Als Vegetarier in den arabischen Raum?

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5 Antworten

Hi,

Du kannst ein Jahr lang als Expat in einer Firmensiedlung leben und Dich von Allem fern halten - oder Du kannst Dich so integrieren wie wir das von unseren ausländischen Mitbürgern und Kollegen auch erwarten.

Bezüglich des Essens wirst Du z.t. auf Unverständnis stoßen aber sicher schnell eine Alternative bekommen. Wenn Du nicht gläubig bist, ist das grundsätzlich kein Problem, so lange Du das nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit herausposaunst sondern Dich in Glaubensfragen sehr zurückhältst.

Sonst noch irgendwelche Befindlichkeiten?

bye Rolf

Ich denke, das mit den Einladungen wird sich irgendwann erledigt haben, wenn man immer nur ablehnend reagiert...

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Gerade in Syrien bist Du als Vegetarier äußerst gut aufgehoben!

Die Vielfalt der "Mezze" ist dort fast unendlich - und die allermeisten davon sind vegetarisch. Alleine davon wirst Du bestens satt werden. Das Hauptgericht brauchst Du dann gar nicht mehr. (Aber lasse trotzdem im Bauch stets noch Platz für die vorzüglichen Nachspeissen!!!)

Ich war im letzten Jahr in Syrien unterwegs und habe mich als Nicht-Vegetarierin bei gut der Hälfte der Mahlzeiten freiwillig auf die Vorspeisen (Mezze) beschränkt - eben weil diese so köstlich schmecken und ich davon dann schon satt war.

Allerdings war ich nur in Hotels und Restaurants zu Gast und leider nicht bei Privatpersonen.

Ich bin sicher dass die Menschen in Syrien ähnlich tolerant mit Vegetariern umgehen wie die meisten Menschen hier bei uns. Ich würde daher, wenn ich eine private Einladung erhielte, gleich im Vorfeld erwähnen, dass ich keinerlei Fleisch esse.

Ob in Syrien oder auch anderswo, es ist immer sehr unhöflich angebotene Speisen abzulehnen. Gerade Araber sind sehr gastfreundlich. Allerdings kann ich dich verstehen, natürlich willst du deinen Prinzipien treu bleiben. Vielleicht begründest du deinen Fleischverzicht mit gesundheitlichen Problemen. Das ist die einzige Lösung die mir so einfällt.

Hallo Wurmle,

sicher nicht ganz einfach, da hst Du in deiner Frage selber schon wichtige Dinge genannt, vor allem die Einladungen.

Also im arabischen Raum ist der Normalmensch sozusagen "Halbvegetarier". Nicht weil er will, sondern weil er muss- Fleisch ist viel teurer als bei uns (relativ zum Einkommen) und die Leute geben ohnehin einen erheblich höheren Teil ihres Einkommens für Nahrungsmittel aus.

Die gut 11%unseres Einkommens, die wir für Nahrungsmittel ausgeben, kann man weltweit als fast einmalig bezeichnen- also an der unteren Grenze. Daher auch die Ferne zu manchen Nahrungsmitteln.

Schwierig wird es also schon, Veganern würde ich sogar von einer Reise abraten.

Die Leute bieten dir also etwas besonders wertvolles an- das ist so, als würdest dir hier in De jemand 100 Euro schenken, oder noch mehr.

Als Essenstipp würde ich diransonsten zu Falafel raten- gibts überall und ist ebenso vegetarisch wie superlecker. Für Selbstversorger ist eine vegetarische Lebensweise kein Problem- ob Kichererbsen (siehe Falafel), Bohnen, Reis, Obst (schon mal frische Datteln gegessen?-hmmmm), Gemüse- alles erhältlich und Du kannst dir auch alles leisten.

Von Salat würde ich die Finger lassen!!! (Koch es, schäl es, oder vergiss es). Vielleicht auch vorübergehend aus Höflichkeit und der Integration zuliebe mal auf den Vegetarismus verzichten? Nix für ungut....

LG

Geh doch mal in einem syrischen Restaurant essen, du wirst viele vegetarische Gerichte finden, nicht nur Falavel. Das sollte kein Problem sein!

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