchen muss man auch nicht mehr ewig im Vorraus.

Angeblich will er mit ihr und dem Sohn im Februar für 3 Wochen nach Amerika um nach Arbeit zu suchen und dafür braucht er auch wieder Geld um das Visum für diese 3 Wochen zu bezahlen!

Wenn ich das richtig verstehe,hat er selbst auch noch kein Visum,sondern reist erstmal als Tourist ein (genauso wie Partnerin+Kind) ? Mit diesem Besuchervisa im Rahmen des Visa-Waiver-Programmes ist die Arbeitsuche verboten. Wird man erwischt, droht Einreisesperre für bis zu 10 Jahre. Das Besuchervisa kostet übrigens 14 US-Dollar.

Laut Visa Waiver brauchen deutsche für 90 Tage USA Aufenthalt kein Visa...nur das ESTA Formular.

Richtig. Und eben das kostet 14 US-Dollar und verbietet die Arbeitssuche im Land.

. Ein Arbeitsvisum wäre ein zeitlich begrenztes...wäre es für beide (er Sternekoch, sie Servicekraft) ein H2B Visum? Das gäbe es für deutsche seit diesem Jahr ja nicht mehr.

Das H2B ist die Kurzversion des H1B und gilt nur für 1 Jahr. Gedacht ist es für Saisonkräfte. Ich persönlich halte es schon für einen Sternekoch für schwer,ein Arbeisvisum zu bekommen, für eine Servicekraft ist es praktisch ausgeschlossen.

Auf Nachfrage ob er mal was vom Reisebüro vorlegen kann, reagiert er sehr aggressiv,

Reisebüro ? Braucht man nicht,um in die USA zu reisen, man kann auch direkt bei der Airline buchen. Das geht bis 2 Tage vor Abflug.

Er meint, er habe aus dem Reisebüro nur die Quittung für die Zahlung des Fluges. >Steht da dann auch ein(e) Buchungscode/Buchungsnr drauf?

Wenn er ne Quittung hat,sollte er auch die Flugbestätigung haben. Zur Not einfach mal beim Reisebüro anrufen. Aber ich ahne schon,daß er nicht sagt, bei welchem Reisebüro.

Auch will er 10.000 Euro auf ein Sperrkonto des Department of Home Affairs eingezahlt haben? Was und wofür soll das sein?

Mir wäre nicht bekannt,daß es sowas gibt.

Sie kommt aus dem Rheinland und er meint, sie muss fürs Visa nach Berlin. Näher wäre doch dann Frankfurt...?!

Als Tourist muss man nicht zum Visa-Interview. Und wenn man ein Visa hätte,wo ein Interview vorgeschrieben ist,kann man bei der Terminvereinbarung entscheiden,ob man nach Frankfurt oder nach Berlin will.

Wir sind der Meinung das er sie nur Ausnimmt oder was meint Ihr ???

Der Verdacht liegt ziemlich nahe. Da sind einfach zuviele Ungereimtheiten. Mir persönlich stößt insbesondere die Geheimniskrämerei sauer auf.

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Zum einen wird die Frau kein Arbeitsvisum bekommen - Servicekräfte gibt es wie Sand am Meer in den Staaten, da sind sie wirklich nicht scharf darauf, auch noch welche aus Deutschland zu 'importieren'! Weder dem 'Sternekoch' noch seinem Freund in den Staaten wird es gelingen, von der amerikanische Administration eine Ausnahmeregelung zu bekommen - wenn überhaupt, gibt es die nur für Berufe, für die im Land nicht genügend Arbeitskräfte vorhanden sind. Selbst bei Eheleuten bekommt die Frau/der Mann nicht automatisch ein Arbeitsvisum, nur weil er Mann/die Frau aus irgendwelchen Gründen eins bekommen hat! Eure Freundin soll sehr vorsichtig sein - falls sie mit ESTA einreist (noch dazu mit ihrem Sohn) und dann dort vielleicht zum Schwarzarbeiten überredet wird - nur im günstigsten Fall gibt es bei Aufdeckung eine Abschiebung, manchmal geht der erstmal ein Gefängnisaufenthalt (mit Trennung von ihrem kleinen Kind) voraus!

Zum anderen gibt es in den USA kein "Department of Home Affairs" und in etwa vergleichbare 'departments' oder Ministerien werden einen Teufel tun und irgendwelche Bankkonten für Sperrgelder von Ausländern zu führen! Schon so eine Aussage riecht eindeutig nach Betrug!

Darüber hinaus können Reisepässe für sie und ihren Sohn nur von ihr selbst (und evtl. unter Beteiligung des leiblichen Kindsvaters!) hier im Land gegen die üblichen Gebühren ausgestellt werden! Also wozu dafür schon 'Vorauszahlungen' in den USA???

Schlußendlich muß ein Visum, egal welches, VOR der Einreise in die USA im Heimatland der Person beantragt werden, die in den Staaten arbeiten, sich länger aufhalten etc. möchte! Dafür sind allein die US-Botschaft in Berlin oder die Konsulate in München, Frankfurt, Düsseldorf, Leipzig und Hamburg die richtigen Ansprechpartner und dort muß man dafür evtl. notwendige übersetzte Unterlagen vorlegen! Etwas anderes kann in Einzelfällen möglich sein, wenn der Antragsteller US-Staatsbürger ist und aus dem Heimatland ein 'Nachhol'-Visum für Ehepartner oder gemeinsame/s Kind/er beantragen möchte. Auf keinen Fall jedoch kann ein Reisebüro sich um Arbeitsvisa kümmern, von daher können auf der Rechnung vom Reisebüro auch solche Aufwendungen nicht erscheinen! Ob und für wen Flüge gebucht worden sind, könnte ein Anruf oder Besuch beim Reisebüro klären. Allerdings hätte er für die Buchung schon die Reisepass-Nrn. Eurer Freundin und deren Sohnes gebraucht...

Für 3 Wochen braucht man als Besucher mit deutscher bzw. EU-Staatsangehörigkeit kein Visum - wie Du schon richtig schreibst, kann man für diesen Zeitraum (sogar für 90 Tage pro Jahr) mit ESTA einreisen und könnte damit ganz in Ruhe die Möglichkeiten einer Beschäftigung ausloten und mit den Firmen vor Ort sprechen! Auch dafür sind jedoch für beide die Reisepass-Nummern erforderlich - und Pässe will er ja angeblich erst besorgen!

Andererseits hat eine 'Sternekoch' in den Staaten meiner Einschätzung nach genau so viel oder eher wenig Chancen, eine Arbeitsgenehmigung zu bekommen - aus den gleichen Gründen wie Servicekräfte (siehe oben!). Eine Ausnahme wäre nur möglich, wenn ein hochwertiges Restaurant gerade ihn unbedingt zur Verstärkung haben möchte (da braucht es dann aber sehr gute Begründungen!)! Dann aber muß dieses Restaurant vor Ort die gesamte Beantragung und Genehmigungsprozedur auf sich nehmen - Eure Freundin und auch dieser dubiose Freund können das weder selbst beantragen noch irgendwie beschleunigen!

Also alles in allem riecht das Ganze schwer nach Betrug. Um ganz sicher zu gehen, kann sich Eure Freundin aber auch bei einem Verbraucherschutzbüro in Eurer Nähe mal dazu beraten lassen! Das wäre dann eine neutrale Stelle, der sie vielleicht glauben würde/könnte!

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Nanuk 20.10.2012, 10:55

@ philippw - damit sollte alles beantwortet sein.

DH für Roetli !!

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ManiH 20.10.2012, 13:20

Hallo Fr Roetli,

sehr umfassend und sehr verständlich ausgedrückt. Es ist schon traurig, dass es immer wieder Männer (Menschen) gibt, die die Gefühle insbesondere von Frauen manipulieren, um dann ihre Hilfsbereitschaft auszunutzen.

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phillippw 20.10.2012, 13:35
@ManiH

Vielen Dank für die hilfreiche Antwort! Muss kurz richtig stellen das es sich bei den 1100,- um die Gesamtzahlung für die "USA" handelt. Die Reisepässe/Zeugnisse hat sie selbst besorgt und gezahlt. Ihm hat sie Geld für Anwalt/Übersetzungen gegeben und für die Flugtickets... Aber alles in allem wart ihr uns eine große Hilfe! Vielen Dank

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Was ist denn dieses Department of Home Affairs? Wozu dient es? Für wen ist es?

Die Unterlagen verlangt sie schon die ganze Zeit. Aber er verweist nur auf eine Quittung aus dem Reisebüro die er ihr angeblich vorlegen will. Dann, wenn es soweit sein soll kommt wieder was dazwischen und er vertröstet sie mit irgendwelchen Sachen.

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ManiH 20.10.2012, 07:42

Also sagen wir mal so; wenn er Sternekoch ist, muss er doch ein sehr gutes Gehalt und einiges auf der Kante haben? Nicht falsch verstehen. (ist keine Abwertung) ER lässt sich von der Servicekraft Geld vorlegen? ****Alles sehr merkwürdig.****aber seid vorsichtig mit eueren Warnungen und Aussagen, wenn die Beziehung auseinander geht, gibt man am Schluss noch euch die Schuld.

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Komische Geschichte. Ich hätte da nur eine Frage: Hat der Freund der Freundin etc. pp. denn eine Green Card ?? und ist das ein Witz mit dem Sperrkonto beim Department of Home Affairs?? Wenn er schon kein Geld für sein eigenes Visa hat, dann kann er sich auch die 3 Wochen für seinen eigenen Aufenthalt in den USA nicht leisten. Scheint ein echter Lebenskünstler zu sein.

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phillippw 19.10.2012, 23:12

Nein er hat keine Green Card, ist ein Sterne Koch und hat angeblich einen Freund in Amerika wo er arbeiten kann. Was ist eigentlich dieses Sperrkonto beim Department of Homeaffairs?? Da die beiden nicht verheiratet sind kann sie doch sowieso nicht in der USA bleiben oder?

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Nanuk 19.10.2012, 23:37
@phillippw

Unverheiratet muss sie eh für sich und ihren Sohn schauen. Er könnte sie verheiratet nur als Familienzuzug holen - wenn er denn mal überhaupt eine Arbeitsgenehmigung bekommt. Spricht er überhaupt englisch? Ja, was ein Privater mit einem Sperrkonto beim Department of Home Affairs soll, wär noch interessant zu wissen.

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phillippw 20.10.2012, 00:20
@Nanuk

Für wen ist denn so ein Sperrkonto? Was ist dieses Department of Home Affairs? Er ist Sternekoch und könnte wohl, wenns so ist, durch seinen Freund/Bekannten in den USA an Arbeit kommen... Aber das gilt ja dann nicht für sie... Heiraten könnten sie, Gott sei Dank, nicht weil er im Trennungsjahr ist.

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Nanuk 20.10.2012, 10:50
@phillippw

Department of Home Affairs USA www.state.gov/ Nach unten scrollen, dann findest Du eine Liste der entsprechenden Links und siehst um was sich so ein "Department" kümmert..

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Das ist ja alles ein ganz großer Bullshit. Wofür denn das ganze Geld? Soll doch einfach ohne Visum erstmal einreisen und sich vor Ort informieren, ob er denn theoretisch einen Job finden würde... Dafür braucht er lange nicht so viel Geld.

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phillippw 19.10.2012, 23:09

Das Geld braucht er angeblich für Übersetzungen, Flugtickets für sie und ihren Sohn.

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phillippw 20.10.2012, 00:16
@Nanuk

Verlangt sie ja! Er verweist dann nur auf die Quittung aus dem Reisebüro. Er hat nun schon oft gesagt, er würde ihr das vorlegen aber immer wieder kam was dazwischen wo er sie mit Ausreden vertröstet.

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